VonPeter Rutkowskischließen
Weder Kemi Badenoch noch Robert Jenrick haben als Nachfolger von Rishi Sunak an der Tory-Spitze eine politische Zukunft und damit auch die konservative Partei nicht. Ein Kommentar.
Es ist ganz einfach: Eine funktionstüchtige Demokratie gibt es nur mit einem Spektrum an politischen Überzeugungen. Oder kurz: keine Linke ohne Rechte. Je stärker das Zentrum ist, desto belangloser werden die Fliehkräfte an den Rändern.
In Großbritannien versucht Labour, das Zentrum allein zu besetzen – auf Kosten notwendiger linker Politik. Die Konservativen haben über die Finanzkrisen- und Brexit-Jahre ihre Position im Zentrum ohne Not verlassen, damit irrlichternde Wesen wie Boris Johnson reüssieren konnten. Der Weg zur Macht zurück für die Tories kann und darf nur der zurück ins Zentrum sein.
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Aber das wird nicht geschehen. Am Wochenende entscheidet die Partei über ihre neue Spitze. Zur Auswahl: Robert Jenrick, ein rückgratloser Wendehals, der die krasse rechtsradikale Rhetorik der Brexiteers weichzuspülen versucht.
Und Kemi Badenoch, deren Kulturkampf-Fieberträume das chauvinistische Zerrbild aus dem 19. Jahrhundert von der stets hysterischen Frau wohl wiederbeleben sollen. Jenrick wie Badenoch haben keine Zukunft. Und also auch nicht die Konservativen.
