Stichwahl in Frankreich

Ergebnisse der Frankreich-Wahl: Linke gewinnen laut Hochrechnung – Sitzverteilung gemeldet

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    Paula Völkner
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Überraschung bei der Frankreich-Wahl: Le Pen verliert die Stichwahl laut den ersten Hochrechnungen gegen die Linke. Alle Ergebnisse im Live-Ticker.

Update vom 8. Juli, 10.09 Uhr: Bei der Frankreich-Wahl ist das Linksbündnis Neue Volksfront stärkste Kraft geworden. Es sicherte sich laut AFP rund 190 Sitze in der Nationalversammlung. Der rechtspopulistische Rassemblement National (RN) erzielte sein bislang bestes Ergebnis – landete mit gut 140 Mandaten aber lediglich auf dem dritten Platz hinter dem Regierungslager von Präsident Emmanuel Macron, das rund 160 Mandate holte, schreibt die Nachrichtenagentur weiter.

Schwester von Marine Le Pen verfehlt ihr angestrebtes Ergebnis bei Frankreich-Wahl

Update vom 8. Juli, 7.56 Uhr: Die Schwester von Marine Le Pen hat bei der Frankreich-Wahl ihr Ziel verfehlt: Marie-Caroline Le Pen misslang ihr inzwischen fünfter Versuch, in die Nationalversammlung einzuziehen. Sie unterlag bei der Parlamentswahl in Frankreich in einem Wahlkreis im Département Sarthe der LFI-Politikerin Elise Leboucher, die für das Linksbündnis angetreten war und 50,23 Prozent der Stimmen erhielt.

