Wegen Ukraine-Krieg

Bundeswehr stockt auf: Weiteres Führungskommando für Deutschland geplant

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Die Bundeswehr soll ein weiteres Führungskommando bekommen. Das hat Christine Lambrecht (SPD) angekündigt. Dies sei wegen des Ukraine-Kriegs notwendig.

Berlin – Der Ukraine-Krieg verschiebt Grenzen – zwar nach dem Willen von Wladimir Putin territoriale, aber auch gedankliche. Während die vergangenen Jahrzehnten der öffentliche Diskurs davon geprägt war, die hochgerüsteten Zeiten des Kalten Kriegs hinter sich zu lassen, kommen der Nato und der Aufrüstung derzeit eine große Aufmerksamkeit zu. In Deutschland hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Debatte abgestoßen, indem er ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr ankündigte. Nun legt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) nach und richtet zum 1. Oktober ein territoriales Führungskommando der Bundeswehr ein.

Aufrüstung bei der Bundeswehr: Deutschland bekommt zweites Führungskommando

Wie das Verteidigungsministerium am Montag, dem 13. Juni, mitteilte, habe die russische Invasion die Notwendigkeit unterstrichen, die Führungsorganisation der Streitkräfte verstärkt auf die Anforderungen der Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten. Diese Unterrichtung war an die Obleute im Bundestag gegangen. Russlands Präsident Wladimir Putin, dem unter anderem nachgesagt wird, dass er seine Exkremente aus dem Ausland in den Kreml überführen ließ, führt seit Ende Februar Krieg in der Ukraine. Derweil wächst die Angst vor einem Atomkrieg durch den Ukraine-Krieg.

Ein Soldat tritt auf dem Übungsplatz vor.

Immer wieder war es auch zu Drohungen gegenüber anderen Nationen gekommen. Jüngst hatte Polens Regierungschef Mateusz Marawiecki erklärt: „Sollte Russland jemals daran denken, Polen anzugreifen, muss Russland, muss der Kreml wissen, dass es in Polen 40 Millionen Polen gibt, die bereit sind, sich der Waffe in der Hand zu erheben, um ihr Heimatland zu verteidigen“. Die Gefahr, dass sich der Ukraine-Krieg weiter ausbreitet, scheint weiter real und veranlasst jetzt auch das deutsche Verteidigungsministerium, auf die gegenwärtige Gefahr zu reagieren.

Wegen Ukraine-Krieg: Neues Führungskommando der Bundeswehr soll ab April 2023 einsatzbereit sein

Ab kommenden April soll das neue Führungskommando der Bundeswehr einsatzbereit sein. Es wird wesentliche Aufgabe bei der Führung der Streitkräfte in Deutschland übernehmen, während das Einsatzführungskommando in Schwielowsee bei Potsdam die Auslandseinsätze führt. Leiter des Aufbaustabes und erster Befehlshaber soll nach dpa-Informationen Generalmajor Carsten Breuer werden. Dieser leitete zuletzt unter anderem den Corona-Krisenstab im Kanzleramt. Der neue Befehlshaber des Kommandos wird künftig auch Nationaler Territorialer Befehlshaber sein.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

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