Treue zu Maduro-Regime

Nach Trump-Angriff auf Venezuela: China scheint ratlos

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Trump rechtfertigt seinen Angriff auf Venezuela auch mit der China-Nähe des Maduro-Regimes. Peking will die Beziehungen zu Caracas trotzdem stärken. Eine Analyse.

Normalerweise berichtet Chinas Außenministerium über jede noch so kleine Aktivität seiner Diplomaten. Über die Teilnahme des chinesischen Botschafters an der Eröffnung eines Filmfestivals im Pazifikstaat Mikronesien etwa. Auch eine chinesische Kulturnacht in der maltesischen Kleinstadt Cospicua ist eine Meldung wert. China will demonstrieren, dass es weltweit Präsenz zeigt. Sucht man auf der Homepage des Ministeriums allerdings nach einem Hinweis auf ein Treffen des chinesischen Sondergesandten für Lateinamerika, Qiu Xiaoqi, mit Nicolás Maduro in Caracas, nur wenige Stunden vor dem US-Einsatz in Venezuela, findet man: nichts. Der letzte Eintrag zu Qiu datiert auf Ende November.

Nicolás Maduro (li.) und Xi Jinping im Mai 2025 in Moskau.

Dass sich Qiu so kurz vor der Festnahme Maduros vom venezolanischen Präsidenten erklären ließ, die Beziehungen zwischen China und Venezuela würden „die Zeit überdauern“, ist Peking offenbar unangenehm. Nicht so sehr, weil die chinesische Regierung auf einmal Berührungsängste mit dem angeschlagenen Regime in Caracas hätte. Sondern eher, weil das Treffen zeigt, dass der US-Angriff China völlig überrumpelte.

China verurteilt den Sturz Maduros – und sieht doch hilflos zu

Der Vorgang steht sinnbildlich für die Ratlosigkeit, die in diesen Tagen in Peking herrscht. Einerseits verurteilt China die Gefangennahme seines Verbündeten Maduro mit deutlichen Worten. Gleichzeitig aber muss Peking dem US-Einsatz einigermaßen hilflos aus der Ferne zusehen. Dabei hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping noch im November getönt, sein Land werde Venezuela dabei unterstützen, „seine Souveränität und nationale Sicherheit, die Würde der Nation und die soziale Stabilität zu wahren“.

„China ist zutiefst schockiert und verurteilt aufs Schärfste die unverhohlene Gewaltanwendung der USA gegen einen souveränen Staat und die gewaltsame Festnahme seines Präsidenten“, erklärte das Außenministerium nun. Und die Parteizeitung People‘s Daily schrieb in einem bissigen Kommentar, den USA gehe es in Venezuela lediglich darum, die Ölreserven des Landes zu „plündern“. Das Land verfügt über die größten weltweit nachgewiesenen Ölreserven – deren Gewinnung jetzt offenbar die USA kontrollieren wollen.

