VonKathrin Reikowskischließen
Donald Trump hatte streng geheime Dokumente in seinem eigenen Anwesen gelagert, wie kürzlich bekannt wurde. Nachfolger Biden ist nicht amüsiert.
Washington (dpa) - US-Präsident Joe Biden musste einmal mehr zum Verhalten seines Vorgängers Donald Trump Stellung beziehen - und tat dies am Sonntag ziemlich deutlich. Die Lagerung diverser streng geheimer Dokumente im Anwesen seines Vorgängers Donald Trump im US-Bundesstaat Florida bezeichnete er in einem TV-Interview als „unverantwortlich“.
Er habe sich gefragt, welche Informationen in den Dokumenten enthalten seien, die Quellen kompromittieren könnten, sagte Biden. Er betonte aber, dass er nicht genau wisse, was in den beschlagnahmten Unterlagen stehe.
USA: Biden möchte sich nicht in Diskussionen über Maßnahmen des Justizministeriums einmischen
„Ich habe nicht nach den Einzelheiten dieser Dokumente gefragt, weil ich mich nicht in die Diskussion darüber einmischen möchte, ob das Justizministerium bestimmte Maßnahmen ergreifen sollte oder nicht“, sagte Biden.
Anfang August hatte die Bundespolizei FBI Trumps Villa in Florida durchsucht. Das FBI beschlagnahmte diverse Verschlusssachen, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Dieses Material hätte dem Gesetz nach eigentlich an das Nationalarchiv gegeben werden müssen.
USA: Trump könnte gegen Gesetz verstoßen haben - Wird Justizministerium Anklage erheben?
Da Trump nach seiner Amtszeit die Unterlagen in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen das Gesetz verstoßen haben. Dies wird nun untersucht. Die Frage ist, ob das Justizministerium Anklage gegen den Ex-Präsidenten erhebt.
Trump behauptet immer wieder, die Ermittlungen seien politisch motiviert und spricht von einer Hexenjagd. Zwischendurch gab es sogar Vermutungen, Trump könnte einige Dokumente in der Toilette hinuntergespült haben. (dpa/kat)
