„Geht gar nicht“

Esken-Urlaub während der Verhandlungen sorgt für Unmut: „Das geht gar nicht“

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Saskia Esken genehmigt sich eine Erholung im Süden, während ihre SPD mit der Union über eine mögliche Koalition spricht. Dies macht einige Parteimitglieder wütend.

Berlin – Die weltpolitische Lage mit dem unberechenbaren US-Präsidenten Donald Trump, dem zerstörerischen Ukraine-Krieg und dem wieder entbrannten Gaza-Krieg macht eines ganz deutlich: Allzu lange sollte sich Berlin den aktuellen Schwebezustand in der Bundespolitik nicht erlauben. Solange noch keine neue Regierung steht, bleiben die Politiker der einstigen Ampel-Koalition in Amt und Würden, während mit der SPD die Noch-Kanzler-Partei bereits am Politik-Wechsel werkelt.

Folglich haftet Olaf Scholz und seinen Ministern – zumindest denen der Grünen – das „lame duck“-Attribut an. Auch wenn sie ihrem Job noch so umtriebig nachgehen. Derweil stecken 256 Politiker von CDU, CSU und Sozialdemokraten in 16 Arbeitsgruppen die Köpfe zusammen, um möglichst bald eine neue Koalition bilden zu können. Nach nicht einmal vier Jahren Pause und zum vierten Mal in den vergangenen 20 Jahren.

Esken im Urlaub: SPD-Chefin offenbar Kandidatin für Ministerposten in neuer Regierung

Diesmal könnte auch Saskia Esken Teil des Kabinetts werden. Laut Bild soll die SPD-Vorsitzende auf die Bereiche Digitalisierung, Bildung und Forschung oder Familie schielen. Letzteres erwähnt auch der Tagesspiegel, demzufolge ihr dagegen international geprägte Ressorts ebenso wenig zugetraut werden wie das Innen- oder das Finanzministerium.

Auszeit von der Politik: SPD-Chefin Saskia Esken soll sich derzeit auf Lanzarote erholen und Kraft für die Koalition mit der Union sammeln. (Symbolbild)

Im Stern-Interview sagte Esken jüngst, sie traue sich ein Ministeramt „selbstverständlich“ zu, wolle sich aber noch „keine Gedanken über weitere Karriereschritte“ machen. Denn während eine mögliche Regierungsbeteiligung ausgehandelt werde, sei ihre Aufgabe als Partei-Chefin „besonders wichtig“.

Das scheint aber nicht zu implizieren, dass die 63-Jährige dieser Tage in Berlin auch greifbar für die Genossen sein muss. Denn aktuell soll sich Esken, die nicht Teil der Verhandlungsteams ist, einige hundert Kilometer südlich der Bundeshauptstadt aufhalten. Wie die Bild aus SPD-Kreisen erfahren haben will, weilt die Co-Parteivorsitzende derzeit in einem Kurzurlaub. In den habe sie sich nach der Bundestagsabstimmung über das Finanzpaket zugunsten der Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur verabschiedet.

Esken sorgt mit Urlaub für Irritationen: „Bestätigt selbst, dass sie keine wichtige Rolle spielt“

Auf die Kanaren habe sie fliegen wollen, wahrscheinlich nach Lanzarote, heißt es in dem Bericht unter Bezugnahme auf Parteifreunde. Esken habe den Trip damit erklärt, sich erholen und Kraft tanken zu wollen. Kommende Woche ist sie dann wieder in Berlin gefragt. Auch an ihrem Urlaubsort sei die gebürtige Stuttgarterin jederzeit erreichbar, führe Telefonate mit Politik-Kollegen, sei aus ihrem Umfeld zu vernehmen.

Wer ist hier der Boss? Seit Dezember 2021 führen Lars Klingbeil und Saskia Esken die SPD gemeinsam an.

Dennoch sollen Führungsfiguren aus der SPD-Fraktion über Eskens Instinktlosigkeit die Augen verdrehen. Im Gegensatz zu ihr seien ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil und CDU-Chef Friedrich Merz in Berlin geblieben, der designierte Bundeskanzler habe sogar eine Reise zum EU-Gipfel nach Brüssel abgesagt.

