Die FDP hat bei der Landtagswahl in Köln ein schlechtes Ergebnis erzielt, zur Enttäuschung von Generalsekretär Bijan Djir-Sarai.
Berlin - FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat sich enttäuscht über das schlechte Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gezeigt. «Das war ein sehr trauriger Tag gestern und auch heute der Tag fühlt sich nicht besser an. Das ist ein schlimmes Ergebnis gewesen», sagte Djir-Sarai am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Die bisherige Regierungspartei war am Sonntag nur noch bei 5,9 Prozent gelandet. Zwischenzeitlich musste sie sogar um den Wiedereinzug in den Landtag zittern.
Djir-Sarai sagte, die FDP müsse jetzt vor allem die Gründe für die Wahlniederlage suchen. Seine Partei sei jetzt nicht in der Position, über eine mögliche Koalition nachzudenken. «Wir sind absolut jetzt nicht in der Lage oder wir gehören nicht zu denen, die im Grunde genommen jetzt die Suche nach möglichen Koalitionen und Optionen suchen sollten», sagte der Generalsekretär in Berlin.
Rechnerisch möglich wäre ein Bündnis mit SPD und Grünen nach dem Vorbild der Ampel-Koalition im Bund. Als viel wahrscheinlicher gilt eine Zweier-Koalition aus CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst und den Grünen. Die FDP wäre dann zurück in der Opposition.
Obwohl nach der NRW-Landtagswahl eine Ampel-Koalition rechnerisch möglich ist, geht der FDP-Spitzenkandidat Joachim Stamp in Düsseldorf fest von einer Koalition aus CDU und Grünen aus.
Auf die Frage nach den Chancen einer Koalition aus SPD, Grünen und FDP sagte Joachim Stamp am Montagmorgen im Sender WDR 5: «Die Frage stellt sich nicht, es wird jetzt Schwarz-Grün.» Die CDU werde «für den Ministerpräsidentenposten im Zweifelsfall sämtliche Inhalte preisgeben», sagte der Liberale. Es brächte zwar nie etwas, eine Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen. Eine Ampel stehe aber nicht zur Debatte, «weil es sowieso Schwarz-Grün geben wird».
Bei Nordrhein-Westfalens Landtagswahl am Sonntag hatte die FDP nur 5,9 Prozent geholt und damit weniger als die Hälfte als beim Urnengang 2017 (12,6 Prozent). Auf die Frage, ob er an Rücktritt gedacht habe, sagte der Landesvorsitzende der NRW-FDP in WDR 5, daran habe er «im Moment nicht dran gedacht». Mit Blick auf die anstehende parteiinterne Aufarbeitung des Wahlergebnisses fügte er hinzu: «Das heißt aber nicht, dass am Ende eines Prozesses - wenn wir uns überlegen, wie wir uns aufstellen - es auch offen ist, wer dann an der Spitze steht.» (dpa)