Weißes Haus kontert

Epstein-Skandal: Trumps Nichte zerlegt seine Ausreden – Vorwürfe wegen Geburtstagsbuch

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Demokraten veröffentlichen einen Geburtstagsgruß an Jeffrey Epstein, der von Donald Trump stammen soll. Auch dessen Nichte äußert sich.

Washington – Beinahe täglich präsentiert Donald Trump seine Unterschrift mit stolz geschwellter Brust vor Kameras. Vor allem, wenn er Dekrete und andere wichtige Dokumente signiert, um seine kontroverse Politik voranzutreiben. Mancher Schriftzug erfolgt dabei auch in aller Öffentlichkeit. Quasi als Beweis, dass der US-Präsident auch wirklich selbst dahintersteht.

Ist das sein Werk? Donald Trump wird mit einem Geburtstagsgruß an Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht.

Seit Montag diskutieren die USA aber mehr denn je über eine Unterschrift, für die Trump ganz und gar nicht verantwortlich sein will. Sie wurde unter eine persönliche Nachricht an den als Sexualstraftäter überführten Jeffrey Epstein gesetzt, bei der es sich um einen Geburtstagsgruß zu handeln scheint. Die Niederschrift eines kurzen Austauschs zwischen zwei Personen namens Donald und Jeffrey wird dabei von einer Zeichnung umrandet, die einen nackten Frauenkörper darstellt.

Trump und der Epstein-Fall: Demokraten veröffentlichen Brief – vom heutigen US-Präsidenten?

Veröffentlicht wurde das Schreiben von den im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses sitzenden Demokraten. Auf X schrieben sie dazu: „Hier ist es: Wir haben Trumps Geburtstagsgruß an Jeffrey Epstein, von dem der Präsident behauptet, er würde nicht existieren. Trump spricht von einem ‚wunderschönen Geheimnis‘, das die beiden teilen. Was verheimlicht er? Veröffentlicht die Akten!“

Diese Forderung äußern auch viele Trump-Anhänger seit Monaten. Im Wahlkampf hatte der Republikaner noch lautstark versprochen, die Akten aus dem Epstein-Fall öffentlich zugänglich zu machen. Doch seinen Worten folgten bislang keine Taten. Der Druck nahm zuletzt zu – sowohl von Demokraten, als auch von Republikanern.

Dass sich die beiden Männer gut kannten, lässt sich nicht abstreiten. Zahlreiche gemeinsame Fotos existieren, so wurde Epstein auf Trumps Anwesen Mar-a-Lago abgelichtet. Auch der frühere US-Präsident Bill Clinton und Prinz Andrew sollen zu den zahlreichen prominenten Freunden des Investmentbankers gezählt haben, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden wurde. Nach offiziellen Angaben beging Epstein in U-Haft Suizid.

Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr

Foto von Jeffrey Epstein nach seiner Verhaftung
Der Fall rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wirft weiter zahlreiche unbeantwortete Fragen auf. Mit wem war der US-Investmentbanker befreundet, bevor er sich in einem New Yorker Gefängnis im August 2019 das Leben nahm? Welche Namen finden sich auf der angeblichen Liste, die die Regierung von Donald Trump nicht veröffentlichen will? Fakt ist lediglich, dass Jeffrey Epstein vor seiner Verhaftung Anfang der 2000er Jahre bestens vernetzt war in den Kreisen der US-Politik wie dem Showbusiness. Ein Blick auf alte Bekannte und Namen, die die nun mit Epstein in Verbindung gebracht werden. © dpa
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Eine Schlüsselrolle im Skandal um Jeffrey Epstein spielt Ghislaine Maxwell. Die Tochter des bekannten britischen Verlegers Robert Maxwell (1923 bis 1991) war Anfang der 1990er nach New York gekommen. Dort traf sie Epstein auf einer Promi-Party und war zeitweise mit ihm liiert. Epsteins Umfeld beschrieb ihre Rolle in seinem Leben als eine Mischung aus Angestellter und bester Freundin. © dpa
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Ghislaine Maxwell wurde am 29. Dezember 2021 wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen schuldig gesprochen und am 28. Juni 2022 zu 20 Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 750.000 US-Dollar verurteilt. Seither sitzt sie im Gefängnis. Laut Urteil hatte sie eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Mädchen gespielt. © dpa
Palm Beach
Epstein soll zwischen 2002 und 2005 minderjährige Mädchen mit Geld angelockt und sexuell missbraucht haben, unter anderem in New York, auf seiner Privatinsel Little St. James in der Karibik und in Florida. Sein Haus in Palm Beach lag nicht weit von Donald Trumps Anwesen in Mar-a-Lago entfernt.  © Pedro Portal/Imago
Jeffrey Epstein West Palm Beach
Bereits 2008 hatte sich Epstein einem Prozess stellen müssen. Dabei handelte er zusammen mit seinem Rechtsanwalt Guy Lewis (rechts) einen Deal mit der Staatsanwaltschaft aus und konnte so einem Bundesverfahren entgehen. Epstein bekannte sich schuldig und saß ohne Verfahren vor einem Bundesgericht eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab.  © Uma Sanghvi/Imago
Jeffrey Epstein Tod
Der Fall eskalierte endgültig 2019, als Epstein nach seiner erneuten Verhaftung tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um Suizid handelte. Die Untersuchung der New Yorker Gerichtsmedizin stützte dies. Minister und hohe Beamte von drei US-Regierungen bekräftigten immer wieder, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass andere Personen an Epsteins Tod beteiligt waren. Dennoch halten sich Spekulationen hartnäckig – je nach politischer Ausrichtung wurden wahlweise die Clintons oder Donald Trump verdächtigt. Die Umstände nährten das Misstrauen: In der Todesnacht versäumten Wärter ihre Kontrollgänge, obwohl Epstein einen Monat zuvor bereits einen mutmaßlichen Suizidversuch unternommen hatte. © Spencer Platt/AFP
Donald Trump und Jeffrey Epstein
Der wohl berühmteste Name, der im Skandal um Jeffrey Epstein die Runde macht, ist der von Donald Trump. Der heutige US-Präsident war lange vor seiner Karriere eng befreundet mit dem Finanzier. Beide stammen aus New York und teilen laut Trump eine „Leidenschaft für schöne Frauen“.  © imago
Prinz Andrew in England
Prinz Andrew gilt ebenfalls als einstiger enger Vertrauter Jeffrey Epstein. Der Bruder von König Charles III. soll auf Epsteins berüchtigter Insel zu Gast gewesen sein und zudem auch dessen Partys in New York regelmäßig besucht haben. Eine der Hauptzeuginnen im Prozesse gegen Jeffrey Epstein, Virginia Roberts Giuffre, machte auch Prinz Andrew Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs. Die Ermittlungen wurden aber eingestellt, nachdem man sich außergerichtlich geeinigt hatte. Andrew selbst bestreitet alle Vorwürfe. © dpa
Melania Trump, Donald Trump und Heidi Klum posieren für die Kameras.
