Wahl in Berlin

Bürgermeisterwahl: AfD verrät Anzahl von AfD-Stimmen nicht

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Kai Wegner, der neue Berliner Bürgermeister

Nach der Wahl zum neuen Bürgermeister macht die AfD keine konkreten Angaben, wie viele AfD-Abgeordnete für ihn gestimmt haben.

Berlin - «Gehen Sie mal von der Hälfte aus», sagte die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. In der fraktionsinternen Beratung vor dem dritten Wahlgang hätten einige AfD-Abgeordnete klargemacht, dass sie Wegner nicht wählen wollten. Die konkrete Zahl der Ja- und Nein-Stimmen aus Reihen der AfD sei aber unklar, sagte Brinker mit Verweis auf den geheimen Verlauf der Wahl. In einer Pressemitteilung hatte die Fraktion zuvor mitgeteilt: «Die AfD-Fraktion hat vor dem dritten Wahlgang beschlossen, Kai Wegner zur erforderlichen Mehrheit zu verhelfen.» Die AfD ist mit 17 Parlamentariern im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten.

Wegner wurde im dritten Wahlgang zum neuen Regierenden Bürgermeister gewählt. Er erhielt in der geheimen Abstimmung 86 Ja-Stimmen, genau so viele, wie die Koalitionspartner CDU und SPD Abgeordnete haben. In den ersten beiden Wahlgängen hatte der 50-Jährige deutlich weniger Stimmen bekommen, zunächst 71, dann 79. (dpa)

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