Medienrummel am Gipfelort

Gipfel in Alaska: Trump und Putin treffen sich heute am „sichersten Ort der Welt“

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Das Treffen von Putin und Trump findet am Freitag in Alaska statt. Die Staatschefs kommen heute persönlich auf der Militärbasis in Anchorage zusammen.

Update von 15. August, 7.11 Uhr: Dass das Treffen von Donald Trump und Wladimir Putin heute auf einer Militärbasis stattfindet, erleichtert die Sicherheitsvorkehrungen in Alaska zum heutigen Gipfel. Denn auf das Gelände der Militärbasis Elmendorf-Richardson in Anchorage darf ohnehin kein Normalsterblicher.

Wer?US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin
Wann?Freitag, 15. August 2025, 21.00 Uhr deutscher Zeit
Wo?Alaska, Militärbasis Elmendorf-Richardson in Anchorage
Warum?Mögliche Waffenruhe oder Frieden im Ukraine-Krieg

In der Stadt Anchorage selbst, die rund 15 Minuten Autofahrt entfernt ist, befinden sich wenige Stunden vor dem Gipfel über 1000 Journalisten, heißt es. Die Hotels seien voll. Das Briefing der Journalisten findet wohl in einem Kongresszentrum in Anchorage statt, auf die Militärbasis gelangen sie nicht.

Die Besonderheit dieses Orts trug wohl auch dazu bei, dass Putin einem Treffen mit Trump recht spontan zugesagt hat und nicht vorher monatelange Sicherheitschecks durch russische Delegationen stattgefunden hatten. Einige Stunden lang sei Anchorage wohl „der sicherste Ort der Welt“, heißt es bei ntv.

US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin treffen sich am Freitag auf der Militärbasis in Anchorage, Alaska.

Ort für Alaska-Gipfel steht fest: Hier treffen sich Trump und Putin

Erstmeldung: Alaska – Es ist ein großer Schritt in den Verhandlungen um ein Ende im Ukraine-Krieg. US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin treffen sich, um über eine mögliche Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu sprechen. Noch hat Trump nicht verraten, wo genau das Treffen stattfinden soll. Eine Buchungsanfrage des US-Geheimdiensts könnte es verraten.

Ukraine-Krieg: Wann findet das Treffen zwischen Trump und Putin statt?

Im Juli hatte US-Präsident Trump Russland eine 50-tägige Deadline gesetzt. Sollte es bis dahin keinen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg geben, hatte Trump gedroht, US-Importzölle auf russische Produkte und Russlands Handelspartner in Höhe von 100 Prozent zu erheben. Ende Juli verkürzte Trump die Frist auf zehn Tage: Stichtag war Freitag, der 8. August.

Es gab Gespräche zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus. Das Ultimatum lief ab. Statt Sanktionen gab es dann aber die Ankündigung, dass es ein Treffen mit Putin auf US-Boden gibt. Trump hatte das auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social angekündigt. Das Treffen soll am Freitag, 15. August, stattfinden.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Verhandlungen für ein Ende im Ukraine-Krieg: Wo treffen sich Putin und Trump?

Als Ort für den Gipfel mit Putin hat Trump Alaska auserkoren. Wo genau in dem US-Bundesstaat das Treffen stattfinden wird, hat Trump zunächst nicht verraten. Jedoch will die New York Times Hinweise auf den möglichen Ort des Geschehens ergattert haben. Larry Disbrow, ein Makler in Anchorage, Alaska, und zugleich Honorarkonsul für Deutschland, soll kürzlich eine auffällige Anfrage erhalten haben. „Der US-Geheimdienst hat mich heute früh kontaktiert und gefragt, ob ich eines meiner Objekte zur Verfügung stellen könnte“, erzählte er der New York Times.