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell sollen es auch gewesen sein, die Donald Trump mit Prinz Andrew bekannt machten. Begegnet sind sich die beiden laut einer Biografie über den britischen Royal auf einer Party des deutschen Models Heidi Klum. Im Bild zu sehen ist Klum in Begleitung von Donald Trump und seiner Ehefrau Melania auf einer Veranstaltung in New York im Jahr 2008. © imago
Ivanka Trump in Venedig
Auf alten Fotos, die im Zuge der Berichterstattung über den Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden, tauchte auch Donald Trumps älteste Tochter Ivanka Trump auf. Die dreifache Mutter, hier mit Ehemann Jared Kushner auf der Hochzeit von Jeff Bezos in Venedig, begleitete ihren Vater 1992 offenbar zu der Eröffnung eines Cafés in New York. Laut den Aufnahmen war dort auch Jeffrey Epstein anwesend. © imago
Chuck Schumer zeigt Bild von Donald Trump und Jeffrey Epstein
In einem Interview im Jahr 2002 sprach Donald Trump über Jeffrey Epstein. „Ich kenne Jeff seit 15 Jahren. Ein toller Kerl“, so Trump gegenüber dem New York Magazine. „Es macht viel Spaß, mit ihm zusammen zu sein. Man sagt sogar, dass er schöne Frauen genauso mag wie ich, und viele von ihnen sind eher jünger.“ Dieses Zitat nutzten wiederum die Demokraten, namentlich Chuck Schumer, um den heutigen Präsidenten Vorwürfe der Komplizenschaft mit Epstein zu machen. © afp
Donald Trump und Pam Bondi
Dass seine Verwicklung im Fall von Jeffrey Epstein aber verfing, lag nicht am Aufschrei der Demokraten. Verantwortlich sind wohl eher Donald Trump und sein Team selbst. Sie waren es, die seit Beginn der politischen Karriere Trumps die Gerüchte befeuerten und die Causa Epstein zur Verschwörung der Demokraten erklärten. Trumps Justizministerin Pam Bondi versprach, nach dem Wahlsieg alle Listen und Akten zu Epstein zu veröffentlichen. „Ich habe die Liste auf meinem Schreibtisch liegen“, so Bondi öffentlichkeitswirksam. © afp
Trump und die Epstein Akten
Tatsächlich lud Pam Bondi kurz darauf eine Gruppe handverlesener rechter Influencerinnen und Influencer ins Weiße Haus ein. Dort übergab die Justizministerin den Social-Media-Persönlichkeiten wie Rogan O‘Handley, Chaya Raichik und Liz Wheeler Ordner mit dem Titel „Die Epstein-Akten: Phase 1“. Doch nach anfänglicher Begeisterung war die folgende Enttäuschung umso größer. Der Ordner enthielt ausschließlich bereits bekannte Fakten und keinerlei neue Informationen. Die MAGA-Welt war entsetzt. © imago
Kritik an Trump wegen Epstein in Washington
Zahlreiche Verbündete Donald Trumps kritisierten seine Administration für das Zurückhalten der angeblichen Epstein-Liste und warfen ihr vor, ihr Versprechen nicht einzuhalten. Trump selbst bemühte sich um Ablenkung und erklärte Epstein und den Skandal rund um seinen alten Freund für Schnee von gestern. Doch weder seine Basis noch seine Gegner ließen sich von dem Thema abbringen. Immer mehr Banner und Lichtinstallationen wie diese tauchten rund um Trumps Amtssitz, dem Weißen Haus in Washington, auf. © imago
Bill Clinton redet
Wie auch immer die Liste von Jeffrey Epsteins Freunden und Vertrauten aussehen mag, neben Donald Trump wird sein Name mit großer Sicherheit dort zu finden sein: Bill Clinton, ehemaliger Präsident der USA und Bekannter des verurteilten und toten Finanziers. Clinton soll Gast auf Epsteins Partys und Passagier an Bord seiner Privatflugzeuge gewesen sein. In den Gerichtsakten taucht sein Name Dutzende Male auf. Die Passagen enthalten aber keine Beweise zu illegalem Verhalten des ehemaligen Präsidenten. © imago
Hillary Clinton
Im US-Wahlkampf zur Wahl 2016 bemühte Donald Trump sich, Bill Clintons Ehefrau Hillary Clinton in die Epstein-Affäre zu verstricken. Davon erhoffte sich der damalige Kandidat der Republikaner einen Vorteil im Kampf gegen seine Konkurrentin der Demokraten. Der Plan ging vorerst auf: Trump gewann die Wahl 2016 gegen Clinton und zog zur großen Überraschung ins Weiße Haus ein. © imago
Robert F. Kennedy Jr
