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Wladimir Putin und Kim Jong-un sind zu Gast bei Xi Jinping. Der chinesische Machthaber will Freunden und Feinden seine militärische Macht zeigen.
Update, 15.50 Uhr: Kreml-Chef Wladimir Putin spricht über die Ergebnisse seines Besuchs in China. Die Reise sei „sehr positiv“ verlaufen. Er habe sich mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping über die „wichtigsten Themen“ austauschen können. Die Abmachungen mit China seien vorteilhaft für beide Seiten. Er verkündete außerdem, Russlands Gaslieferungen an China könnten auf bis zu 100 Milliarden Kubikmeter ansteigen.
Chinesisches Militär rüstet auf: Wadephul betont Kooperation mit Indien
Update, 13.50 Uhr: Deutschland und Indien vertiefen ihre Kooperation – unter anderem wegen China. „Wir wollen die Herausforderungen, mit dem unsere beiden Länder konfrontiert sind, gemeinsam angehen und die Zusammenarbeit stärken“, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.
Indien habe als aufstrebende Wirtschaftsmacht, bevölkerungsreichstes Land und größte Demokratie der Erde geostrategisch eine besondere Bedeutung, sagte Wadephul. Chinas zunehmend aggressives Auftreten im Indopazifik sorge beide Länder. „Insgesamt wollen wir auch im Bereich der Verteidigung, Sicherheit und Rüstung unsere Kooperation weiter ausbauen“, fügte der Bundesaußenminister hinzu.
Vor dem Hintergrund der Teilnahme des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi am Gipfeltreffen des Sicherheitsbündnisses Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) vor wenigen Tagen im chinesischen Tianjin sagte Wadephul, Deutschland begrüße es immer, wenn zwei Länder zueinander einen Weg der noch größeren Verständigung fänden. „Ich weiß mich trotzdem einig mit Indien und vielen anderen Ländern, dass die internationale, regelbasierte Ordnung verteidigt werden muss und dass sie zuweilen auch gegen China verteidigt werden muss.“
Update, 11.05 Uhr: China hat bei der großen Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes Zweiten Weltkrieges eine Reihe neuer Waffen gezeigt. Große Aufmerksamkeit erregten unter anderem unbemannte Kampfjets. Während der Parade in Peking zogen Laster auch Unterwasser-Drohnen über die Straße des ewigen Friedens. Laut Experten könnte China diese torpedoförmigen Kolosse als Tarnkappen-U-Boote einsetzen.
Chinesische Militärparade: Zahlreiche neue Waffen vorgestellt und demonstriert
Große Beachtung fand auch die mobile Laserwaffe LY-1. Beobachter gehen davon aus, dass der sogenannte Hochenergie-Laser (HEL) Schwärme kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen abwehren kann. Zudem zeigte Peking sogenannte „loyal Wingmans“ - also Drohnen, die mit Menschen besetzte Kampfjets im Einsatz unterstützen oder Aufklärungsmissionen fliegen können. Gesteuert werden könnten sie aus einem Kommandoflugzeug wie dem Kampfjet J-20, Chinas erstem selbst entwickelten Tarnkappen-Kampfflugzeug. Die sogenannten Collaborative Combat Aircrafts (CCA) gelten als der Zukunft im Luftkrieg.
Im Paradezug waren auch Hyperschallraketen zu sehen. Die Marschflugkörper vom Typ YJ (kurz für „Ying Ji“, das heißt Adler-Angriff) können etwa auf dem Wasser gegen feindliche Schiffe eingesetzt werden. Je nach Typ können sie von verschiedenen Abschussvorrichtungen in unterschiedlichen Flughöhen mit jeweils eigenen Flugeigenschaften operieren. Auf meterlangen mobilen Abschussrampen zeigte die Armee zudem Raketen vom Typ DF. Diese Interkontinentalraketen, die mit Atomsprengköpfen besetzt das US-amerikanische Festland oder Europa erreichen könnten, sind schon länger im chinesischen Bestand.
Update, 6.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump wirft China, Nordkorea und Russland eine Verschwörung gegen die USA vor. Anlass ist die Militärparade in Peking zum 80. Jahrestag der japanischen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg. Trump schrieb auf Truth Social an Präsident Xi gerichtet: „Richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong Un meine herzlichsten Grüße aus, während Sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika konspirieren.“ China hatte zuvor eine Militärparade mit tausenden Soldaten abgehalten. An der Veranstaltung nahmen auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Kreml-Chef Wladimir Putin teil. Es war das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich auftraten.
Update 4.12 Uhr: Tausende Soldaten, Panzer und Raketen in einer Stunde präsentiert: Die pompöse Militärparade von Chinas Armee zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ist nach rund 70 Minuten bereits wieder Geschichte. Staats- und Parteichef Xi Jinping nahm die Schau mit mehr als 10.000 Soldaten, Hunderten Fahrzeugen und Flugzeugen ab. Xi rief zu Frieden auf und warnte vor neuen Gefahren. „Heute steht die Menschheit erneut vor der Wahl zwischen Frieden und Krieg, Dialog und Konfrontation, Win-Win und Nullsummenspiel“, sagte er laut AFP. Die Propaganda-Schau fand im Zentrum der Hauptstadt statt.