Marine Le Pen hat Frankreich-Wahl 2027 im Blick – trotz Ausschluss

Frankreich: Rassemblement National von Marine Le Pen.
In Frankreich ist der Rassemblement National unter Marine Le Pen (im Bild) in den vergangenen Jahren zu einer führenden Kraft aufgestiegen. So feierte der RN bei der Europawahl 2024 einen klaren Erfolg.  © François Lo Presti/afp
Europawahl - Frankreich
Das starke Ergebnis der rechtsnationalen Partei veranlasste den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron anschließend dazu, das Parlament aufzulösen.  © Ludovic Marin/dpa
Jean-Marie Le Pen
Die Geschichte des Rassemblement National begann Anfang der Siebziger. Am 5. Oktober 1972 gründeten Jean-Marie Le Pen (hier eine Aufnahme von 2022) und Pierre Bousquet die rechtsextreme Splittergruppe Front National.  © Joel Saget/afp
1. Mai in Paris
Der 1928 geborene Le Pen (hier ein Bild von 2017) tat sich früh als Demagoge hervor, der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt wurde und den Holocaust als ein „Detail der Geschichte“ abtat. Bousquet (1919 bis 1991) war ein ehemaliger Kollaborateur, der als Rottenführer in der Waffen-SS gedient hatte. Fremdenfeindliche Parolen waren über viele Jahre Markenzeichen der Partei. © Thibault Camus/dpa
Jean-Marie Le Pen
In den 1980er Jahren wurde der FN bei zwei Parlamentswahlen hintereinander mit mindestens einem Abgeordneten in die Nationalversammlung gewählt. Der Durchbruch gelang im Jahr 2002, als Jean-Marie Le Pen als Zweitplatzierter aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hervorging.  © Joel Saget/afp
Le Pen
Es kam zur Stichwahl, die der amtierende Präsident Jacques Chirac deutlich gewann. Fünf Jahre später verlor Le Pen viele Stimmen und schied im ersten Wahlgang aus.  © Joel Saget/AFP
Marine Le Pen
Einen großen Einschnitt gab es im Januar 2011. Der FN ging nach einem Führungswechsel andere Wege. Die neue Parteivorsitzende trug allerdings einen bekannten Namen: Marine Le Pen. Die studierte Juristin kam 1968 nahe Paris als jüngste Tochter Jean-Marie Le Pens zur Welt.  © Bernard Patrick/Imago
Marine Le Pen/dpa
Mit acht Jahren wurde sie von einer Bombenexplosion aus dem Schlaf gerissen – es handelte sich um einen Anschlag auf ihren Vater. Die Mutter dreier Kinder arbeitete als Anwältin und führte zunächst die Rechtsabteilung der Front National. Ihre zwei Ehen gingen auseinander. © Pascal Pavani
Jean-Marie Le Pen
Marine Le Pen bemüht sich seither, der einst radikal rechten Partei einen moderateren Anstrich zu verpassen. Das ging mit einer Entmachtung ihres Vaters einher.  © Kenzo Tribouillard/afp
Le Pen
Im April und Mai 2015 eskalierten die schon länger bestehenden Spannungen zwischen der Parteivorsitzenden und ihrem Vater. Am 20. August 2015 wurde Jean-Marie Le Pen wegen „schwerer Verfehlungen“ aus der Partei ausgeschlossen.  © Kenzo Tribouillard/AFP
Le Pen Bannon
Anderseits suchte Le Pen im Jahr 2018 die Nähe des früheren Trump-Beraters Steve Bannon. Damals firmierte die rechtsextreme Partei noch unter dem Namen Front National. Später verpasste Le Pen ihr aber einen neuen Namen: Seither ist die Partei als Rasseblement National bekannt. © Philippe Huguen/AFP
Marine Le Pen
Seither ist es Marine Le Pen gelungen, aus der Schmuddelecke zu kommen und sich als staatstragende Politikerin zu inszenieren. Ihre Strategie ist als „Dédiabolisation“ (Entteufelung) bekannt.  © Francois Nascimbeni/AFP
Marine Le Pen
Le Pen verbannte das alte rassistische Vokabular und gibt mittlerweile eher bedachte Worte von sich. Le Pens Kurs hat , in den vergangenen Jahren bis in die bürgerliche Mitte hinein wählbar gemacht.  © Thomas Samson/afp
Marine Le Pen
Die dreimalige Präsidentschaftskandidatin drängte zwar offenen Rassismus zurück, vertritt aber weiter radikale Positionen gegen Einwanderung. Ihre Vorstellungen für Frankreich bleiben auch heute noch deutlich rechts und nationalistisch.  © Ali Al-Daher/AFP
Olga Givernet
Zudem zeigen Studienergebnisse, dass im RN der Antisemitismus noch immer weit verbreitet ist. Die Renaissance-Parlamentarierin Olga Givernet (im Bild) reagierte entsprechend: „Der RN hat ein sauberes Schaufenster, aber die Küche dahinter ist immer noch schmutzig wie eh.“ © Niviere David/Imago
Marine Le Pen mit André Ventura und Tino Chrupalla
In ihrem Bemühen um Salonfähigkeit hat sich Marine Le Pen auch von der deutschen AfD abgegrenzt. Die gilt selbst für RN-Leute als zu extremistisch. Im November 2023 war das noch anders: Beim Treffen rechter Gruppen in Lissabon stand sie noch in einer Reihe neben dem portugiesischen Chega-Politiker André Ventura (Mitte) und AfD-Co-Chef Tino Chrupalla. © Paulo Spranger/Imago
Le Pen zu Besuch bei Putin
Zum Ukraine-Krieg vertreten RN und AfD hingegen nach wie vor sehr ähnliche Positionen. So lehnt Marine Le Pen jegliche Wirtschaftssanktionen gegen das Russland von Präsident Wladmir Putin ab. © Mikhail Klimentyev/dpa
Gabriel Attal
Waffenlieferungen für die Ukraine bedeuten für Le Pen das „Risiko eines dritten Weltkriegs“. Premierminister Gabriel Attal (im Bild) konterte in einer Ukraine-Debatte im Februar 2024: „Wenn Sie 2022 gewählt worden wären, würden wir heute Waffen nach Russland liefern, um die Ukrainer zu zermalmen.“  © Ludovic Marin/afp
Marine Le Pen und Wladimir Putin
Tatsächlich stand in Le Pens Präsidentschaftsprogramm von 2022 der folgende Satz: „Ohne Furcht vor amerikanischen Sanktionen wird eine Allianz mit Russland in gewissen Themen angestrebt.“ Trotzdem wollte sich der RN im Wahlkampf ein wenig von Putin absetzen. Die Partei ließ damals 1,2 Millionen Wahlkampfplakate vernichten, die ein Bild von Marine Le Pen beim Händeschütteln mit Putin zeigten. © Emmanuel Dunand/afp
Marine Le Pen
Zu Russland hat sie dennoch ein wesentlich besseres Verhältnis als zu Deutschland. Die deutsch-französische Partnerschaft will sie rasch beenden. Zwischen Berlin und Paris bestehe eine „tiefe und unheilbare Differenz der Doktrinen“, heißt es in Le Pens Programm. Das Nato-Kommando würde sie nach einem Wahlsieg 2027 verlassen. An dessen Stelle wünscht sich Le Pen für Europa ein russisch-französisches Kommando. © Lou Benoist/afp
Emmanuel Macron
Ohnehin richtet sich der Blick in Frankreich schon längst auf die Präsidentschaftswahl 2027. Nach zwei Amtszeiten kann Emmanuel Macron, der Le Pen zweimal in der Stichwahl besiegte, nicht mehr antreten.  © Sebastien Dupuy/AFP
Marine Le Pen
Wer eine Chance gegen Le Pen hätte, ist unklar. Doch im März 2025 kam dann die vorläufige Wende: Wegen der Veruntreuung von EU-Geld schloss ein Gericht Le Pen verurteilt. Der umstrittenste Teil der Strafe ist, dass sie fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf.  © Guillaume Souvant/afp
Protestkundgebung des Rassemblement National
Diese Strafe war sofort in Kraft getreten – anders als eine teils auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafe und obwohl Le Pen gegen das Urteil Berufung einlegte. Das Berufungsgericht hat eine Entscheidung im Sommer 2026 ins Auge gefasst.  © Julien De Rosa/dpa
Marine Le Pen
Le Pen wandte sich dann an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Doch das Straßburger Gericht wies ihren Antrag, den gegen sie verhängten vorläufigen Ausschluss von Wahlen auszusetzen, einstimmig ab, da Le Pen keinerlei nicht wiedergutzumachende Beeinträchtigung drohe, die durch die Menschenrechtskonvention geschützt sei. © Lionel Bonaventure/AFP
Le Pen sieht Bardella als möglichen Präsidentschaftskandidat
Inzwischen hat Le Pen ihren politischen Ziehsohn Jordan Bardella aufgefordert, sich auf eine Kandidatur vorzubereiten – für den Fall, dass sie selbst nicht antreten kann. Noch ist aber offen, wen der RN bei der Präsidentschaftswahl 2027 ins Rennen schicken wird. Die Frage, wer in den ehrwürdigen Élysée-Palast einziehen wird, bleibt damit völlig offen.  © Michel Euler/dpa