Von Maduro bis Milei: Die lange Liste der Populisten Lateinamerikas

Javier Milei (seit dem 10. Dezember 2023 Präsident Argentiniens) inszeniert sich als populistischer Revolutionär mit der Kettensäge als Symbol seiner radikalen Sparpolitik.
Javier Milei (seit dem 10. Dezember 2023 Präsident Argentiniens) inszeniert sich als populistischer Revolutionär mit der Kettensäge als Symbol seiner radikalen Sparpolitik. Er steht Elon Musk ideologisch nahe. Mileis „Kettensägen-Politik“ in Argentinien dient als Experimentierfeld für einen radikalisierten Anarchokapitalismus, der internationale Aufmerksamkeit von rechtslibertären Bewegungen erhält und als Teil einer neuen „internationalen Allianz“ zur Verteidigung des freien Marktes verstanden wird. © DIEGO LIMA/afp
Nicolás Maduro ist seit 2013 Präsident Venezuelas und führt das Erbe von Hugo Chávez fort.
Nicolás Maduro ist seit 2013 Präsident Venezuelas und führt das Erbe von Hugo Chávez fort. Aus dem ursprünglich linkspopulistischen Reformvorhaben seines Vorgängers ist unter Maduro ein autoritäres Projekt geworden. Er regiert heute als Diktator und setzt offen Wahlfälschung ein. Er verfolgt eine antiimperialistische Ideologie gegen die USA und erhält internationale Unterstützung durch China und Russland. © Pedro Mattey/afp
Kämpferisch: Venezueles Präsident Hugo Chavez.
Kämpferisch: Venezuelas verstorbener Präsident Hugo Chavez inszenierte sich als Retter Lateinamerikas gegen imperialistische Interessen aus den USA und wird in ganz Lateinamerika verehrt. © dpa
Jair Bolsonaro war von 2019 bis 2023 Präsident Brasiliens und wird als rechtsgerichteter Nationalist und Populist charakterisiert.
Jair Bolsonaro war von 2019 bis 2023 Präsident Brasiliens und wird als rechtsgerichteter Nationalist und Populist charakterisiert. Er äußerte etwa wiederholt Bewunderung für die brasilianische Militärdiktatur (1964 bis 1985), spricht sich gegen gleichgeschlechtliche Ehe aus und hält den menschengemachten Klimawandel für eine Lüge. © SERGIO LIMA/afp
Lula da Silva regierte Brasilien zwischen 2003-2011.
Während Bolsonaro die brasilianische Diktatur feiert, hat Luiz Inácio Lula da Silva unter den Militärs Verfolgung und Haft erlebt. Er regierte Brasilien von 2003 bis 2011. Das politische Projekt von Lula da Silva lässt sich als sozialdemokratische Synthese beschreiben, die eine Kombination aus Sozialpolitik zur Armutsbekämpfung, entwicklungsorientierter Wirtschaftspolitik und Umweltschutz mit dem Ziel verfolgt, Brasilien als gerechteren, ökologisch nachhaltigen und international respektierten Akteur zu positionieren. © EVARISTO SA/afp
Boliviens Ex-Präsident und Gewerkschaftsführer Evo Morales.
Boliviens Ex-Präsident Evo Morales, Regierungszeit 2006 bis 2019, war die Symbolfigur der einfachen Leute und positionierte sich gegen internationale Eliten. Er war der erste indigene Präsident Boliviens, kam aus ärmsten Verhältnissen und war Gewerkschaftsführer. © Jorge Saenz/AP/dpa
Ecuadors Präsidenten Rafael Corea (l.) und Cubas Fidel Castro.
Ecuadors Präsident Rafael Correa (links) war von 2007 bis 2017 im Amt und Teil der linkspopulistischen Welle zusammen mit Hugo Chávez und Evo Morales. In die Bild von 2009 ist er mit Fidel Castro, dem damaligen Máximo Líder von Kuba.  © dpa
Uruguays verstorbener Präsident José „Pepe“ Mujica
Uruguays im Mai 2025 verstorbener Präsident José „Pepe“ Mujica wurde oft als bescheidenster Präsident der Welt bezeichnet. Er saß als Guerilla-Kämpfer gegen die Militärdiktatur lange in Haft und verfolgte später als Präsident eher eine gemäßigt linke Politik. © Matilde Campodonico/dpa
Argentiniens Ex-Präsident Juan Domingo Perón.
