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Letztes TV-Duell vor der Wahl: Merz muss bei Scholz-Spruch zu Finanzen lachen – „Karneval“

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Scholz und Merz messen sich im TV-Duell. Das letzte Aufeinandertreffen vor der Bundestagswahl in dieser Konstellation verspricht Brisanz und klare Positionen.

Update 22.16 Uhr: Scholz oder Merz? Wer konnte die Zuschauer im TV-Duell am Mittwoch mehr von sich überzeugen? Erste Hinweise darauf gibt eine Blitz-Umfrage von Welt und Bild, die einen klaren Sieger zeigt. „Wer hat sich beim TV-Duell besser geschlagen?“, lautete die Frage mit Blick auf das Duell. 53 Prozent der Befragten sehen Merz vorne, nur 27 Prozent den Bundeskanzler. 19 Prozent hatten keinen klaren Favoriten.

Update 21.15 Uhr: Versöhnliche Worte zum Schluss. Scholz gibt an, bei Hobby-Pilot Merz ins Flugzeug steigen zu würden und der CDU-Chef sagt seinerseits wiederum, er würde sich zum Bundeskanzler und passionierten Ruderer ins Boot gesellen. Damit endet der TV-Schlagabtausch.

Merz fordert im TV-Duell „Vertrauensvorschuss“ und erteilt AfD erneut Absage

Update 21.14 Uhr: Beim Thema Koalitionen stellt Merz noch einmal klar: „Es wird keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“. Weiter wirbt der CDU-Chef für einen „Vertrauensvorschuss“ für die Union, um eine starke Regierung aus zwei Parteien zu führen.

Zum Ende der Debatte kommt es noch zu einer kuriosen Situation. Scholz fordert Merz dazu auf, klarzustellen, dass er sich von der AfD nicht zum Kanzler wählen lassen werde. Merz kündigt erneut an, dass es keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben werde, vermeidet jedoch trotz mehrfacher Aufforderung von Scholz die Formulierung „Ich werde mich von der AfD nicht zum Kanzler wählen lassen.“

„Wir lassen uns von der AfD nicht mit einer Minderheitsregierung akzeptieren, wir lassen uns nicht wählen“, betont Merz. Er strebe eine stabile Mehrheit im Parlament an und die werde es nicht mit der AfD geben, führt der CDU-Chef weiter aus.

TV-Duell zwischen Merz und Scholz: CDU-Chef fordert Migrations- und Wirtschaftswende

Update 21.07 Uhr: Beim Kampf gegen islamistischen Gefährdern spricht sich Merz für eine lückenlosere Überwachung aus und kritisiert den in Teilen übertriebenen Datenschutz in Deutschland. Ein Punkt, in dem der CDU-Chef Zustimmung vom Kanzler erhält.

Moderatorin Horn will von Merz wissen, ob er seinen Fünf-Punkte-Plan beim Thema Migration als Voraussetzung für einen gemeinsamen Koalitionsvertrag ansieht. Merz holt bei seiner Antwort weit aus und stellt am Ende klar: „Ich werde nur einen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Migrationswende und die Wirtschaftswende enthalten sind“.

Update 21.05 Uhr: Scholz spricht sich ebenfalls dafür aus, aus der Haft heraus Straftäter in ihrer Herkunftsländer abzuschieben. „Da geht es um Straftäter, die sollen in diesen Abschiebeflügen sitzen. Das ist mein Wunsch“, sagt Scholz.

Update, 21.04 Uhr: Magdeburg und Aschaffenburg haben bei ihm zu einer Meinungsänderung geführt, sagt Merz und spricht sich für eine konsequente Abschiebehaft aus. „Wir haben in Deutschland ungefähr 500 amtlich bekannte Gefährder und kein Instrument gegen sie in der Hand“, führt Merz weiter aus – „Die laufen da draußen frei rum“. Eine generelle Abschiebehaft für Geduldete lehnt der CDU-Chef aber ab.

Mit Blick auf Abschiebungen nach Afghanistan sagt Merz weiter: „Wir holen noch Leute aus Afghanistan. Wir sind das einzige Land in Europa, das immer noch Ortskräfte aus Afghanistan holt nach Deutschland. Sind wir denn wahnsinnig geworden?“ Während andere Länder nach Afghanistan abschieben würden, hole Deutschland weitere Leute ins Land.

Friedrich Merz und Olaf Scholz im TV-Duell zur Bundestagswahl bei Bild und Welt.