Auf Epsteins Liste könnte sich auch sein Name finden: Robert F. Kennedy Jr. Der Neffe des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy fungiert in der Administration von Donald Trump als Gesundheitsminister und hatte sich zuvor als Impfgegner einen Namen gemacht. Kennedy Jr. gab zu, mehrfach mit Epsteins Privatjets geflogen zu sein. Vom Kindesmissbrauch seines damaligen Bekannten habe er aber nichts mitbekommen, so Kennedy Jr. heute. © imago
Bill Richardson und Barack Obama
Aus dem Lager der Demokraten finden sich weitere Namen auf der angeblichen Liste Jeffrey Epsteins. Darunter Bill Richardson (Archivbild). Der ehemalige US-Diplomat in der Administration Barack Obamas und Gouverneur des Bundesstaates New Mexico soll ebenfalls verwickelt und sowohl mit Epstein als auch mit Ghislaine Maxwell bekannt gewesen sein. Richardson starb im September 2024 im Alter von 75 Jahren. © imago
Andrew Cuomo
Der nächste Gouverneur, der in den Fall rund um Jeffrey Epstein verwickelt sein soll, ist Andrew Cuomo. Er war für die Demokraten Gouverneur des Bundesstaates New York und scheiterte unlängst bei den Vorwahlen seiner Partei für die Wahl des Bürgermeisters der Ostküsten-Metropole. Laut dem Boulevardmagazin New York Post war auch er gut bekannt und eng vernetzt mit Epstein. © imago
Bill und Melinda Gates
Multimillardär und Microsoft-Gründer Bill Gates verbindet eine lange Beziehung zu Jeffrey Epstein. Unbestätigten Berichten zufolge versuchte Epstein im Jahr 2017, Gates wegen einer angeblichen Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin zu erpressen. Gates selbst hat seine Beziehung zu Epstein zugegeben und sie „töricht“ genannt. Seine Ex-Frau Melinda räumte in einem Interview ein, dass die Verbindung ihres Mannes zu dem Finanzier einer der Gründe gewesen sei, warum sie schließlich die Scheidung eingereicht habe. © imago
Alan Dershowitz
In den bislang veröffentlichten Unterlagen im Fall Epstein wird unter anderem sein Anwalt, Alan Dershowitz, erwähnt. Epstein soll dem ehemaligen Professor der Harvard-Universität Minderjährige zum Sex angeboten haben. Dershowitz soll außerdem Zeuge gewesen sein, als Epstein und seine Komplizen sich an Minderjährigen vergingen. Dershowitz bestreitet die Vorwürfe. „Natürlich bin ich auf der Liste. Ich war sein Anwalt“, begründete er die Verbindungen zu Epstein. © dpa
Bruce Willis
Unter den zahlreichen Schauspielern, Hollywood-Stars und sonstigen Promis auf der mutmaßlichen Liste Jeffrey Epsteins wird auch Bruce Willis vermutet. Der 70 Jahre und an Demenz erkrankte US-Schauspieler soll während seiner aktiven Karriere Kontakt mit Epstein gehabt haben. Direkte Vorwürfe, dass er am organisierten Missbrauch Minderjähriger, den Epstein und seine Gehilfin Ghislaine Maxwell aufbauten, beteiligt gewesen sein soll, gibt es nicht. © dpa
Cameron Diaz und Brigitte Macron
In den Epstein-Skandal wurde auch Schauspielerin Cameron Diaz (r.), hier mit Brigitte Macron, Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, gezogen. Die 51-Jährige bestreitet jedoch alle Anschuldigungen. „Cameron hat Jeffrey Epstein weder getroffen, noch war sie jemals am selben Ort wie er oder hatte irgendeine Verbindung zu ihm“, erklärte eine Sprecherin. Jeffrey Epstein soll laut den veröffentlichten Unterlagen damit geprahlt haben, engen Kontakt zu Schauspielerinnen wie Diaz unterhalten zu haben. © imago
Michael Jackson
Bereits im Januar 2024 wurde bekannt, dass auch der Name von Michael Jackson in den Gerichtsdokumenten auftaucht. Der Name des „King of Pop“ wurde bei einer Befragung erwähnt. Sie habe ihn in Epsteins Haus in Palm Beach getroffen, sagte eine Zeugin damals aus. Die Zeugin beschuldigte Jackson jedoch nicht eines Verbrechens oder Fehlverhaltens. © Bernd Settnik/dpa
Naomi Campbell und Prinz Charles
Aus den Namensnennungen der Prominenten in den Gerichtsakten zum Epstein-Fall lässt sich letztlich nur die einmalige Anwesenheit bei einer Veranstaltung Epsteins ableiten. Das betrifft wohl auch das Supermodel Naomi Campbell (hier 2018 mit Charles. der damals noch Prinz war).  © Joe Giddens/dpa

