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Ukraine-Krieg: Massiver russischer Luftangriff beschädigt Energienetz

Der Drohnenangriff in der Ukraine ließ Zehntausende ohne Strom zurück. Eine klare Botschaft: Russland verschärft vor dem Winter seinen Energiekrieg gegen Kiew.

Kiew – Russland hat am frühen Sonntagmorgen (5. Oktober) Dutzende Raketen und rund 500 Angriffsdrohnen über die Ukraine abgefeuert. Dadurch wurde die Energieinfrastruktur des Landes beschädigt und mindestens fünf Menschen getötet, wie Behördenvertreter mitteilten.

Ein Feuerwehrauto parkt vor einem Gebäude in einem Industriepark, das durch einen russischen Raketen- und Drohnenangriff in Lemberg, Ukraine, am 5. Oktober 2025 beschädigt wurde.

Der kombinierte Angriff im Ukraine-Krieg traf neun Regionen. Er ließ Zehntausende Menschen ohne Strom zurück. Russland eskaliert seinen Energiekrieg gegen die Ukraine vor den kältesten und dunkelsten Tagen des Jahres. Auch Häuser, Wohngebäude und ein Onkologiezentrum wurden beschädigt. Unter den Opfern befand sich laut offiziellen Angaben eine vierköpfige Familie aus der westlichen Region Lemberg, darunter ein 15-jähriges Mädchen.

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Russland attackiert kritische Infrastruktur in der Ukraine: „Alle vorgesehenen Ziele wurden getroffen“

In einem Telegram-Beitrag vom Sonntag erklärte das russische Verteidigungsministerium, es habe verschiedene Raketen und Drohnen eingesetzt. Damit griff es „Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes und Gas-Energie-Infrastruktureinrichtungen, die deren Betrieb unterstützten“, an. Es räumte weder zivile Todesopfer noch Angriffe auf zivile Infrastruktur ein, erklärte jedoch: „Die Angriffsziele wurden erreicht. Alle vorgesehenen Ziele wurden getroffen.“

Russland unter Wladimir Putin hat in den letzten Tagen wiederholt Strom- und Gasinfrastrukturen im ganzen Land angegriffen. Das weckt Befürchtungen, dass das Heizsystem der Ukraine vor dem Winter geschwächt wird. Das könnte eine neue Flüchtlingswelle in die Europäische Union auslösen.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Vor Wintereinbruch: Auch Ukraine nimmt Russlands Energieinfrastruktur ins Visier

Auch die Ukraine hat mit ihren Langstrecken-Drohnen schwere Schäden an der russischen Energieinfrastruktur angerichtet. Dabei nahm sie Ölraffinerien und Pipelines ins Visier, die zur Finanzierung der russischen Kriegsmaschinerie beitragen. Diese Angriffe haben so große Schäden verursacht, dass Russland gezwungen war, die Dieselexporte von Händlern teilweise einzustellen. Zudem greift es zunehmend auf importiertes Benzin zurück.

Russlands massiver nächtlicher Angriff verschonte Kiew – die am besten geschützte Stadt der Ukraine. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Infrastruktur in anderen Teilen des Landes. Dabei suchte er Lücken in der ukrainischen Luftabwehr, die es unmöglich gemacht hat, das Land vor russischen Bombenangriffen zu schützen.

Appell an Trump und EU: Selenskyj fordert Waffenstillstand in der Luft für Ende im Ukraine-Krieg

„Wir brauchen stärkere Verteidigungsmaßnahmen und eine schnellere Umsetzung aller Verteidigungsabkommen, insbesondere im Bereich der Luftabwehr, um diesen Terror aus der Luft sinnlos zu machen“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. „Ein einseitiger Waffenstillstand in der Luft ist möglich und könnte den Weg für echte Diplomatie ebnen. Amerika und Europa müssen handeln, um Putin zum Einlenken zu zwingen.“ Mit Amerika spricht er US-Präsident Donald Trump an.

Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko sagte, die Absicht hinter dem Angriff sei es gewesen, „vor dem Winter Panik zu verbreiten, insbesondere in Regionen, die weit von der Frontlinie entfernt sind“. Nach den Angriffen am frühen Morgen bekräftigte der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha die Forderung der Ukraine nach mehr wirtschaftlichem Druck auf Moskau. Er schrieb auf X: „Der Kauf russischer Energie kommt der Finanzierung von Kriegsverbrechen gegen die Ukraine gleich.“

„Grausame Taktik“ von Putin: Russischer Luftangriff trifft Personenzug in der Ukraine

Der Angriff folgte auf einen weiteren gewalttätigen Tag in der Ukraine am Samstag (4. Oktober). Russland griff wiederholt die nördliche Stadt Schostka in der Region Sumy an und traf zweimal den Bahnhof, wo sich ein Personenzug voller Zivilisten befand. Mindestens ein älterer Mann wurde im Zug getötet und 30 weitere Menschen verletzt, darunter drei Kinder.

Der Zug wurde teilweise zerstört. Auch die Energieinfrastruktur der Stadt wurde beschädigt. Das führte zu Stromausfällen und veranlasste den Bürgermeister dazu, die Einwohner aufzufordern, die Nutzung von Gasgeräten einzuschränken. Sybiha sagte, der Angriff auf Personenzüge sei „gezielt und vorsätzlich“ gewesen.

„Dies ist eine der grausamsten Taktiken Russlands – der sogenannte ‚Doppelschlag‘, bei dem ein zweiter Angriff Rettungskräfte und evakuierende Menschen trifft“, schrieb er auf Telegram. „Wir brauchen neue, vernichtende Sanktionen. Wir müssen unsere Unterstützung für die Ukraine erneut verstärken. Das kann und muss getan werden, um die Kosten dieses Krieges für Russland zu erhöhen. Putin muss eine persönliche Gefahr durch die Fortsetzung dieses Krieges spüren – für sich selbst und für sein Regime“, schrieb er.

Feuerwehrleute löschen am 5. Oktober 2025 in Lemberg, Ukraine, einen Brand in einem Industriepark, der durch einen russischen Raketen- und Drohnenangriff verursacht wurde.

Kiew bittet Trump erneut um Hilfe: Lieferung der Patriot-Systeme und Sanktionen gegen Russland

Die Ukraine bittet die Vereinigten Staaten und Europa eindringlich, ihr neue Luftabwehrsysteme zu liefern und neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Damit soll dessen Kriegswirtschaft, die die Waffenproduktion ermöglicht, weiter eingeschränkt werden. Die in den USA hergestellten Patriot-Systeme sind die einzigen Luftabwehrsysteme, die russische ballistische Raketen zuverlässig abfangen können. Diese bombardieren regelmäßig die Zivilbevölkerung und zerstören Wohnhäuser, Geschäfte und andere zivile Infrastruktur.

Selbst diese Systeme konnten einige der jüngsten Angriffe nicht abfangen, darunter auch auf Kiew. Das liegt laut Experten zum Teil daran, dass Russland seine Raketen weiterhin manipuliert, um den Systemen auszuweichen. Die Ukraine gab kürzlich bekannt, dass Israel ihr ein Patriot-System zur Verfügung gestellt hat. Damit hat Israel nach jahrelangen Bitten zum ersten Mal solche Hilfe für die Ukraine geleistet. Weitere Systeme werden im Herbst von europäischen Partnern erwartet. Aber es wären wahrscheinlich Dutzende erforderlich, um einen Luftschutz über dem Land zu gewährleisten.

Stattdessen setzen mobile Luftabwehrgruppen auf Pick-ups und Dächern Maschinengewehre ein. Damit bekämpfen sie die Schwärme russischer Drohnen, die fast täglich über das Land fliegen. Russland hat auch diese Waffen manipuliert und startet sie nun oft auf ballistischen Flugbahnen. Das macht sie schwerer abzufangen, bis sie sich ihrem Ziel nähern, das oft in dicht besiedelten Gebieten liegt.

Zum Autor

Serhiy Morgunov ist Forscher und Bildjournalist im Ukraine-Büro der Washington Post. Er berichtet aus dem ganzen Land und dokumentiert den Krieg in der Ukraine.

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Dieser Artikel war zuerst am 5. Oktober 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Anastasiia Smolienko/Imago

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