Der Peronismus in Argentinien ist eine populistische Strömung, benannt nach Juan Domingo Perón, der zwischen 1946 und 1955 sowie 1973 und 1974 regierte. Zusammen mit seiner Frau Eva „Evita“ Perón war er prägend für den Peronismus. Bekannt war er für seine autoritäre Führung und seine Sozialpolitik. © imago
Eva Perón, liebevoll „Evita“ genannt
Seine Ehefrau Eva Perón, liebevoll „Evita“ genannt, hat heute in ganz Lateinamerika Kultstatus und steht für Grundrechte wie Wohnen, Bildung und öffentliche Gesundheitsversorgung für die Ärmsten. Doch während die einen sie als Heldin der Armen bewundern, kritisieren andere sie als „Populistin“, die das Land auf Irrwege geführt habe. Ihr Leben lieferte den Stoff für das Musical „Evita“ von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, das mit Madonna verfilmt wurde. Evita Perón starb mit 33 Jahren an Krebs. © imago
Wahlkampf in Argentinien
Argentiniens linkspopulistischer Präsident Néstor Kirchner (im Amt von 2003 bis 2007) steht für Sojaboom und Aufschwung. Nach seinem Tod übernahm Cristina Kirchner (2007 bis 2015) das Amt der Präsidentin. Heute ist sie die populärste Kontrahentin des rechtspopulistischen Präsidenten Javier Milei. © Cezaro De Luca/dpa
Cristina Fernandez Kirchner
Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner setzte die linkspopulistische Politik ihres verstorbenen Mannes Néstor Kirchner fort. Das Ehepaar prägte die argentinische Politik so stark, dass der moderne Peronismus in Anlehnung an ihren Namen Kirchnerismus genannt wird. Heute sitzt sie wegen Korruption verurteilt in Hausarrest. © Victor R. Caivano/dpa
Carlos Menem, ehemaliger Präsident Argentiniens
Carlos Menem, ehemaliger Präsident von Argentinien. Regierungszeit: 1989 bis 1999. Peronist, der neoliberale Reformen durchdrückte. Beispiel für den „Neopopulismus“ der 1990er Jahre und aus heutiger Sicht widersprüchlich, da seine Politik dem Kettensägen-Kurs Javier Mileis ähnelt – doch die Parteien als Gegner gelten. © Natacha Pisarenko
In seiner Amtszeit ließ Fujimori Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen.
Perus Präsident Alberto Fujimori (Regierungszeit: 1990 bis 2000) kombinierte populistische Rhetorik mit neoliberaler Wirtschaftspolitik. Er führte 1992 einen „Selbstputsch“ durch und wurde später wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen verurteilt. In seiner Amtszeit ließ Fujimori Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen.  © Martin Mejia/ap
Getúlio Vargas Präsident Brasiliens 1930-1945 und 1951-1954.
Getúlio Vargas (Brasilien). Regierungszeit: 1930-1945 und 1951-1954 Gilt als einer der Begründer des klassischen lateinamerikanischen Populismus und führte eine starke staatliche Industrialisierungspolitik ein. © imago
José María Velasco Ibarra (Ecuador), fünfmaliger Staatspräsident Ecuadors.
José María Velasco Ibarra (Ecuador), fünfmaliger Staatspräsident Ecuadors, gilt als einer der klassischen populistischen Staatschefs. Bis zu seinem Tod 1979 war er der wichtigste Politiker des Landes. © imago
Bild von Salvador Allende, Präsident von Chile.
Salvator Allende regierte Chile zwischen 1970 und 1973 als erster demokratisch gewählter sozialistischer Präsident der Welt mit populistischen Elementen. Die Erinnerung an ihn besteht fort – auch während eines Marsches zum 50. Jahrestag des Militärputsches unter der Führung von Augusto Pinochet, der Allende in Santiago gestürzt hatte.  © IMAGO/Matias Basualdo
José Antonio Kast, ultrakonservativer chilenischer Anwalt und Gründer der Republikanischen Partei
José Antonio Kast gründete 2019 die Republikanische Partei Chiles. Der ultrakonservative Anwalt wird als rechtspopulistisch, rechtsextrem und neofaschistisch beschrieben. 2021 unterlag er in der Stichwahl um das Präsidentenamt seinem Kontrahenten Gabriel Boric. © ANDRES PINA/ATONCHILE/imago