TV-Duell zwischen Scholz und Merz – Merz will Migrationswende wie in Dänemark

Update, 20.50 Uhr: Die Debatte kommt zum Thema innere Sicherheit. Merz räumt wie schon zuvor in diesem Wahlkampf Fehler seiner Partei in den Merkel-Jahren ein, spricht aber auch von deinem Dissens zwischen der Union und den anderen Parteien der Mitte beim Thema Migration. Der CDU-Chef verweist auf die Migrationspolitik in Dänemark, die den dortigen Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln genommen hätte. Dem Bundeskanzler wirft er vor, seine Versprechen von „konsequenteren Abschiebungen“ gebrochen zu haben.

„Wir müssen mit den Rückführungen und den Abschiebungen weiter vorankommen“, fordert Scholz und spricht sich für eine bessere Zusammenarbeit der Ausländerbehörden in Deutschland aus.

Letztes TV-Duell vor der Wahl: Merz muss bei Scholz-Spruch zu Finanzen lachen – „Karneval“

Update, 20.45 Uhr: Beim Thema Steuern wirft Scholz dem CDU-Chef vor, vor allem Spitzenverdiener steuerlich entlasten zu wollen. Merz wehrt sich. Die Entlastung von Unternehmen sei wichtig, um die Wirtschaft in Deutschland wieder anzukurbeln. „Wir müssen wieder wachsen“, fordert Merz.

Scholz bekräftigt, dass die SPD das günstigste Programm aller Parteien geschrieben habe, „weil sie mit Geld umgehen kann“. Ein Kommentar, der das Moderatoren-Duo, aber vor allem Merz zum Lachen bringt. „Morgen fängt der Karneval im Rheinland an“, erwidert Merz lachend. Da könnten Scholz diesen Kalauer erneut auspacken.

Friedrich Merz musste beim TV-Duell von Bild und Welt über einen Finanz-Spruch von Olaf Scholz lachen.

Merz verspricht im TV-Duell: „In meiner Amtszeit wird hier nichts mehr stillgelegt“.

Update 20.38 Uhr: Weiter geht es mit den gestiegenen Lebensmittelpreisen. Merz macht die gescheiterte Energiepolitik der Ampel-Koalition für die Preise verantwortlich und verspricht mit Blick auf die Energieversorgung „In meiner Amtszeit wird hier nichts mehr stillgelegt“.

Scholz spricht sich für eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel aus und verspricht der deutschen Wirtschaft bessere Rahmenbedingungen für die Produktion. Man müsse dafür sorgen, dass die Energiepreise weiter runtergehen.

Moderatorin Horn will vom Kanzler wissen, wann er das letzte Mal selbst einkaufen war. „Dezember 2024“, antwortet Scholz. Auch Merz gibt an, dass er in diesem Jahr noch nicht selbst einkaufen war. Wenn der CDU-Chef für seine Berliner Wohnung einkaufe gehe, zahle er jedoch immer mit dem Handy, gibt Merz an.

Update 20.32 Uhr: Jetzt zum Thema Bürgergeld. In einem Einspieler werden die beiden Kandidaten mit einem 58-jährigen Bürgergeldempfänger konfrontiert, der angibt sich keinen neuen Job suchen zu wohlen und sich mit dem System arrangiert zu haben. Scholz findet klare Worte zu dem Thema. „Das ist nicht akzeptabel, das ist kein bedingungsloses Grundeinkommen“, stellt Scholz klar und verspricht härte Sanktionen für sogenannte Totalverweigerer. Ein Verhalten wie von dem Bürgergeldempfänger in dem Einspieler „darf nicht so sein“, sagt der Kanzler.

Auch Merz zeigt sich entsetzt. „Es werden überall Jobs angeboten, die nicht besetzt werden können“, sagt Merz. Ein solches Verhalten könne man nicht akzeptieren, führt Merz weiter aus und setzt sich auch für eine Namensänderung in „neue Grundsicherung“ ein.

Update 20.27 Uhr: Scholz greift Merz mit der gemeinsamen Abstimmung mit der AfD an und inszeniert sich und die SPD als Gegengewicht gegen extreme Kräfte. Merz wehrt sich und gibt der Ampel die Schuld für die guten Umfrageergebnisse der AfD, betont jedoch erneut, dass er mit den Rechtspopulisten nicht zusammenarbeiten wolle.

Eine klare Abgrenzung gibt es auch von Scholz und zwar in Richtung BSW und Linke. Eine Zusammenarbeit mit den Parteien könne er sich alleine wegen deren Ukraine-Position nicht vorstellen.

Update 20.25 Uhr: Nun zum Politischen. Merz gibt sich siegessicher: „Herr Bundeskanzler, da wird jetzt kein Wunder mehr passieren über die nächsten vier Tage. Ihre Kanzlerschaft dürfte beendet sein“, so der CDU-Chef. Scholz kontert, er setzte sich nicht für ein Wunder, sondern für eine demokratische Wahl ein. Ein starkes Mandat für die Union gebe die Möglichkeit für einen Politikwechsel, wirbt Merz unbeirrt.

