Streit um iranisches Atomprogramm

Ein Schritt in Richtung Atomabkommen? IAEA-Chef spricht mit Teheran

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Befindet sich mit der IAEA im Dialog über sein Atomprogramm: Irans Atomchef Mohammed Eslami

Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi hat den iranischen Atomchef Mohammed Eslami zu einem Gespräch in Wien getroffen.

Wien - «Der Dialog mit Iran zur Klärung offener Fragen der Sicherheitsüberwachung wurde wieder aufgenommen», twitterte Grossi am Montagabend. Er habe Eslami bei der Generalkonferenz der IAEA in der österreichischen Hauptstadt Wien getroffen. Vor anderthalb Wochen hatte der iranische Präsident Ebrahim Raisi erklärt, erst zu einem Atomdeal mit dem Westen bereit zu sein, wenn der Streit um eine Untersuchung der IAEA beigelegt sei.

Hintergrund sind Vorwürfe gegen den Iran, an drei Orten im Land radioaktive Spuren nicht erklären zu können. Die Internationale Atomenergiebehörde wollte Zugang zu diesen Orten. IAEA-Chef Grossi hatte dem Land vorgeworfen, dass sein Atomprogramm nicht rein ziviler Natur sein könne. Der Iran weist diese Vorwürfe vehement zurück. Vergangene Woche hatte Raisi vor der UN-Vollversammlung sein nationales Atomprogramm verteidigt. Sein Land verfolge damit nur friedliche Absichten. Gleichzeitig machte Raisi den USA schwere Vorwürfe, den Atomdeal unter der Präsidentschaft von Donald Trump verlassen zu haben.

Die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien verhandeln mit dem Iran über eine Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015, mit dem das Land am Bau einer Atombombe gehindert werden soll. Es liegt seit dem Austritt der USA 2018 auf Eis. Ziel der laufenden Gespräche ist, US-Sanktionen gegen den Iran aufzuheben und Teherans Atomprogramm wieder einzuschränken. Zuletzt schien der Streit erneut festgefahren. (dpa)

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