ATACMS-Veto der USA?

Provokanter Kampfjet-Parkplatz: Putins Gleitbomber zeigen das Ukraine-Dilemma auf

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Aufmunitioniert und angriffslustig: ein russischer Kampfjet Su-34. Dieser Flugzeug-Typ parkt zu Dutzenden auf Basen im russischen Hinterland. Der Ukraine fehlt noch die Erlaubnis zum Angriff mit US-amerikanischen ATACMS-Raketen (Symbolfoto).
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Putins Bomber-Basis Woronesch-Malschewo liegt in Raketen-Reichweite der Ukrainer; und seine Zerstörung in deren Interesse. Die USA bleiben aber stur.

Woronesch – „Obwohl es ziemlich albern erscheint, scheinen sie ihr Bestes zu geben, um die Flugzeuge zu panzern, die sonst leichte Beute wären“, sagte Steffan Watkins über Russlands Kampfjets und Bomber. Der Kanadier bloggt über Schiffe und Flugzeuge und hatte gegenüber dem US-Sender CNN spekuliert, welchen Wert der Schutz von unter freiem Himmel geparkten russischen Kampfflugzeugen mit alten Autoreifen hat. Wiederholt waren Bilder davon aufgetaucht – möglicherweise sollen sie vor Drohnen schützen oder die Aufklärung erschweren.

Putins Kampfjets parken unter freiem Himmel – Russlands Bomber-Basis befindet sich nach der Ukraine-Grenze

Auf dem Luftwaffen-Stützpunkt Woronesch-Malschewo zeigt Wladimir Putin dagegen unverhohlen die Potenz seiner Kampfjets – er weiß, dass der Ukraine die Hände gebunden sind.

„Der Luftwaffenstützpunkt Woronesch-Malschewo im Süden Russlands, 160 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, ist möglicherweise das wichtigste – und verwundbarste – Ziel Russlands“, schreibt aktuell das Magazin Forbes zu der Bomber-Basis, auf der Putins Kampfjets unter freiem Himmel stationiert sind.

Angriff auf Putins Kampfjets: Bleiben Russlands Bomber wegen des ATACMS-Vetos der USA unbehelligt

Allerdings kommt aus den USA möglicherweise die Direktive, den Stützpunkt unbehelligt zu lassen. Für Beobachter erscheint das absurd: Forbes meldet, dass von diesem Stützpunkt das 47. Garde-Bomberregiment der russischen Luftwaffe mit Suchoi Su-34-Trägern die Gleitbomben-Angriffe auf die Ukraine fliegt. Entsprechend der neuen US-amerikanischen Doktrin müsste der Flugplatz also längst als legitimes Ziel gelten.

Angriffe auf Putins Kampfjet-Stützpunkte in Russland: Experten wettern gegen Joe Bidens Veto

Forbes stützt sich auf Behauptungen des Open-Source-Infodienstes Frontelligence Insight, wonach Woronesch-Malschewo in Reichweite der in den USA hergestellten ATACMS-Raketen (Army Tactical Missile Systems) läge. „Die Ukraine könnte die gesamte dort stationierte Einsatzflotte außer Gefecht setzen, wenn ihr ein solcher Angriff gestattet würde“, mutmaßt Frontelligence Insight über eine ausbleibende Attacke auf Putins Kampfjets und Bomber auf dem Stützpunkt

Die Blogger erhalten Rückendeckung durch das Institute for the Study of War: Joe Biden sollte der Ukraine „gestatten, alle militärischen Ziele in den operativen und tiefsten rückwärtigen Gebieten Russlands mit von den USA gelieferten Waffen anzugreifen“, forderte das ISW, worüber Newsweek berichtet hatte..

„Kiew scheint eine klare Strategie zu verfolgen, die VKS entweder zur Räumung ihrer Stützpunkte im Umkreis von mehreren hundert Kilometern um die ukrainische Grenze zu zwingen oder eine übermäßige Menge an Luftabwehrsystemen für deren Verteidigung einzusetzen.“

Justin Bronk, Royal United Services Institute for Defence and Security Studies

Attacke auf Putins Kampfjets und Bomber: Russland-Stützpunkt liegt in Reichweite der ukrainischen ATACMS

