- VonMax Nebelschließen
Im Ukraine-Krieg entkommen ukrainische Soldaten knapp der Gefangenschaft. Ein entschlossenes Vorpreschen hat das Schlimmste verhindert.
Prohres – In der ostukrainischen Konfliktzone standen kürzlich hunderte Soldaten vor der Wahl zwischen Gefangenschaft und Tod. Nur durch das entschlossene Vorgehen der Verteidiger gegen die russischen Eindringlinge konnte das Schlimmste abgewendet werden. Die Situation in der betroffenen Region bleibt jedoch aus ukrainischer Perspektive weiterhin extrem bedrohlich, wie n-tv berichtet.
Im Ukraine-Krieg umzingeln russische Truppen feindliche Einheiten in einer Schlüsselregion
Berichten zufolge konnten zwei ukrainische Brigaden aus der Belagerung durch die Truppen von Wladimir Putin entkommen. Dieser Vorfall ereignete sich in der Nähe des Dorfes Prohres, nordwestlich von Awdijiwka, einer Region, die im Ukraine-Krieg als strategisch wichtig angesehen wird. Die russischen Truppen hatten schnell nach Westen vorgerückt und die ukrainischen Bataillone eingeschlossen. Diese Entwicklungen im Ukraine-Krieg werden von Deepstate, einem Analysekanal, der dem ukrainischen Militär nahesteht, bestätigt.
Laut Deepstate und der Online-Zeitung The new Voice of Ukraine wurde Prohres am 21. Juli von den Russen erobert. Die Soldaten konnten sogar vorübergehend die 31. Separate Mechanisierte Brigade der ukrainischen Streitkräfte fast vollständig einschließen. Sowohl dieser Brigade als auch der 47. Mechanisierten Brigade gelang es, sich aus der russischen Belagerung zu befreien, obwohl Deepstate den Rückzug der letzteren als „chaotisch“ bezeichnet.
Im Ukraine-Krieg entkommen Soldaten der Gefangenschaft: Kein Befehl zum Ausbruch
Obwohl der Ausbruch erfolgreich war, beschreibt Deepstate die Befreiung der Soldaten als „nervenaufreibende und schwierige Operation“. Es wird hervorgehoben, dass es im Ukraine-Krieg keinen Befehl der Brigadeführung gab, sich durchzukämpfen. Die Soldaten handelten auf eigene Initiative, um der Belagerung zu entkommen. Koordinierte Aktionen von Artillerie, Luftaufklärung und benachbarten Kräften unter der Leitung der örtlichen Offiziere halfen den Kämpfern jedoch, erfolgreich zu entkommen. Bisher wurden von beiden ukrainischen Einheiten keine Stellungnahmen veröffentlicht.
Laut Oleksandr Syrskyi, dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, ist es ein Grundsatz seiner Armee, niemals bis zum letzten Mann zu kämpfen. „Es ist sehr wichtig für uns, das Leben unserer Soldaten zu retten“, sagte Syrskyi gegenüber dem Guardian: „Wir verteidigen Ruinen nicht bis zum Tod.“ (chnnn)
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