„Esken bestätigt mit ihrem Urlaub selbst, dass sie keine wichtige Rolle spielt“, wird ein nicht näher benannter Abgeordneter zitiert: „Klingbeil ist in Berlin, macht die Arbeit, gibt den Kurs vor. Esken ist tausende Kilometer in die Sonne geflogen. Das geht gar nicht.“

Kritik aus SPD an Esken: „Sichert sich im Windschatten von Klingbeil ein Amt“

Bereits zuvor hatte ein Foto aus einer Tischrunde der Partei-Oberen für Diskussionen gesorgt, weil es den Anschein erwecken könnte, dass Esken an den Rand gedrängt wurde, während sich die Männer – Klingbeil, Merz, Scholz und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt – angeregt unterhalten.

Im schon erwähnten Stern-Interview erklärte sie dazu, die Sitzordnung mit ihr am linken Rand sei darauf zurückzuführen, dass sie infolge einer Hirnhautentzündung seit ihrer Kindheit auf dem linken Ohr taub sei. Zugleich versicherte Esken: „Ich sorge schon dafür, dass mir zugehört wird.“

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

In der Partei selbst wird sie dagegen offenbar eher als Trittbrettfahrerin eingestuft, die andere die Arbeit machen lässt. Führende Genossen aus der ersten und zweiten Reihe sollen der Bild zufolge hinter vorgehaltener Hand sagen: „Es kann nicht sein, dass sich Saskia im Windschatten von Lars ein Amt sichert.“ Das Boulevardblatt spekuliert sogar, der aktuelle Urlaub könne ihr noch gefährlich werden, wenn die Posten im künftigen Bundeskabinett verteilt werden.

Esken gerät in die Kritik: „Sehe keine weiteren Aufgaben für sie in der Parteiführung“

Und nicht nur das. Im Tagesspiegel kommt der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) zu Wort, der Esken den Abschied vom Parteivorsitz nahelegt: „Für die Genossin Esken sehe ich eigentlich keine weiteren Aufgaben in der Parteiführung, die letztlich für die SPD auch Fortschritt und Mehrwert bringen könnten.“ Der 63-Jährige würde vielmehr Klingbeil die „alleinige Parteiführung“ übergeben, diese Aufgabe habe Willy Brandt schließlich auch bewältigt, als die Partei noch doppelt so viele Mitglieder gehabt habe.

Ähnlich kritisch beurteilt Dagmar Freitag die Arbeit Eskens. In dem Artikel sagt die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, der Sinn einer Doppelspitze habe sich ihr bis heute nicht erschlossen. Der Partei habe dieses Konstrukt nicht genutzt: „Im Gegenteil: Es wäre sicher für uns deutlich besser gewesen, wenn es so manche Äußerung und manches Interview von Saskia Esken nicht gegeben hätte.“

Sind bei Saskia Esken einer Meinung: Die SPD-Politiker Thomas Jung und Dagmar Freitag halten nicht viel von ihrer Partei-Chefin.

Weiter moniert die 72-Jährige angesichts von Eskens persönlichem Wahlergebnis mit nur 12,9 Prozent Erststimmen in ihrem Wahlkreis, die Co-Chefin habe „erkennbar keine Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern“. Aus ihrer Sicht wäre es daher „im Interesse der SPD wünschenswert, wenn Saskia Esken zeitnah selbst zu dieser Erkenntnis kommen und von sich aus zurücktreten würde“. Auch zuvor hatte es bereits Kritik gegeben.

Esken arbeitet aus Urlaub: „In einer langen Video-Schaltkonferenz gesehen“

Zum Zeitpunkt dieser Aussagen war der Esken-Urlaub noch kein Thema. Für Anke Rehlinger, die im Saarland die einzige Ein-Parteien-Regierung auf Landesebene führt, ist die Abwesenheit aber ohnehin kein Drama.

„Ich weiß nicht genau, wo sie sich aufhält“, sagte die Ministerpräsidentin des kleinsten Flächenlandes am Freitag bei Welt TV: „Aber ich habe sie auf jeden Fall gestern in einer langen Video-Schaltkonferenz gesehen, wo wir ganz viele Dinge miteinander beraten haben - also egal wo sie ist, sie arbeitet ganz offensichtlich.“

Es drängt sich dennoch durchaus der Eindruck auf, manche Parteifreunde wären gar nicht so traurig über Eskens Urlaub im Süden. Und hätten wohl auch nichts dagegen einzuwenden, wenn sie den Aufenthalt dort noch etwas verlängern würde. (mg)

Rubriklistenbild: © IMAGO / APress, IMAGO / Bernd Elmenthaler

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