Die Denkfabrik hatte jüngst eine Karte voller Markierungen veröffentlicht, welche Gebiete unter Wladimir Putins völkerrechtswidriger Besatzung in Reichweite amerikanischer Langstrecken-Raketen liegen. Klar ist: Der Flugplatz mit Putins Kampfjets und Bombern in Woronesch befindet sich sogar in Reichweite der mit 500 Kilometern reichweitenschwächeren ATACMS-Version, die die Ukraine schon länger nutzt. Forbes stellt aber parallel klar: „Die ukrainischen Streitkräfte haben andere Möglichkeiten, die Gleitbomber zu stoppen.“

Grundsätzlich hatte die US-Regierung Angriffe auf militärische Ziele gestattet: Laut Washington Post ermächtigt US-Präsident Joe Biden demnach ukrainische Kommandeure, „gegen russische Streitkräfte zurückzuschlagen, die sie angreifen oder einen Angriff vorbereiten‘ in und um Charkiw, nahe der Grenze im Nordosten der Ukraine“ wie die Post schreibt. Das hieße, die Ukraine dürfe zurückschießen, wenn sie angegriffen würde oder Militäranlagen kurz hinter der Grenze auszuschalten gedenke, formuliert ergänzend die Kyiv Post. Das ukrainische Charkiw und das russische Woronesch trennen keine 400 Kilometer.

Putins Prestige-Bomber ein Wrack: Effektivität der ukrainischen Drohnen bei Angriffen auf Kampfjets bewiesen

Das ISW ist ebenfalls unmissverständlich in seinen Analysen: Ukrainische Offizielle hätten regelmäßig auf die Notwendigkeit zusätzlicher Luftabwehrmittel und moderner Kampfflugzeuge hingewiesen, um den Luftraum ernsthaft erobern und am Himmel auf Augenhöhe mit Russlands Kampfjets und weiteren Luftstreitkräften kommen zu können. Alle ernsthaften Versuche seien letztlich aber im Sande verlaufen, und im Gegenteil hätten die russischen Streitkräfte „die anhaltenden Einschränkungen des ukrainischen Luftabwehrschirms ausgenutzt, um regelmäßig taktische Kampfjets entlang der Front ins Rennen zu schicken, die großflächig Gleitbombenangriffe auf ukrainische Stellungen fliegen, um die laufenden russischen Offensivoperationen zu unterstützen“, schreibt das ISW.

Meldungen des Zentrums für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte (StratCom) zufolge hätten die ukrainischen Streitkräfte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres folgende Kampfjets und Bomber zerstört oder beschädigt: neun Su-25, eine Su-57, zwei MiG-31, etwa 13 Su-34, zwei Su-35, zwei A-50-Langstreckenradar-Erkennungsflugzeuge, eine Il-22M11 als Luftlandekommando und einen strategischen Bomber Tu-22M3. Gerade der Treffer des Su-57-Prestige-Bombers hat Russland geschmerzt. Anfang Juni will die Ukraine erstmals diesen russischen Tarnkappen-Bomber unter Feuer gehabt haben. Das berichtete die Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums (HUR). Ob der Flieger beschädigt wurde oder zerstört ist, bleibt offen.

Angriffe auf Kampfjets und Bomber: Patriots am Boden – Ukraine hofft auf sieben und benötigt 25 Systeme

Die Maschine wurde allerdings am Boden getroffen, zudem auf russischem Territorium – vermutlich durch eine Drohne. Die Ukraine bezieht sich auf Satellitenbilder eines Angriffs auf den Flugplatz Achtubinsk im Verwaltungsbezirk Astrachan, „589 Kilometer vom Kriegsgebiet in der Ukraine entfernt“, wie der ukrainische Geheimdienst über verschiedene Medien verlauten ließ. Damit haben die Ukrainer den Truppen Putins bewiesen, dass sie die Gefahr von Gegenschlägen auch auf ihrem eigenen Territorium ernst nehmen sollten – auch auf Kampfjets und Bomber. 134 Su-34-Bomber besitzt Russland laut dem Flight Global-Luftwaffenindex; mehrere Dutzend davon sollen laut Forbes in Woronesch-Malschewo parken – vornehmlich unter freiem Himmel; sie böten der Ukraine damit ein ideales Ziel.

