VonFelix Busjaegerschließen
Dänemarks Ministerpräsidentin Frederiksen ist Opfer eines Angriffs auf offener Straße geworden. Sie war im Krankenhaus und sagte mehrere Auftritte ab.
Update vom 8. Juni, 11.45 Uhr: Mette Frederiksen ist nach dem Angriff auf offener Straße im Krankenhaus untersucht worden. „Der Schlag hat ein leichtes Schleudertrauma verursacht“, gab das Büro der dänischen Regierungschefin mit. Sie sei ansonsten in guter Verfassung, aber durch den Vorfall erschüttert. Frederiksens Teilnahme an mehreren Veranstaltungen am Samstag wurde abgesagt.
Die Ministerpräsidentin war am Freitag in Kopenhagen von einem Mann körperlich angegangen worden. Die Polizei nahm den 39-Jährigen fest, der nun vor Gericht erscheinen soll. Hintergründe der Tat sind unklar.
„Feiger Akt“: Dänemark-MP Frederiksen auf offener Straße angegriffen – Welle der Empörung
Update vom 8. Juni, 6.50 Uhr: Die Attacke auf die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen löste eine Welle der Empörung und Solidarität unter Politikern sowohl der Regierung als auch der Opposition aus. Troels Lund Poulsen, der konservative Verteidigungsminister Dänemarks, äußerte sich auf X mit den Worten: „Welch ein Schock. So ist Dänemark nicht. Wir überfallen unsere Ministerpräsidentin nicht.“
Die internationale Gemeinschaft reagierte ebenfalls. Roberta Metsola, die Präsidentin des Europäischen Parlaments, betonte auf X: „Gewalt hat keinen Platz in der Politik“. Charles Michel, der Präsident des Europäischen Rates, bezeichnete den Angriff als einen „feigen Akt der Aggression“.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, schrieb: „Ich verurteile diese verachtenswerte Tat, die allem widerspricht, woran wir in Europa glauben und wofür wir kämpfen. Ich wünsche Dir Kraft und Mut – ich weiß, dass Du von beidem reichlich hast.“
Schock in Dänemark: Mette Frederiksen in Kopenhagen angegriffen
Kopenhagen – In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurde Mette Frederiksen, die Ministerpräsidentin des Landes, offenbar von einem Mann attackiert. Dies wurde von der Nachrichtenagentur Ritzau und der dänischen Zeitung Ekstra Bladte berichtet. Eine Bestätigung des Angriffs erfolgte durch das Büro der Ministerpräsidentin. Ein mutmaßlicher Täter wurde inzwischen festgenommen. Ob und in welchem Ausmaß Frederiksen durch den Angriff verletzt wurde, ist bislang unklar.
Die Polizei bestätigte zunächst lediglich einen Vorfall im Zusammenhang mit der Regierungschefin, ohne Einzelheiten zu nennen. Ein Mensch sei festgenommen worden, der Vorfall werde untersucht. Weitere Angaben würden vorerst nicht gemacht, erklärte die Polizei im Onlinedienst X.
Dänemarks Ministerpräsidentin angriffen: Frederiksen war in Kopenhagen unterwegs
Der Angriff auf Frederiksen fand in der Nähe ihres Wohnortes auf einem Marktplatz statt, berichtete die Zeitung. Die 46-jährige Politikerin hat im Vorfeld der Europawahl mehrfach gemeinsam mit der Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten für die EU, Christel Schaldemose, Wahlkampf betrieben. Schaldemose stellte jedoch klar, dass Frederiksens Besuch auf dem Markt in keiner Verbindung mit ihrer EU-Wahlkampagne 2024 stand, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete.
Der Umweltminister Magnus Heunicke äußerte sich auf X zu dem Angriff auf Frederiksen. Er schrieb: „Mette ist natürlich schockiert über den Angriff. Ich muss sagen, dass es uns alle erschüttert“. Weiterhin betonte er: „So etwas darf in unserem schönen, sicheren und freien Land nicht passieren. Wir alle haben die Verantwortung, füreinander und für die Werte zu sorgen, auf denen unser Land aufbaut.“
Angriff auf Mette Frederiksen: Ministerpräsidentin Dänemarks seit 2019 im Amt
Seit Juni 2019 ist Mette Frederiksen im Amt als Ministerpräsidentin Dänemarks. Ekstra Bladte berichtete über den Angriff auf die Politikerin und gab an, dass es ihr unter „den gegebenen Umständen“ gut gehe. Zahlreiche Politiker des Landes reagierten prompt auf den Angriff auf die Ministerpräsidentin und verurteilten diesen als Angriff auf die demokratischen Werte des Landes.
EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte den „feigen Akt der Aggression“ in einer Erklärung auf X. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sprach von einem „empörenden“ Angriff und betonte, Gewalt habe keinen Platz in der Politik. (fbu)
