„Bester Kandidat“

Merz statt Söder: Union bringt CDU-Parteichef als Kanzlerkandidat in Stellung - „Keine andere Option“

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Wer wird der Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl? In der CDU zeigt sich eine Präferenz für den Parteivorsitzenden – und damit gegen Söder.

München/Hamburg — Bis zur Bundestagswahl 2025 ist es noch ein wenig hin. Die Kanzler-Frage wird dennoch bereits jetzt diskutiert. Stimmen aus der CDU bringen den Parteivorsitzenden Friedrich Merz ins Spiel. Schaut man auf die aktuellen Umfragen, dann liegt Merz in der Kanzler-Frage erstmalig vor Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Doch bis zu den Wahlen sind es noch mehr als zwei Jahre.

Friedrich Merz als Kanzlerkandidat für die Union – und nicht Söder? — „Für mich gibt es keine andere Option“

„Ich halte Friedrich Merz für den besten Kandidaten, um dieses Land wieder nach vorne zu bringen“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Chef der Grundsatzkommission, Carsten Linnemann dem Spiegel. „Für mich gibt es keine andere Option“, fügte er hinzu. Ähnlich sieht das auch der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Thorsten Frei. In Merz sieht er „den exzellenten Kandidaten“.

CDU-Bundesvorsitzender und Unionsfraktionsvorsitzender Friedrich Merz.

Einen Machtkampf in den eigenen Reihen gilt es zu vermeiden, erklärte Frei. „Die CDU hat bei der vergangenen Bundestagswahl vor allem auch deshalb Vertrauen eingebüßt, weil Armin Laschet in der Breite der Partei der Rückhalt fehlte“, erklärte er. „Fraktion und Partei werden dieses Mal geschlossen hinter Merz stehen“, so Frei. Im Raum steht auch ein weiterer Name: Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Umfragen zeigen: Merz überholt Bundeskanzler Scholz bei der Kanzlerpräferenz

Der bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder verneinte eine mögliche Kanzlerkandidatur bereits im Januar. Das Thema sei für ihn erledigt, wie er in einem Doppel-Interview mit Friedrich Merz dem Münchner Merkur erklärte. Merz äußerte sich noch nicht zu einer möglichen Kanzlerkandidatur. Die K-Frage soll jedoch spätestens im Frühherbst 2024 geklärt werden, wie er in dem Interview erklärte.

In den Umfragen liegt die CDU/CSU und schon länger vor der SPD. In den am 11. April veröffentlichten Umfragedaten des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa schaffte es Merz erstmals, Scholz bei der Kanzlerpräferenz zu überholen. Mit 23 Prozent lag dieser erstmalig vor Olaf Scholz, der nur 21 Prozent holen konnte. Umfragen zeigen jedoch nur eine Momentaufnahme. Wie sich die Präferenz in den nächsten Wochen und Monaten ändern wird, bleibt abzuwarten. (vk)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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