Kurz darauf kam dann die Bestätigung aus dem Weißen Haus: Donald Trump wird Wladimir Putin auf der Elmendorf Air Force Base der US-Luftwaffe nahe der Stadt Anchorage treffen. Das bestätigten Regierungsbeamte gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN. Die Militärbasis nördlich der größten Stadt Alaskas existiert seit 1940 und verfügt über mehrere Start- und Landebahnen, was die An- und Abreise Trumps und Putins erleichtern dürfte.

Hotelpreise in Achorage am Ort des Putin-Trump-Treffens stiegen sprunghaft an

Auch wenn zunächst nur der US-Bundesstaat Alaska, nicht die Stadt Anchorage von Trump angekündigt wurde, stiegen die Hotelpreise in der größten Stadt Alaskas teils sprunghaft, wie die aserbaidschanische Plattform Caliber berichtete. Demnach sollen sich Zimmerpreise innerhalb 24 Stunden nach der Ankündigung des Gipfels verdoppelt haben. Während Hoteliers von hoher Nachfrage durch Delegationen, Sicherheitskräfte und Medien profitieren dürften, warnt Forbes vor möglichen Einschränkungen im ohnehin stark frequentierten Alaskasommer.

Eine Bestätigung der Bürgermeisterin von Anchorage, Suzanne LaFrance, steht bislang noch aus. Sie habe bislang keine Hinweise darauf erhalten, dass die größte Stadt des Bundesstaates, den Gipfel ausrichten wird. Jedoch sei „die Aufnahme von Staatschefs für uns hier in Alaska nichts Ungewöhnliches“.

Anchorage war schon 2021 Schauplatz für hochrangige diplomatische Gespräche worden, als sich Vertreter der US-Regierung von Joe Biden, mit chinesischen Repräsentanten in einem Hotel getroffen haben. Die Stadt wurde ausgewählt, weil sie ungefähr den geografischen Mittelpunkt zwischen den jeweiligen Hauptstädten Washington und Peking darstellt.

Warum treffen sich Putin und Trump? Gespräche ohne ukrainischen Präsidenten Selenskyj

Seit dreieinhalb Jahren führt Russland einen Krieg gegen die Ukraine. Eine Waffenruhe oder gar ein Friedensabkommen waren zuletzt nicht absehbar. Am Freitag treffen sich US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin in Alaska, um über mögliche Friedensabkommen zu sprechen. Trump bezeichnet das Treffen als Versuch, einer Beendigung der Kampfhandlungen näherzukommen. In diesem Zusammenhang brachte er die Möglichkeit eines Gebietstausches zwischen der Ukraine und Russland ins Spiel, ohne jedoch konkrete Details zu nennen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird bei dem Treffen in Alaska nicht anwesend sein. Auf Wunsch Putins sei es erstmal nur ein bilaterales Treffen. Für die Zukunft stellte der US-Präsident ein Dreiertreffen mit Putin und Selenskyj in Aussicht. „Das nächste Treffen wird mit Selenskyj und Putin sein, oder mit Selenskyj, Putin und mir. Ich werde da sein, wenn sie es brauchen“, sagte Trump am Montag (11. August) vor Journalisten.

Die wichtigsten Informationen zum Treffen von Trump und Putin

Was ist vor dem Treffen von Putin und Trump zu erwarten?

Selenskyj hatte sich gegen Gebietsabtritte für ein Ende im Ukraine-Krieg ausgesprochen. Aus der Sorgen heraus, Trump und Putin könnten über die Köpfe der Ukraine und ihrer westlichen Verbündeten hinweg Entscheidungen treffen, welche die Ukraine zu Zugeständnissen zwingen, findet am Mittwoch ein virtuelles Gespräch auch mit Trump und Selenskyj statt. Zu dem Treffen lud Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag mitteilte.

Kornelius erklärte, geplant seien unterschiedlich zusammengesetzte Gesprächsrunden mit den Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Finnlands, Italiens, Polens und der Ukraine. Zudem sollen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa, Nato-Generalsekretär Mark Rutte sowie Trump-Vize JD Vance teilnehmen. (lw)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fatih Aktas

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