Beratungen in Frankreich

Ukraine-Unterstützer in Paris: Koalition der Hilflosen

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In Frankreich diskutieren die Europäer über das weitere Vorgehen im Ukraine-Krieg. Doch die „Koalition der Willigen“ kann nicht die Antwort sein. Der Kommentar.

So begrüßenswert es ist, dass Emmanuel Macron die nach Joe Biden frei gewordene Führungsrolle bei der Ukraine-Hilfe übernimmt: Seine „Koalition der Willigen“ ist auch ein Bündnis der Hilflosen. Ohne die US-Geheimdienstinformationen, ohne Elon Musks Satelliten wird die ukrainische Verteidigung weitgehend erblinden. Das ist nicht nur militärisch ein Riesen-Problem – es macht vor allem ukrainische Zivilisten zu Opfern, denn sie können dann nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden, um Schutz zu suchen.

Trump muss begreifen, dass Putin ihn nur verlacht

Merkur-Redakteur Klaus Rimpel

Europäer in der Ukraine? Das Risiko wäre riesig

Das heißt: Irgendwie muss Trump im Boot gehalten werden, denn die Europäer sind noch nicht in der Lage, entsprechende Satelliten-Aufklärung zu liefern. Vor diesem Hintergrund ist es brandgefährlich, dass schon jetzt französische und britische Soldaten in die Ukraine entsandt werden sollen. Es ist offensichtlich, welche Eskalations-Gefahr damit verbunden wäre, wenn EU-Soldaten durch russische Raketen getötet würden.

Frankreich und Großbritannien treiben eine mögliche Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine voran.

Selenskyj fleht, dass die USA wenigstens in der Mitte und nicht auf Kreml-Seite stehen sollten. Angesichts der Lobeshymnen von Trumps Sondergesandten Steve Witkoff auf Putin ist das durchaus offen. Billige Schmeicheleien wie Putins Gebet für Trump lassen die US-Verhandler blind werden für dessen durchsichtiges Spiel: Jede der bisherigen „Waffenruhe“-Ideen diente allein Putins strategischen Interessen. Trump muss begreifen, dass der Kreml ihn in Wahrheit nur verlacht. Denn so willig Macrons Koalition sein mag: Gegen einen Trump-Putin-Pakt wäre sie chancenlos.

Rubriklistenbild: © Ludovic Marin/POOL AFP/AP/dpa

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