„Träume der russischen Zaren“

Trump-Ultimatum läuft ab – doch Putin hält an Zielen fest

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Ein Ende des Ukraine-Kriegs scheint weiterhin nicht in Sicht. Donald Trump will mit seinem Ultimatum Wladimir Putin zum Umdenken zwingen.

Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin will wohl den Ukraine-Krieg fortsetzen – trotz Donald Trumps Ultimatum. Dessen Frist läuft am Freitag ab: Bis dahin hatte Trump einen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert.

Sollte Putin auf seine Forderung nicht eingehen, hatte der US-Präsident angekündigt, Importzölle gegen Russland und russische Handelspartner in Höhe von 100 Prozent zu verhängen. Doch Putin will die Frist wohl verstreichen lassen, wie Reuters berichtet. Die Nachrichtenagentur stützt sich dabei auf Kreml-nahe Quellen.

Ende des Ukraine-Kriegs durch Trump-Ultimatum? Putin glaubt wohl an Sieg

Putin sei fest davon überzeugt, dass er den Ukraine-Krieg gewinnt, heißt es in dem Reuters-Bericht. Laut einer Quelle sei es nach wie vor Putins Ziel, die vier ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson vollständig einzunehmen.

Zu Beginn des Ukraine-Kriegs im September 2022 hatte Russland die vier ukrainischen Gebiete völkerrechtswidrig annektiert. Noch sind die Regionen jedoch nicht vollständig unter Kontrolle der russischen Armee. James Rodger, Journalist und Dozent an der Londoner Universität „City St. George“, erklärt gegenüber Reuters: „Wenn Putin in der Lage wäre, die vier Regionen, die er für Russland beansprucht hat, vollständig zu besetzen, könnte er behaupten, dass sein Krieg in der Ukraine seine Ziele erreicht hat.“

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI

Kurz vor Ablauf von Trumps Ultimatum an Putin: Steve Witkoff reist nach Russland

Um zwischen Kreml und der US-Regierung für ein Ende des Ukraine-Kriegs zu vermitteln, reist der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Mittwoch nach Russland. Er soll in Trumps Auftrag Druck auf Kreml-Chef Putin machen, um den Ukraine-Krieg zu beenden.

Ob das klappt, ist fraglich. Die bisherigen Verhandlungen zwischen der ukrainischen und russischen Seite liefen ins Leere. Bis auf einen Gefangenenaustausch gab es keine Ergebnisse – ein Entgegenkommen der russischen Seite zeichnete sich bisher nicht ab.

Putin stellt Forderungen an Ende des Ukraine-Kriegs trotz Trump-Ultimatum

Moskaus Forderungen an die Ukraine sind enorm: Der vollständige Abzug der ukrainischen Truppen aus den vier von Russland annektierten Gebieten, ein neutrales Kiew außerhalb der Nato, sowie die Einstellung der Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine und eine Limitierung des ukrainischen Militärs.

Bisher sei Putins Ziel in den Verhandlungen gewesen, Trump zu überzeugen, er sei bereit, Frieden zu schließen, wie eine Kreml-Quelle gegenüber Reuters erklärt. Der stellvertretende Präsident der russischen Duma ging sogar einen Schritt weiter: In einem Interview mit dem aserbaidschanischen Medium Minval sagte Anatoly Wassermann, dass die Ziele Russlands im Ukraine-Krieg „unvereinbar mit dem Fortbestand der Ukraine“ als unabhängiger Staat seien.

Kein Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht: Trump zunehmend frustriert über Putin

Donald Trump zeigte sich zuletzt zunehmend frustriert über den fehlenden Fortschritt bei den Ukraine-Verhandlungen. In den vergangenen Wochen verurteilte der US-Präsident die russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und bezeichnete sie als „widerlich“ und „schändlich“. Putins Aussagen zum Ukraine-Krieg nannte er „Bullshit“. Die zunächst 50-tägige Deadline verkürzte Trump sodann auch auf zehn Tage.

Sollte Trump seine Drohung nach Ablauf dieses Ultimatums wahrmachen, könnte das schwerwiegende Folgen für die russische Wirtschaft haben. China und Indien – Russlands wichtigste Handelspartner – könnten den Import von russischen Produkten, allen voran Öl, drastisch reduzieren, sollte die US-Regierung sie mit Importzöllen von 100 Prozent belegen. Doch Putin hofft wohl darauf, dass Trump in letzter Minute einen Rückzieher macht.

Ultimatum von Trump im Ukraine-Krieg: „Glaube nicht, dass Putin ihn ernst nimmt“

Nina Khrushcheva, Professorin für Internationale Beziehungen an der „The New School“-Universität in New York City, erklärt der BBC: „Da Donald Trump so viele Fristen geändert und sich auf die eine oder andere Weise verdreht hat, glaube ich nicht, dass Putin ihn ernst nimmt. Putin wird so lange kämpfen, wie er kann, es sei denn, die Ukraine sagt: ‚Wir sind müde, wir sind bereit, Ihre Bedingungen zu akzeptieren.‘“ Weiter sagte sie: „Ich glaube, Putin sitzt dort im Kreml und denkt, dass er die Träume der russischen Zaren und später der Generalsekretäre wie Josef Stalin erfüllt, indem er dem Westen zeigt, dass Russland nicht respektlos behandelt werden darf.“ Die Berichte aus dem Kreml scheinen ihre Theorie zu stützen.

Putin sieht Trump-Ultimatum für Ende des Ukraine-Kriegs skeptisch

Putin sei außerdem davon überzeugt, dass die russische Wirtschaft die zusätzlichen Sanktionen verkraften könnte, heißt es in dem Reuters-Bericht weiter. Obwohl der russische Autokrat Trump offenbar nicht verärgern wolle, seien die Prioritäten des Kreml-Chefs klar: die Eroberung der vier ukrainischen Gebiete. Selbst wenn das der russischen Wirtschaft weiter schade. Da Putins Truppen langsam aber kontinuierlich Fortschritte an der Ukraine-Front erzielten, sehe sich der russische Präsident am längeren Hebel in den Ukraine-Verhandlungen.

Neue US-Sanktionen gegen Russland? Am Freitag wird sich zeigen wie ernst es Donald Trump mit seiner Deadline meint. (Symbolbild/Montage)

Trump-Ultimatum für Putin „schmerzhaft“, aber keine Katastrophe – Macht US-Präsident Rückzieher?

Dennoch sei Putin über die Verschlechterung der russischen Beziehungen zu Trump besorgt, sagt eine Kreml-Quelle Reuters weiter. Er habe nach wie vor die Hoffnung, eine Freundschaft zum amerikanischen Präsidenten aufzubauen und wieder mit dem Westen zu handeln. Tatsächlich sei Trumps Drohung „schmerzhaft und unangenehm“ gewesen, aber keine Katastrophe. In Moskau herrsche ein Gefühl von „es gibt nicht viel mehr, dass sie gegen uns machen können“. Dass China den Import von russischem Öl auf Trumps Drohung hin einstelle, werde im Kreml als unrealistisch abgetan.

Jetzt liegt es an Steve Witkoff, Putin zu überzeugen, Zugeständnisse an die Ukraine zu machen und von seinen Maximalforderungen abzuweichen. Sollte es keinen Durchbruch geben, wird sich Donald Trump am Freitag entscheiden müssen: macht er seine Drohung gegen Russland und damit auch gegen China und Indien wahr? Oder wird der US-Präsident am Freitag erneut einen Rückzieher machen? (sischr)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press Wire, IMAGO / ITAR-TASS, IMAGO / Zoonar

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