Kommentar

Bittere Brombeeren in Thüringen

+
SPD-Parteichef Georg Maier, BSW-Fraktionschefin Katja Wolf, und BSW-Fraktionschefin Mario Voigt wollen gemeinsam in Thüringen regieren (Archivbild).
  • schließen

Wenn SPD, BSW und CDU gemeinsam in Thüringen regieren wollen zeigt das immerhin, dass Bündnisse jenseits einer rechtsextremen AfD in schwierigen Konstellationen möglich sind. Der Kommentar.

In Deutschland könnte es demnächst eine Koalition geben, die es noch nie gab: die „Brombeere“ in Thüringen. Das schmeckt bitter, ist aber unter den gegebenen Umständen trotzdem eine gute Botschaft.

Es ist zu bedauern, dass mit dem „Bündnis Sahra Wagenknecht“ das Ego-Projekt einer Populistin erfolgreich war, deren außenpolitischer Kurs dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gefallen dürfte. Doch das Regierungsvorhaben für Thüringen zeigt immerhin, dass Bündnisse jenseits einer rechtsextremen AfD in schwierigen Konstellationen möglich sind.

Weiterlesen

Studie: AfD hat in Sozialen Netzwerken noch Potential

Dabei muss die Dreierkonstellation in Erfurt sich für ihre Politik stets Unterstützung im Landtag suchen. Denn über eine Mehrheit verfügt das Bündnis nicht.

Letztlich kommt es auf die Inhalte an. Das BSW hat es geschafft, sein Wahlkampf-Thema Frieden in den Koalitionsvertrag hineinzuverhandeln. Für Wagenknecht dürfte das entscheidend sein, auch wenn es mit Landespolitik wenig zu tun hat. Erst wenn die genauen Formulierungen bekannt sind, wird sich beurteilen lassen, ob diese „Brombeere“ appetitlich ist. Bericht S. 4

Kommentare