Für Forbes besteht keine Alternative zum Einsatz der ATACMS – lediglich dieses Waffensystem würde die Gefahr der Gleitbomben-Einsätze an der Wurzel packen. Die zweitbeste Möglichkeit liegt nach Forbes-Autor David Axe im verstärkten Einsatz der mobilen Patriot-Einheiten gegen anfliegende Gleitbomber – ihm zufolge keine gute Idee: mangels Masse. „Die Ukraine besitzt derzeit nur drei solche Systeme – zwei aus Deutschland und eines aus den USA. Sie hält jedoch sieben für das absolute Minimum und strebt einen Ausbau auf 25 Systeme an“, schreibt aktuell die Neue Zürcher Zeitung. Eine schütze Kiew, berichtet Forbes. Andere scheinen um Odessa und Charkiw in Stellung gegangen zu sein. „Zwei weitere Batterien, die Deutschland und die USA zugesagt, aber noch nicht geliefert haben, könnten Dnipro und die Großstadt Krywyj Rih abschirmen“, mutmaßt Forbes.

Gefahr für Putins Kampfjets und Bomber: Verlegung von Patriots in Reichweite der Bomber-Basis offenbar kein Thema

Laut Angaben der NZZ hat nicht nur Deutschland im April die Lieferung eines weiteren Patriot-Systems auf den Weg gebracht: Italien schickt demnach mit dem Samp/T ein mit der Patriot in Feuerkraft und Reichweite vergleichbares Flugabwehrsystem. „Nun scheint es, dass mit weiteren ausländischen Hilfeleistungen die Minimalzahl von sieben Patriot-Feuereinheiten doch noch erreicht werden kann“, schlussfolgert die NZZ.

Dennoch bezweifelt Forbes, dass die Ukrainer von den vermeintlichen neuralgischen Punkten aus Batterien an die nördliche Grenze verlegen werden, um den Weg zwischen Woronesch-Malschewo und Charkiw abzuriegeln, um damit auch eine Gefahr für Putins Kampfjets und Bomber in dem Gebiet darzustellen. Auch die Blogger von Frontelligence Insight warnen vor einer Verlegung, weil das Gefechtsfeld zu gläsern sei, als dass die Stellungen gefahrlos gewechselt werden könnten; zwei Abschuss-Vorrichtungen soll die Ukraine bereits durch Drohnen-Angriffe eingebüßt haben.

F-16-Kampfjets im Anflug:

Auch die angekündigte Verstärkung der ukrainischen Luftwaffe mit West-Maschinen scheint keine Alternative zu Angriffen mit ATACMS zu sein, schreibt Justin Bronk: Selbst wenn die lange erwarteten F-16-Kampfjets, die schwedischen Gripen C und französischen Mirage 2000-5F von der Ukraine eingesetzt würden, gleiche das Abfangen der russischen Gleitbomber einer Herkulesaufgabe.

In Frontnähe müssen ukrainische Piloten der F-Kampfjets in sehr geringer Höhe anfliegen, um zu vermeiden, dass sie von der russischen Kurzstrecken- oder Langstrecken-Luftabwehr erfasst und eliminiert würden, analysiert der Wissenschaftler des britischen Royal United Services Institute for Defence and Security Studies (RUSI)

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

F-16-Kampfjets im Kampf gegen Russland: Unter aktuellen Bedingungen keine Hilfe gegen Putins Gleitbomber

Die Luft-Luft-Raketen AIM-120C AMRAAM, die von den F-16-Kampfjets und dem Gripen C getragen werden, und die Kurzstrecken-IR/RF-Raketen MICA der Mirage 2000-5F würden ihm zufolge „Schwierigkeiten haben, die russischen Kampffjets in großen Höhen und mit hoher Geschwindigkeit 60 bis 70 Kilometer hinter den Linien zu erreichen“. Das sei dem Umstand geschuldet, dass die Raketen in so geringer Höhe in dichter Luft mit hohem Luftwiderstand starten und gegen die Schwerkraft steigen müssten, um die Höhe zu erreichen, in der sich ihre Ziele befänden. Das führt, Bronk zufolge, zu einer vergleichsweise geringen effektiven Reichweite. In großer Höhe, also dünnerer Luft und von einem überschallschnellen Träger abgefeuert, würde sich die Reichweite der Waffen erhöhen – gleichzeitig aber auch die Sichtbarkeit von deren Trägern für die russische Luftabwehr.

Justin Bronk schätzt den erfolgreichen ukrainischen Einsatz von Langstrecken-Drohnen gegen die russischen Luft- und Weltraumkräfte (VKS) um so höher ein, wie er schreibt: „Kiew scheint eine klare Strategie zu verfolgen, die VKS entweder zur Räumung ihrer Stützpunkte im Umkreis von mehreren hundert Kilometern um die ukrainische Grenze zu zwingen oder eine übermäßige Menge an Luftabwehrsystemen für deren Verteidigung einzusetzen.“ (Karsten Hinzmann)

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