Erste Hochrechnungen zur Frankreich-Wahl: Linksbündnis kommt wohl auf 182 Sitze

Update vom 8. Juli, 5.17 Uhr: Frankreich hat bei der Parlamentswahl ein politisches Beben erlebt. Die Linken werden überraschend stärkste Kraft. Das sogenannte Linksbündnis kommt bei der Frankreich-Wahl auf 182 Sitze in der Nationalversammlung, wie Deutschlandfunk meldet.

Update vom 7. Juli, 22.41 Uhr: Die Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl haben auch in Deutschland für Erleichterung gesorgt: Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet sieht nach dem überraschenden Ausgang der Parlamentswahl im Nachbarland Chancen für eine pro-europäische Mehrheit. „Weder die Rechtsextremen um Frau (Marine) Le Pen noch die antisemitischen und antideutschen Linksradikalen um Jean-Luc Mélenchon haben gewonnen, sondern es besteht die Chance auf eine demokratische und pro-europäische Mehrheit“, sagte Laschet, der Mitglied des Vorstands der Deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung ist, der Nachrichtenagentur dpa.

Wegen Ergebnis bei der Stichwahl in Frankreich: Premier Attal zieht mit Rücktritt Konsequenzen

Update vom 7. Juli, 21.31 Uhr: Nach der Wahlschlappe des Regierungslagers bei der Parlamentswahl hat Frankreichs Premierminister Gabriel Attal hat seinen Rücktritt angekündigt. „Gemäß der republikanischen Tradition und meinen Prinzipien entsprechend reiche ich morgen meinen Rücktritt beim Präsidenten ein“, sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag in Paris. Es steht dem Präsidenten offen, den Rücktritt anzunehmen oder nicht. Bereits vor der Verkündung der ersten Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl hatten sich die beiden Politiker zu geheimen Gesprächen getroffen.