Kolumbiens aktueller Präsident Gustavo Petro
Kolumbiens aktueller Präsident Gustavo Petro ist ein ehemaliger Guerillakämpfer und Ex-Bürgermeister von Bogotá, der als linkspopulistisch beschrieben wird. Er wurde 2022 als erster linker Politiker in der Geschichte Kolumbiens zum Präsidenten gewählt. © STRINGER/afp
Rodolfo Hernández, kolumbianischer Bauunternehmer und Multimillionär.
Rodolfo Hernández, ein parteiloser Bauunternehmer und Multimillionär, kam bei den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien 2022 als rechtspopulistischer „TikTok-Opa“ überraschend in die Stichwahl gegen Gustavo Petro. Er erreichte mit einfachen Anti-Korruptions-Botschaften und Kampagnen auf den sozialen Medien fast 47 Prozent der Stimmen. © EVA MARIE UZCATEGUI
Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega
Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega (M.) während einer Kundgebung mit Sympathisanten in Managua 2018. Er ist seit 2007 amtierender, inzwischen diktatorisch regierender Präsident Nicaraguas und Vorsitzender der Frente Sandinista de Liberación Nacional, die früher selbst die Diktatur der Somoza-Dynastie stürzten. © Jorge Torres/imago
El Salvadors Präsident Nayib Bukele
Präsident Nayib Bukele regiert das kleinste mittelamerikanische Land E Salvador seit 2019 mit harter Hand und ist vor allem durch seine Megagefängnisse, seine ultraliberale Bitcoin-Politik und seine Beziehung zu Donald Trump in den Schlagzeilen gelandet. © Salvador Melendez/AP/dpa
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo stellt sich aktiv der imperialistischen Politik Donald Trumps entgegen.
Claudia Sheinbaum Pardo ist seit dem 1. Oktober 2024 Präsidentin Mexikos. Die Physikerin, die in Energietechnik promovierte, beteiligte sich an zwei Berichten des Weltklimarats, der 2007 für seine Bemühungen gegen den Klimawandel den Friedensnobelpreis erhielt. Sheinbaum stellt sich aktiv der imperialistischen Politik Donald Trumps entgegen. © IMAGO/Luis Barron
Lázaro Cárdenas, mexikanischer Militärführer und Präsident
Der mexikanische Militärführer Lázaro Cárdenas war von 1934 bis 1940 Präsident des Landes. Er gilt als einer der klassischen populistischen Staatschefs Lateinamerikas und ist bekannt für Nationalisierungen und Umverteilungspolitik. Hier ist er bei einem Treffen mit Gewerkschaftsführern der Ölindustrie in Tamaulipas im Jahr 1938 zu sehen. © IMAGO
Fidel Castros führte die kubanische Revolution.
Fidel Castro (1926 bis 2016) war ein kubanischer Revolutionär und Politiker, der nach dem Sturz der Batista-Diktatur 1959 fast fünf Jahrzehnte lang als autoritärer Staatschef den ersten kommunistischen Staat in der westlichen Hemisphäre regierte und Kuba aus der Abhängigkeit von den USA führte. © dpa
Che Guevara
Ernesto „Che“ Guevara (1928 bis 1967) war ein argentinischer Arzt und marxistischer Revolutionär, der als Guerillaführer und Anführer der Rebellenarmee maßgeblich an der Kubanischen Revolution (1953 bis 1959) beteiligt war. Später wurde er bei dem Versuch, eine Revolution in Bolivien zu entfachen, im Alter von 39 Jahren getötet. © dpa
Paraguayo Cubas ist der bekannteste rechtspopulistische Politiker Paraguays.
Paraguayo Cubas ist der bekannteste rechtspopulistische Politiker Paraguays. Cubas wird als „populistischer Anti-Establishment-Kandidat“ mit „extremen antidemokratischen Ansichten“ beschrieben. Er bezeichnete sich selbst als „romantischen, republikanischen und nationalistischen Anarchisten“. Nach der Wahl 2023 behauptete er Wahlbetrug und organisierte Proteste, was zu seiner Festnahme führte. © NORBERTO DUARTE/afp