Trump wegen Gruß an Epstein unter Druck? Nichte meldet sich wegen Unterschrift zu Wort

Trump will zu jener Zeit schon lange keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt haben. Als Grund nannte er unter anderem, Epstein habe Angestellte von ihm abgeworben. Der Name des 79-Jährigen soll in den Akten auftauchen – allerdings ist unklar, in welchem Zusammenhang. Epstein wurde vorgeworfen, einen Ring zu unterhalten, um Minderjährige sexuell auszubeuten.

Nach der Veröffentlichung des vermeintlichen Trump-Geburtstagsgrußes an Epstein meldete sich auch dessen Nichte Mary L. Trump via X zu Wort. Sie schrieb: „Das ist definitiv seine Unterschrift. Nur so nebenbei.“ Die Autorin gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen des Staatsoberhauptes und veröffentlichte 2020 das Enthüllungsbuch „Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“.

Geburtstagsbuch mit Folgen für Trump? Republikaner kritisieren Vorgehen der Demokraten

Ihren Tweet kannte James Comer wohl noch nicht, als er ein Statement veröffentlichen ließ. Darin geht der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses auf Konfrontation zu den politischen Konkurrenten: „Es ist erschreckend, dass die Demokraten im Aufsichtsausschuss Dokumente herauspicken und Informationen, die sie aus dem Epstein-Nachlass erhalten haben, politisieren.“

Er kündigte eine „gründliche Untersuchung“ an, „um Transparenz und Rechenschaftspflicht für die Überlebenden von Epsteins abscheulichen Verbrechen und das amerikanische Volk zu schaffen“. Dem Präsidenten werde kein Fehlverhalten vorgeworfen. Es liege nun an den Demokraten, zu „entscheiden, ob für sie Gerechtigkeit der Überlebenden oder Politik Priorität hat“.

Geburtstagsgruß an Jeffrey Epstein

Voice Over: „Es muss im Leben mehr geben als alles zu haben.“

Donald: „Ja, es gibt mehr, aber ich werde nicht sagen, was es ist.“

Jeffrey: „Ich ebenfalls nicht, auch wenn ich es weiß.“

Donald: „Wir haben einige Gemeinsamkeiten, Jeffrey.“

Jeffrey: „Ja, haben wir, wenn ich so darüber nachdenke.“

Donald: „Rätsel altern nie, ist dir das schon aufgefallen?“

Jeffrey: „Tatsache ist, dass mir das klar geworden ist, als ich dich das letzte Mal gesehen habe.“

Donald: „Kumpels sind wunderbar. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – und möge jeder Tag ein weiteres wunderbares Geheimnis sein.“

Quelle: Veröffentlichte Dokumente des Aufsichtsausschusses des US-Repräsentantenhaus

Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass weitere Dokumente nun öffentlich einsehbar seien. Neben Epsteins Testament und Einträgen aus seinen Adressbüchern befindet sich darunter auch ein Geburtstagsbuch, das seine inhaftierte Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell für Epsteins 50. Geburtstag im Jahr 2003 zusammengestellt habe. In jenem Buch findet sich auch der vermeintliche Trump-Gruß.

Trump-Sprecherin über Epstein-Gruß: „Weder von ihm gezeichnet noch unterschrieben“

Das Wall Street Journal hatte bereits im Juli ausführlich darüber berichtet. Der US-Präsident bestritt die Echtheit des Geburtstagsgrußes und konterte seinerseits mit einer Klage gegen die Reporter.

Nun schickte er seine Sprecherin vor. Karoline Leavitt ließ via X wissen: „Der jüngste Artikel des Wall Street Journal beweist, dass die ganze ‚Geburtstagskarten‘-Geschichte falsch ist. Wie ich schon immer gesagt habe, ist es ganz klar, dass Präsident Trump dieses Bild weder gezeichnet noch unterschrieben hat.“

Foto aus gemeinsamen Zeiten: Ein Abgeordneter hält im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses ein Bild hoch, das Donald Trump neben Jeffrey Epstein zeigt.

Das Anwaltsteam werde sich in dem Rechtsstreit weiterhin zur Wehr setzen. Zudem warf sie dem verantwortlichen Journalisten vor, erst in jenem Moment um einen Kommentar des Weißen Hauses gebeten zu haben, als der Artikel veröffentlicht worden sei.

Analyse des Grußes an Epstein: Wall Street Journal zieht Vergleiche mit Trump-Reden und -Werken

Die Reporter wiederum unterzogen den Geburtstagsgruß einer eingehenden Analyse. Darin wurde die Unterschrift mit offiziellen Trump-Signaturen verglichen. Ebenso die Schwünge bei der Zeichnung des Frauenkörpers mit Werken, die offiziell Trump zugeschrieben werden.

Dokumentiert wurde zudem, dass der US-Präsident häufiger von sich in dritter Person spricht und es daher passen würde, dass über den Aussagen „Donald“ und nicht etwa „Ich“ zu lesen ist. Und auch einige Wörter, die jener Donald in dem Gruß benutzt, verwendet Trump demnach in seinen Büchern oder Reden. Als Beispiele werden „enigma“ und „wonderful thing“ herangezogen. (mg)

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