Reaktion auf Ergebnisse bei Frankreich-Wahl 2024: Bardella fährt scharfe Attacke auf Linksbündnis

Update vom 7. Juli, 21.01 Uhr: Verbitterte Reaktion auf die Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl: Nach der überraschenden Niederlage bei der Stichwahl hat der Rassemblement National die Blockbildung der übrigen Mitbewerber kritisiert. „Leider berauben das Bündnis der Schande und die Wahlvereinbarungen von Emmanuel Macron und Gabriel Attal mit der extremen Linken“ den Wählern eine RN-Regierung, erklärte RN-Chef Jordan Bardella nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. Nach der ersten Runde bei der vorgezogenen Parlamentswahl hatte seine Partei sich noch Hoffnungen auf die absolute Mehrheit gemacht. Doch das Regierungslager von Emmanuel Macron und das Linksbündnis hatten sich zusammengetan und in der zweiten Runde zusammen ihre Kandidaten unterstützt. Am Ende landeten die Rechtspopulisten nur auf Platz drei.

Volksfront gewinnt – die Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl 2024 im Überblick

Ergebnisse bei der Frankreich-Wahl Gewinne und Verluste in der Sitzverteilung
Neue Volksfrontvon 172 auf 192 Sitzplätze
Ensemblevon 150 bis 170 Sitzplätze
Rassemblement National (RN)von 132 auf 152 Sitzplätze
Die Republikanervon 57 auf 67 Sitzplätze
Linksvon 13 bis 16 Sitzplätzen
Verschiedeneson 8 bis 11 Sitzplätzen

Ergebnis bei der Frankreich-Wahl: Sieger Mélenchon beansprucht Regierungsbildung

Update vom 7. Juli, 20.25 Uhr: Klare Ansage nach der Frankreich-Wahl vom Sieger: Das links-grüne Wahlbündnis hat angesichts der ersten Prognosen und Hochrechnungen jetzt Anspruch auf die Regierungsbildung erhoben. „Die Neue Volksfront ist bereit zum Regieren“, sagte der frühere Parteichef der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, am Sonntag in Paris. Er forderte den Rücktritt von Premierminister Gabriel Attal. „Wir haben gewonnen“, skandierten die Unterstützer des Linksbündnisses.

Hochrechnung bei der Frankreich-Wahl 2024: Linke klarer Sieger – aber ohne absolute Mehrheit

Update vom 7. Juli, 20.09: Überraschung bei den Ergebnissen zur Frankreich-Wahl: Nach den ersten Hochrechnungen und Prognosen liegt das links-grüne Bündnis bei der Parlamentswahl in Frankreich vorn. Die Neue Volksfront kommt demnach auf 172 bis 215 von 577 Sitzen. Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN), die auf eine absolute Mehrheit gehofft hatte, würde demnach mit 115 bis 155 Sitzen auf den dritten Platz hinter das Regierungslager mit 150 bis 180 Sitzen abrutschen. Keiner der drei Blöcke käme demnach auf eine absolute Mehrheit.

Linke vor Le Pen bei Frankreich-Wahl: RN kassiert laut Hochrechnung und Prognose herbe Niederlage

Update vom 7. Juli, 20.03 Uhr: Die erste Prognose zur Frankreich-Wahl ist da – mit einer faustdicken Überraschung: Das linke Bündnis liegt bei der Parlamentswahl in Frankreich überraschend vorn. Demnach belegt der Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen bei der Stichwahl nur den dritten Platz hinter dem Mitte-Lager von Staatspräsident Emmanuel Macron, wie die Sender TF1 und France 2 nach Schließung der Wahllokale berichteten. Nach der ersten Runde hatte Le Pen noch die absolute Mehrheit angestrebt. Jedoch hatten die demokratischen Parteien eine Allianz gegen die Rechtpopulisten gebildet.

