Atomabkommen

Iran: Präsident beteuert friedliche Absicht mit Atomprogramm

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Irans Präsident Ebrahim Raisi

Vor der UN-Vollversammlung hat Irans Präsident Ebrahim Raisi das nationale Atomprogramm verteidigt und friedliche Absichten beteuert.

New York - Sein Land verfolge damit nur friedliche Absichten, sagte Raisi am Mittwoch in seiner Rede im Rahmen der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York. Gleichzeitig machte Raisi den USA schwere Vorwürfe, den Atomdeal unter der Präsidentschaft von Donald Trump verlassen zu haben. «Der Iran hat in der ersten Phase all seine Verpflichtungen erfüllt. Aber das Ergebnis war, dass Amerika sein Versprechen gebrochen und Sanktionen verhängt hat», sagte Raisi, der erstmals seit Beginn seiner Amtszeit in die USA gereist ist.

Der iranische Präsident warnte zudem vor einem militärischen Konflikt mit seinem Land - ohne konkreter zu werden. «Krieg ist keine Lösung für Krisen. Der Weg zur Lösung einer Krise ist Dialog und Verständnis.» Den USA warf der konservative Politiker politische Einmischung im Nahen Osten vor. Amerika könne nicht akzeptieren, dass Länder auf eigenen Füßen stehen, so Raisi.

Das internationale Atomabkommen mit dem Iran von 2015, mit dem das Land an der Entwicklung einer Atombombe gehindert werden sollte, liegt seit dem Austritt der USA 2018 auf Eis. Ziel der laufenden Gespräche des Iran mit Deutschland, den USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien ist, US-Sanktionen gegen den Iran aufzuheben und Teherans Atomprogramm wieder einzuschränken. (dpa)

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