Die Nato hat Dänemark darum gebeten, ein Kampfbataillon mit rund 800 Soldaten nach Lettland zu schicken.
Kopenhagen/Rom - Das teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau am Donnerstag während eines Besuchs in Lettland mit. Der Antrag des westlichen Militärbündnisses war erwartet worden. Dänemark hatte sich am Dienstag auch schon bereit erklärt, das Bataillon zu entsenden. Das Parlament in Kopenhagen muss die Entsendung noch absegnen. Dies gilt als Formsache. Das Verteidigungsministerium rechnet damit, dass das Bataillon im Mai startklar sein wird. Es wird demnach einer lettischen Brigade unterstellt. Derzeit ist es noch im dänischen Slagelse.
Draghi: China ist „Hauptakteur“ für Annäherung von Ukraine und Russland
Im Ringen um einen Frieden in der Ukraine traut Italiens Ministerpräsident Mario Draghi China eine entscheidende Rolle zu. Vor einem Online-Gipfel zwischen der EU und China an diesem Freitag gab sich der Regierungschef am Donnerstag in Rom optimistisch. «China könnte einer der Hauptakteure werden, wenn es darum geht, beide Seiten anzunähern.» Die Chinesen sind Verbündete Russlands und haben den Angriff Moskaus auf die Ukraine bislang nicht verurteilt. Im Gegenteil: Peking kritisierte zuletzt immer wieder den Westen, etwa wegen der Osterweiterung der Nato.
Auch Italien selbst will bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung und im Anschluss bei der Wahrung eines Friedens helfen. Draghi sprach diesbezüglich von einem «positiven Aspekt» für sein Land, dass es in den Verhandlungen sowohl von Russen wie auch Ukrainern als ein möglicher «Garant» für die Zeit nach dem Krieg gesehen werde. (dpa)