Überraschendes Ergebnis bei der Frankreich-Wahl: Emmanuel Macron fügte Marine Le Pen laut Hochrechnungen eine Niederlage zu.

Frankreich-Wahl 2024 live: Prognose bringt dicke Überraschung – Linke deklassiert RN

Update vom 7. Juli, 20.00 Uhr: Die Frankreich-Wahl 2024 ist vorbei. Wahllokale sind geschlossen. Die ersten Prognosen und Ergebnisse sind gleich da. Werden sich die Spekulationen bestätigen und der Rassemblement National (RN) die absolute Mehrheit verfehlen? Alle Ergebnisse in Kürze hier live.

Prognose zur Frankreich-Wahl durchgesickert: Le Pen soll angeblich absolute Mehrheit verfehlt haben

Update vom 7. Juli, 19.38 Uhr: Die Prognosen zur Frankreich-Wahl 2024 sind gleich da. In einer Viertelstunde schließen die Wahllokale. In belgischen Medien wird bereits darüber spekuliert, dass der rechte und europaskeptische Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen heute bei der Stichwahl die absolute Mehrheit im Parlament voraussichtlich verpasst haben könnte. Das meldeten der belgische Sender RTBF und die Zeitung La Libre. Beide beriefen sich auf nicht Wählerbefragungen. Eigentlich sind diese bis zur Schließung geheim. Le Pen und ihr Parteichef Jordan Bardella hatten die absolute Mehrheit als Zielmarke ausgegeben. Doch das Mitte-Lager von Präsident Emmanuel Macron und linke Kräfte hatte sich für die zweite Runde zu einem Zweckbündnis zusammengeschlossen, um einen rechten Durchmarsch zu verhindern. Mehr als 200 Bewerber zogen ihre Kandidatur zurück, um die Siegchancen besser platzierter Gegner des RN zu erhöhen.

Prognosen und Hochrechnungen bei der Frankreich-Wahl sind gleich da – Macron trifft Attal

Update vom 7. Juli, 19.21 Uhr: In Paris fand ein Treffen zwischen Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Gabriel Attal sowie den Führern der Regierungsparteien statt – kurz bevor die ersten Hochrechnungen und Ergebnisse der Frankreich-Wahl bekannt gegeben wurden. Diese Information wurde von der Tageszeitung Le Figaro veröffentlicht. Bis jetzt sind keine Details über die Diskussionen durchgesickert. Nach der Bekanntgabe der Prognosen und Ergebnisse wird Macron sich heute nicht mehr äußern, wie berichtet wurde. Es wurde festgestellt, dass „zu diesem Zeitpunkt keine Rede von Macron in Betracht gezogen“ wird. Vor der vorgezogenen Parlamentswahl gab es Spekulationen, dass im Falle einer Niederlage gegen den Rassemblement National ein Rücktritt möglich wäre.

Hohe Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl: Schafft Le Pen mit dem RN die absolute Mehrheit?

Update vom 7. Juli, 18.23 Uhr: Erreicht der Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen die absolute Mehrheit? Bald werden die ersten Ergebnisse zur Frankreich-Wahl vorliegen. Eineinhalb Stunden vor Schließung der Wahllokale zeichnet sich bereits eine steigende Wahlbeteiligung in Runde zwei der Parlamentswahl ab. Um 17.00 Uhr lag die Beteiligung in der Stichwahl auf dem französischen Festland bei 59,71 Prozent. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zur ersten Runde letzte Woche (59,39 Prozent). Insgesamt ist dies laut der Tageszeitung Le Monde der höchste Wert bei Parlamentswahlen seit den Wahlen von 1981.

Runde 2 bei der Frankreich-Wahl: Vor Bekanntgabe der ersten Ergebnisse rüstet die Polizei auf

Update vom 7. Juli, 17.30 Uhr: Die Unruhe steigt vor der Bekanntgabe der ersten Ergebnisse in der 2. Runde der Frankreich-Wahl. Wegen eines möglichen Wahlsieges von Le Pens rechtspopulistischen Rassemblement National befürchten viele Beobachter im Anschluss massive Proteste und Krawalle. Wie France24 berichtet, sollen etwa 30.000 Polizisten am späten Sonntagabend in ganz Frankreich im Einsatz sein, um Ausschreitungen zu verhindern. Etliche Ladenbesitzer in den Großstädten verbarrikadieren Türen und Fenster, um Schäden durch Unruhen zu verhindern. Dies hatten sie bereits nach der ersten Runde bei der Parlamentswahl getan. Vergangene Woche blieb es dann aber relativ friedlich.

