US-Wahl

Donald Trump über Zeit nach Attentat: Sohn Barron „liebt seinen Vater“

  • schließen

Donald Trump erzählt bei Fox News, wie seine Ehefrau Melania und sein jüngster Sohn Barron von den Schüssen auf ihn erfahren haben sollen. Das Attentat gilt als Schlüsselmoment vor US-Wahl.

Washington D.C. – Auch Wochen nach dem Attentatsversuch auf ihn im Juli spricht Ex-US-Präsident Donald Trump in ihm gewogenen US-Medien emotionalisierend darüber. Im Interview mit dem republikanischen Haus-und-Hof-Sender Fox News sprach er nun über die Reaktion seines jüngsten Sohnes Barron und seiner Ehefrau Melania Trump. Barron habe auf dem Tennisplatz von den Schüssen auf seinen Vater erfahren, behauptete Trump. Melania habe Kundgebung und die Schüsse im Fernsehen verfolgt. Das Attentat gilt als einer der Schlüsselmomente des US-Wahlkampfes zwischen Trump und US-Präsident Biden und Vizepräsident Kamala Harris.

Melania Trump war nach dem Attentatsversuch auf ihren Mann Donald zurück in die Öffentlichkeit gekehrt.

Barron Trump hat laut Vater Donald auf dem Tennisplatz von dem Attentat erfahren

Trump behauptete, der 18-jährige Barron sei vom Tennisplatz sofort zu seiner Mutter gerannt, als er von den Schüssen auf seinen Vater erfuhr und gefragt: „Was ist los?“ Die ehemalige First Lady habe da bereits live im Fernsehen gesehen, wie auf den Ex-Präsidenten geschossen wurde. Der Schütze, der von außerhalb des, von Trumps Personenschutz gesicherten, Sicherheitsringes aus geschossen hatte, verfehlte Trump mehrfach. Trump wurde am Ohr verletzt.

Barron Trump im Mai 2024 bei der Verabschiedung und Diplomverleihung der Oxford Academy in Florida.

Sohn Barron „liebt seinen Vater“ – Donald Trump glaubt, Melania „mag“ ihn

Barron Trump „liebt seinen Vater“, sagte der Ex-Präsident. Über die Reaktion der ehemaligen First Lady sagte Trump in einem früheren Gespräch mit dem Sender: Ihre Reaktion, dass sie nicht gewusst habe, was sie sagen solle, als er nach dem Attentat erstmals mit ihr sprach, sei ein „gutes Zeichen“, denn das bedeute, dass seine Ehefrau ihn „mag“. Ex-Berater Anthony Scaramucci behauptet hingegen, dass Melania Trump ihren Ehemann hasse und auf einen Harris-Sieg bei der US-Wahl hoffe. Melania Trump selbst stellte nach dem Attentat in einem auf X verbreiteten Statements seine „Leidenschaft“, „Einfallsreichtum“ und „Liebe zur Musik“ heraus.

Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident

US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden.
US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania.
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Kurze Zeit später fielen die Schüsse. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht.
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump.
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump. Im Hintergrund decken Secret-Service-Mitarbeiter den Ex-Präsidenten hinter dem Pult. © dpa/AP | Evan Vucci
Auf Videos ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert.
Auf Aufnahmen ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter.
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe.
Ein Bild, das wohl auch im US-Wahlkampf immer wieder auftauchen wird. Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe. © dpa/AP | Evan Vucci
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen.
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen. © dpa/AP | Evan Vucci
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne.
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust.
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust. Zuvor rief er noch „fight“ in das Pult-Mikrofon. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr.
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren.
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren. © dpa/AP | Evan Vucci
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben.
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump – das Chaos lässt auf die entstandene Panik deuten. © dpa/AP | Evan Vucci
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.  © dpa/AP | Evan Vucci

Hauptsächlich drehte sich das neuerliche Gespräch des Ex-Präsidenten Trump mit Fox News allerdings um sein Fotobuch „Save America“, das Anfang September erschien. Darin erzähle Trump seine Sicht auf das Attentat und führe aus, was er vor in einer zweiten Amtszeit politisch vorhabe, berichtete der US-Sender CBS. Unter anderem drohe er in dem Buch dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Trump wütete in der Vergangenheit immer wieder gegen die Regeln des von Zuckerberg geführten Social-Media-Konzerns Meta.

Glaubt Trump „jedes Recht“ auf Einmischung in die US-Wahl zu haben?

Ein Satz Trumps ließ in dem Gespräch besonders aufhorchen: Er habe „jedes Recht“ gehabt, sich in die Präsidentschaftswahl 2020 einzumischen, sagte er. Aktuell ist er wegen des Verdachts auf Einmischung in den Wahlprozess im US-Bundesstaat Georgia angeklagt. In US-Medien wurde daraufhin spekuliert, ob Trump live im Fernsehen gestanden hatte.

Seit der Kandidatur von Vizepräsidentin Kamala Harris für das Präsidentschaftsamt und dem Rückzug Joe Bidens aus dem Wahlkampf suchen Trumps Republikaner nach einer neuen Wahlkampfstrategie. Zuvor hatten sie US-Präsident Joe Biden, der noch im Juli an der Kandidatur im Herbst festhielt, scharf für dessen offensichtlichen, altersbedingten Aussetzer angegriffen. (kb)

Rubriklistenbild: © Carolyn Kaster/dpa

Kommentare