T-54 und T55

Putins letzte Reserve? Russland schickt Uralt-Panzer in den Ukraine-Krieg – und riskiert hohe Verluste

+
Russische T-54 und T-55 Panzer in Afghanistan (Symbolbild).
  • schließen

Der Kreml scheint sein gesamtes Panzerarsenal ausschöpfen zu müssen, um in der Ukraine seine Offensive zu fahren. Das beinhaltet wohl auch uralte Sowjetpanzer.

Moskau - Im Ukraine-Krieg haben mehrere Länder der Ukraine die Lieferung von modernen Kampfpanzern, wie dem Leopard 2 oder den Abrahams zugesagt. Gleichzeitig scheint Russland zunehmend weniger gepanzerte Fahrzeuge zu besitzen. Das berichtet der amerikanische Thinktank „Institute for the Study of War“ (ISW). Das Institut beruft sich dabei auf Berichte der georgischen Recherchegruppe „Conflict Intelligence Team“. Aus diesem Grund soll Russland nun zu T-54 und T-55 Panzern greifen. Dabei handelt es sich um Kampfpanzer aus der Nachkriegszeit, die sich noch in alten Lagern befinden. Die Produktion wurde bereits in den frühen 1980ern eingestellt.

Ukraine-Krieg: Russland riskiert mit alten Panzern höhere Opferzahlen

Den Informationen des ISW nach, werden bereits T-54 und T-55 transportiert, „vielleicht um in der Ukraine eingesetzt zu werden“. Gegenwärtig würden die großen Verluste von gepanzerten Fahrzeugen geplante Offensiven in der Ukraine erheblich erschweren. Die Sowjetpanzer besitzt Russland noch und es ist günstiger, sie zu reparieren, als es bei neueren Waffensystemen ist.

Der Einsatz von T-54 und T-55 Panzern birgt jedoch auch Gefahren für die russischen Streitkräfte: „Das russische Militär wird wahrscheinlich größere Opferzahlen haben, wenn sie diese älternen Panzer in der Ukraine einsetzt“, resümiert das ISW.

Ukraine-Krieg: Panzer aus der Sowjetära sollen Russland retten

Die alten Waffensysteme verfügen nicht über die gleiche Panzerung, wie modernere Kampfpanzer. Darüber hinaus sind sie nur mit einer kleineren Kanone ausgestattet. Die Effektivität gegen moderne gepanzerte Fahrzeuge und Stellungen, die der Ukraine zur Verfügung stehen, ist unklar. Zusätzlich verwenden die ukrainischen Truppen unterschiedliche Systeme, um Panzer außer Gefecht zu setzten. Alle sollten gegen die Sowjet-Panzer erfolgreich eingesetzt werden können.

Aus diesem Grund zweifeln die Experten des ISW an der Effektivität der T-54 und T-55 Panzern in der Ukraine. Sie seien einfacher zu verteidigen, als moderne Waffensysteme. Gleichzeitig müssten weiterhin Soldaten die Panzer bedienen. Der Einsatz der Panzer wird also voraussichtlich einen hohen Blutzoll fordern. (lp)

Kommentare