Türkei und Armenien

Erdogan und Paschinjan setzen Annäherungen fort

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Möchte die Beziehungen zur Türkei normalisieren: Armeniens Premierminister Nikol Pashinyan

Es ist als weiteres Signal der Annäherung zu verstehen: Die Regierungschefs von Armenien und der Türkei haben miteinander telefoniert.

Ankara/Eriwan - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan hätten die Bedeutung des bilateralen Normalisierungsprozesses betont, hieß es in Mitteilungen der armenischen und türkischen Präsidialämter am Montag. Das werde den Frieden in der Region festigen.

Beide Seiten hätten zudem die Hoffnung geäußert, dass Anfang Juli getroffene Vereinbarungen bald umgesetzt würden. Türkische und armenische Sondergesandte hatten sich damals etwa darauf geeinigt, ihre seit 1993 geschlossene Landgrenze für Bürger aus Drittstaaten zu öffnen.

Das Verhältnis zwischen den Nachbarstaaten ist durch mehrere Konflikte belastet - unter anderem durch den Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg und den Konflikt um die zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittene Region Berg-Karabach. Die Türkei unterstützt dabei Aserbaidschan.

Im Dezember vergangenen Jahres hatten die Türkei und Armenien ihre lange ruhenden diplomatischen Kontakte wieder aufgenommen. Ziel ist die vollständige Normalisierung der Beziehungen. (dpa)

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