Update 20.23 Uhr: Es bleibt weiter persönlich und geht um das Thema Schicksalsschläge. Scholz betont, dass er ein glückliches Leben ohne große Schicksalsschläge geführt habe. Merz spricht über seine Familie. Seine Schwester sei jung bei einem Autounfall ums Leben gekommen, einer seiner Brüder in seinen Vierzigern an den Folgen von MS gestorben.

Letztes TV-Duell läuft: Merz und Scholz bei Frage nach Stimmung im Land weit auseinander

Update 20.15 Uhr: Auf die Frage, was ihn in der Nacht wach hält, nennt Scholz neben dem Wahlkampf-Stress auch den Krieg in der Ukraine und die jüngsten Anschläge in Deutschland. Merz nennt ebenfalls den Ukraine-Krieg, betont jedoch, dass er in der Regel gut schlafe. Auf die Frage, was den beiden Kandidaten am jeweils anderen gut gefällt, erwidern beide schnippisch: „Dass er jeden Satz mit Ich beginnt“. Aber auch die sportlichen Fähigkeiten werden gelobt. Merz lobt die Ruderfähigkeiten von Scholz. Der Kanzler bezeichnet Merz als guten Fahrradfahrer.

Update 20.15 Uhr: Scholz und Merz stehen im Studio von Welt TV bereit. Das letzte TV-Duell vor der Bundestagswahl kann beginnen. Es geht los mit einer persönlichen Frage über die Gemütslage von Deutschland. Für Scholz ist die Bundesrepublik ein „freundliches Land“, Merz spricht hingegen von „gespannter Aufmerksamkeit“.

Update 20.10 Uhr: In fünf Minuten geht das TV–Duell los.

Update 20.01 Uhr: Bei der Ankunft zum TV-Duell seien Merz und Scholz „konzentriert-freundlich“ gewesen, wie bild.de berichtet. Ruhigen Stimmung, obwohl bei dem Duell noch einige unentschlossene Wähler gewonnen werden könnte. Gerade für Friedrich Merz, den in Umfragen deutlich vorne liegt, gilt mehr denn je der Grundsatz: Bloß keine Fehler machen.

Letztes TV-Duell zwischen Scholz und Merz – Countdown zum Wahlkampffinale

Update 19.45 Uhr: Auch wenn das TV-Duell bei Welt TV – das in knapp einer halben Stunde beginnt – das letzte Aufeinandertreffen von Scholz und Merz in einem Schlagabtausch vor der Wahl darstellt, sind noch weitere Formate geplant. So unter anderem die „Schlussrunde“ am Donnerstag, für diese schicken die beiden Spitzenkandidaten aber ihre Generalsekretäre vor.

Update 19.10 Uhr: Wenn Merz und Scholz in knapp einer Stunde ein drittes und letztes Mal im Rahmen eines TV-Duells vor der Bundestagswahl aufeinandertreffen, dürfte auch der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt stehen. Hier könnten die neuen diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und der USA eine neue Ära einleiten. Die neue Rolle für Europa bei der Sicherheitspolitik dürfte dabei auch Thema im TV-Duell bei Welt TV sein.

Update 17.33 Uhr: In knapp drei Stunden beginnt der finale Schlagabtausch zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz vor der Bundestagswahl 2025. Ab 20.15 Uhr stehen sich die beiden Spitzenkandidaten im Studio von Welt TV gegenüber. Die Fragen an diesem Abend stellen Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard und Bild-Chefin Marion Horn.

Finales TV-Duell zwischen Scholz und Merz – Countdown zur Bundestagswahl läuft

Update 16.31 Uhr: Der TV-Duell-Marathon vor der Bundestagswahl 2025 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Heute Abend treffen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und CDU-Chef Friedrich Merz ein letztes Mal im direkten Schlagabtausch aufeinander. Im TV-Duell von Welt TV und Bild haben die beiden Spitzenkandidaten ein letztes Mal die Chancen, Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen.

Erstmeldung vom 19. Februar: Berlin – Im Endspurt des Wahlkampfs treffen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) erneut in einem TV-Duell aufeinander. Nach einem ersten Aufeinandertreffen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen folgt am Mittwoch ein weiteres Duell, das auf dem Nachrichtensender Welt TV und bei Bild ausgestrahlt wird.

Der Axel-Springer-TV-Sender hat für dieses Duell eine Stunde zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr reserviert. Die Aufzeichnung erfolgt am Nachmittag, wird jedoch unverändert am Abend gezeigt.

Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde diskutiert, ob TV-Duelle zwischen SPD und Union angesichts der Umfragewerte das geeignete Format sind. Die AfD liegt in den Umfragen auf dem zweiten Platz, während die Grünen der SPD dicht auf den Fersen sind. RTL hatte ursprünglich ein Duell zwischen Scholz und Merz geplant, entschied sich jedoch für eine Viererrunde, an der auch Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) teilnahmen.

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

Die Moderation des TV-Duells übernehmen Bild-Chefredakteurin Marion Horn und Jan Philipp Burgard, Chefredakteur der Welt-Gruppe. Auf die Frage nach der Entscheidung für ein TV-Duell erklärte Horn der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass der Fokus auf den entscheidenden Kandidaten liege: „Denn einer von beiden wird Kanzler. Es ist ein Kanzler-Duell.“ Burgard fügte hinzu: „Es hat eine besondere Spannung, vier Tage vor der Wahl dieses große Finale zu haben, dieses letzte direkte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Kontrahenten.“

Wer moderiert das TV-Duell zwischen Merz und Scholz vor der Bundestagswahl?

Burgard betonte zudem: „Die Quoten der bisherigen TV-Formate zeigen, wie immens groß das Interesse ist. Mich freut besonders zu sehen, wie viele junge Zuschauerinnen und Zuschauer sich im Fernsehen informieren. Ich denke, wir können mit unserem TV-Duell einen Beitrag zur politischen Meinungsbildung leisten.“ Horn ergänzte: „Wenn die Zuschauer klarer wüssten, wofür die beiden stehen, wenn sie hinterher schlauer sind als vorher und wir sie nicht gelangweilt haben, dann haben wir einen guten Job gemacht.“

TV-Duell bei Welt und Bild
KandidatenOlaf Scholz (SPD), Friedrich Merz (CDU)
Wann beginnt das Duell?Mittwoch (19. Februar) um 20.15 Uhr
Wo kann ich das Event verfolgen?Bei uns im Live-Ticker oder im Welt TV YouTube-Stream
Wer moderiert das TV-Duell?Marion Horn und Jan Philipp Burgard
Wie lange wird das Duell dauern? ca. eine Stunde

Marion Horn, seit Frühjahr 2023 Chefredakteurin von Bild, ist seit Jahrzehnten mit Unterbrechungen für den Axel-Springer-Konzern tätig. In den letzten Monaten führte sie mehrfach Interviews mit Spitzenpolitikern, darunter ein Gespräch mit Grünen-Kandidat Robert Habeck an ihrem Küchentisch. Die Grünen setzten im Wahlkampf auf solche Küchentisch-Gespräche mit Bürgern.

Im Vorfeld des TV-Duells erklärte Horn der dpa: „Wir wollen vor allem möglichst konkret fragen und möglichst in die Zukunft gewandt. Wir wollen keine Vergangenheitsbewältigung der Ampel-Koalition betreiben. Wir wollen versuchen herauszukitzeln, welche Konzepte ganz konkret die beiden für die Zukunft haben. Und wir wollen auch ein bisschen was Persönliches erfahren.“

Olaf Scholz wird noch einmal auf Friedrich Merz im TV treffen. Der letzte Zweikampf steht kurz vor der Bundestagswahl an.

Jan Philipp Burgard, seit kurzem Chefredakteur der gesamten Welt-Gruppe bei Axel Springer, bleibt auch Chefredakteur des Bereichs Welt TV. Er kam von der öffentlich-rechtlichen ARD zu Springer und hat Erfahrung in der Moderation von politischen Rededuellen. Im letzten Jahr moderierte er ein Duell zwischen dem damaligen Thüringer CDU-Chef Mario Voigt und dem AfD-Politiker Björn Höcke.

Vor dem TV-Duell äußerte sich Burgard zur dpa: „Wir wollen die Welt zeigen, wie sie ist – und nicht, wie wir sie gerne hätten.“ Migration und Wirtschaft seien Themen, die viele Wähler beschäftigten. „In diesem Sinne bemühen wir uns, sehr stark die Perspektive der normalen Leute einzunehmen. Ich frage lieber meine Schulfreunde vom Land, welche Themen sie gerade umtreiben, anstatt mich in der Berliner Hauptstadtblase umzutun oder bei X. Dieser Ansatz wird auch in unserem TV-Duell zu spüren sein.“

Nach dem Duell zwischen Merz und Scholz wird am Donnerstag eine große Schlussrunde von ARD und ZDF mit allen Spitzenkandidaten stattfinden. (sischr mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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