Warten auf erste Ergebnisse: Hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich bei Frankreich-Wahl 2024 ab

Update vom 7. Juli, 16:47 Uhr: In der entscheidenden Runde bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich haben etwa ein Viertel der Wahlberechtigten ihre Stimme bis zum Mittag abgegeben. So hab das Innenministerium in Paris bekannt, dass die Wahlbeteiligung bei der Frankreich-Wahl um 12.00 Uhr bei 26,63 Prozent lag. In der ersten Wahlrunde, die eine Woche zuvor stattfand, lag die Gesamtbeteiligung bei 66,71 Prozent und bereits am Mittag bei 25,9 Prozent. Damit locken die Stichwahlen insgesamt mehr Wählerinnen und Wähler an als in der jüngeren Vergangenheit. Mit konkreten Ergebnissen bei der Frankreich-Wahl 2024 wird heute am Abend ab 20.00 Uhr gerechnet. Denn dann schließen landesweit die Wahllokale.

Erstmeldung: Paris – Die Neuwahlen in Frankreich rücken näher. Emmanuel Macron, der Präsident Frankreichs, hat nach den Europawahlen die Auflösung der französischen Nationalversammlung angekündigt. 49 Millionen Menschen haben in Frankreich die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die Ergebnisse in den Wahlkreisen werden über die Zusammensetzung der französischen Nationalversammlung entscheiden.

In zwei Runden wird die Wahl für die 577 Sitze in der Nationalversammlung durchgeführt. Die erste Runde der Neuwahlen hat am 30. Juni stattgefunden. Die zweite Runde der vorgezogenen Wahl in Frankreich ist für heute, 7. Juli 2024, angesetzt.

Wahl in Frankreich
Wann sind die Wahltage?30. Juni und 7. Juli 2024
Wie viele Personen sitzen in der Nationalversammlung?577 Abgeordnete
VorsitzVersammlungspräsidentin Yaël Braun-Pivet

Frankreich-Wahl heute: Le Pens Rassemblement National führt in den Umfragen

Bei den Europawahlen erhielt die rechtsnationale Partei Rassemblement National in Frankreich mehr als 30 Prozent der französischen Stimmen. Die Partei erhielt damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie das Renaissance-Lager von Macron. Dies war für den französischen Präsidenten der Anlass, Frankreich vor eine nationale Wahl zu stellen. In aktuellen Umfragen zur Wahl in Frankreich heute liegt der Rassemblement National um Marine Le Pen vorn – sackt allerdings deutlich ab.

Damit könnte zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankreich die extreme Rechte die Wahl gewinnen. In der Regel stellt die Partei mit den meisten Sitzen nach der Wahl den Premierminister. Sollte der Rassemblement National also als Sieger aus der Wahl hervorgehen, könnte zu einer Kohabitation führen – in der Regierung und Präsident aus unterschiedlichen politischen Lagern kommen. Heute, am 7. Juli, wird sich in dem zweiten Wahlgang die Zusammensetzung der französischen Nationalversammlung entscheiden. Die Wahlbeteiligung ist bereits auf Rekord-Niveau.

Die Wahllokale in Frankreich schließen um 20 Uhr. Anschließend veröffentlichen Meinungsforschungsinstitute landesweite Prognosen, die auf einer Teilauszählung der abgegebenen Stimmen beruhen. Diese Prognosen sind in der Regel zuverlässig und liefern erste Anhaltspunkte für das endgültige Wahlergebnis.

Die offiziellen Ergebnisse werden ab 20 Uhr veröffentlicht. In Frankreich erfolgt die Auszählung der Stimmen normalerweise zügig. Es ist daher zu erwarten, dass die Sieger der Parlamentswahl noch am selben Abend bekannt gegeben werden. (pav, mit Material von Agenturen)

Rubriklistenbild: © Louise Delmotte/dpa/Montage

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