Auch dass Trump den Einsatz in Venezuela mit der Nähe des Maduro-Regimes zu China (und Russland) rechtfertigt, sorgt für Wut in Peking. „Feindliche ausländische Einflüsse“ müssten in der Region zurückgedrängt werden, heißt es aus Washington. China ist einer der engsten Verbündeten Venezuelas, im Mai sprach Xi Jinping bei einem Treffen mit Maduro von einer „eisernen Freundschaft“. Venezuela kauft große Mengen chinesischer Rüstungsgüter, umgekehrt war Peking zuletzt der wichtigste Ölkunde Venezuelas. Schätzungen zufolge schuldet Venezuela China noch etwa zehn Milliarden US-Dollar für einen chinesischen Kredit, den das Land eigentlich mit Öllieferungen begleichen wollte.

Nach dem Sturz Maduros gibt sich Peking demonstrativ trotzig und denkt offenbar nicht daran, auf Abstand zu Venezuela und der Maduro-treuen neuen Regierung in Caracas zu gehen. Die Beziehungen zu Venezuela seien „durch das Völkerrecht sowie die Gesetze beider Länder geschützt“, erklärte am Mittwoch Außenamtssprecherin Mao Ning. Peking wolle zudem die Beziehungen zu den Ländern Lateinamerikas „weiter ausbauen“: „Unabhängig davon, wie sich die Lage entwickeln mag, werden wir weiterhin ein Freund und Partner der Länder Lateinamerikas und der Karibik sein“, so Mao.

Der Politikwissenschaftler Song Luzheng von der Fudan-Universität in Shanghai glaubt, dass die lateinamerikanischen Länder die Sichtweise Pekings teilen. „Länder wie Kolumbien und Kuba sowie Staaten wie Brasilien und Mexiko könnten eine verstärkte Zusammenarbeit mit China in Betracht ziehen“, sagte Song der South China Morning Post. Dem Druck der USA, die in Lateinamerika zunehmend aggressiv auftreten, könnten die Staaten der Region durch eine Annäherung an China „entgegenwirken“, meint Song.

Chinesische Abkehr von Lateinamerika „völlig unrealistisch“

Trump hätte nach dieser Lesart mit dem Angriff auf Venezuela also das Gegenteil von dem erreicht, was er im Sinn gehabt hatte. Möglich ist aber wohl auch: Dass der Druck der USA die Länder der Region auf Abstand zu China bringt, dass der Fall Maduros – und Trumps Drohungen in Richtung Kuba und Kolumbien – abschreckende Wirkung zeigt.

Hu Xijin, einst Chefredakteur des nationalistischen Propagandablatts Global Times und heute einer der einflussreichsten chinesischen Politkommentatoren, hält eine Abkehr Lateinamerikas von China allerdings für „völlig unrealistisch“, dafür seien die wirtschaftlichen Verflechtungen viel zu eng. Und er fordert von Peking mehr als nur scharfe Worte in Richtung Washington. „Sollten die Vereinigten Staaten zu unrechtmäßigen Mitteln greifen, um Chinas legitime Interessen in Venezuela zu untergraben, wird China zweifellos Gegenmaßnahmen ergreifen“, schrieb Hu am Mittwoch in einem Post im chinesischen sozialen Netzwerk Weibo.

Als Beispiel nennt Hu den Handelskonflikt mit Washington, in dessen Folge sich beide Seiten so lange mit Strafzöllen überzogen, bis Trump schließlich einknickte und einem vorübergehenden Waffenstillstand zustimmte. Zuvor hatte China sein schärfstes Schwert gezückt: die Abhängigkeit der USA von Seltenen Erden, deren Verarbeitung Peking weitgehend kontrolliert und deren Export es immer dann beschränkt, wenn es Druck auf andere Staaten ausüben will. China, so Hu, verfüge jedenfalls über viele Möglichkeiten, sich an den USA „zu rächen“, sollte Washington weiter einen Keil zwischen Peking und Caracas treiben. (Quellen: Chinesisches Außenministerium, Weibo, People‘s Daily, South China Morning Post, CSIS)

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