Militärparade in Peking: China präsentiert unter den Augen von Putin und Kim neue Superwaffen




Update, 3.46 Uhr: Große Kulisse für die Militärparade in Peking: China präsentiert eine Stunde lang Tausende Soldaten und Hunderte Militärfahrzeuge in Dutzenden Formationen. Insgesamt sollen mehr als 50.000 Zuschauer an der Parade teilnehmen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Hubschrauber mit großen Bannern flogen während der 70-minütigen, von Symbolik und Propaganda geprägten Zeremonie in Formation über den Platz.
Militärparade in Peking: China-Präsident Xi fährt Truppen in Limousine ab
Update, 3.10 Uhr: Bei der Militärparade in China sparen die Machthaber nicht an Symbolen: Seine Eröffnungsrede hält Präsident Xi im Schatten eines riesigen Abbildes von Mao Zedong auf dem Tor vor dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Anschließend steigt er in eine offene Limousine, um die aufgereihten Truppen abzufahren – ohne seine beiden Ehrengäste, Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkorea-Diktator Kim Jong Un.
Drohnen, Raketen, Panzer: China demonstriert mit Militärparade seine Armee-Stärke
Update, 3.00 Uhr: Hochmoderne Unterwasserdrohnen, Raketenabwehrsysteme und Anti-Schiffs-Raketen – mit einer großen Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg will China seine militärische Stärke demonstrieren. Zur Eröffnung bezeichnete Präsident Xi Jinping sein Land bei einer Rede als „unaufhaltsam“, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Die Wiedergeburt „der chinesischen Nation ist unaufhaltsam und die Sache des Friedens und der Entwicklung der Menschheit wird triumphieren“, sagte er am Mittwoch. „Heute steht die Menschheit erneut vor einer Wahl zwischen Frieden oder Krieg, Dialog oder Konfrontation.“ Zu den Gästen der Militärparade gehören auch Kreml-Chef Wladimir Putin und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un.
Militärparade in Peking: China-Präsident Xi begrüßt Putin und Kim Jong Un
Update, 2.50 Uhr: Kurz vor Beginn der großen Militärparade in Peking hat Chinas Präsident Xi Jinping Kreml-Chef Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un begrüßt. Xi gab beiden am Mittwoch die Hand und unterhielt sich mit den beiden Ehrengästen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Danach gingen alle gemeinsam über einen roten Teppich zum Tiananmen-Platz, wo die knapp einstündige Veranstaltung eröffnet werden soll. Es ist das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich auftreten. Pjöngjang pflegt auch zu Moskau enge Beziehungen und unterstützt den russischen Krieg in der Ukraine mit Soldaten
Erstmeldung: Peking – Machtdemonstration Chinas und öffentlicher Schulterschluss zu wichtigen Verbündeten: Am Mittwoch (3. September) findet in Peking eine riesige Militärparade anlässlich des 80. Jahrestags der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg statt. Dabei will die chinesische Armee militärische Stärke demonstrieren und wird mutmaßlich neue Waffensysteme präsentieren. Zu der Parade empfängt Chinas Präsident Xi Jinping 26 Staats- und Regierungschefs, darunter Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.
Es ist das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich bei einer Veranstaltung auftreten. Nach Einschätzung der Geopolitik-Expertin und ehemaligen CIA-Mitarbeiterin Soo Kim dürfte der nordkoreanische Machthaber versuchen, bei dem Treffen die keimenden trilateralen Beziehungen zu den beiden wichtigsten Verbündeten Moskau und Peking vor der Öffentlichkeit zu „formalisieren“ - und möglicherweise eine prominentere Rolle auf der internationalen Bühne zu spielen.
Es gebe kaum einen „besseren Weg, um der übrigen Welt, insbesondere den USA, Japan und Südkorea“, auch bildlich die Botschaft zu übermitteln, dass mit der russisch-chinesisch-nordkoreanischen Allianz fortan zu rechnen sei, erklärt die Expertin.
Das atomar bewaffnete Nordkorea und Russland sind traditionelle Verbündete. Nach Informationen der Geheimdienste in Südkorea und westlichen Ländern hat Nordkorea Russland für dessen Angriffskrieg in der Ukraine Raketen und andere Rüstungsgüter geliefert und mit tausenden Soldaten unterstützt. Nordkoreas wichtigster Partner ist allerdings China. Die Volksrepublik unterstützt das mit umfangreichen internationalen Sanktionen belegte Land wirtschaftlich und politisch. Auch China hat den Krieg in der Ukraine nicht verurteilt und unterstützt Russland stillschweigend.
Mit seiner Teilnahme an der Militärparade unternehme Kim „einen neuen Vorstoß, um die Beziehungen Pjöngjangs zu Peking nach dessen Kontaktaufnahme zu Moskau zu verbessern“, sagt der ehemalige Präsident der Universität für Nordkorea-Studien in Seoul, Yang Moo-jin.
Militärparade in Peking: Putin und Xi zeigen starkes Bündnis nach SCO-Gipfel
Gerade erst haben Putin und Xi beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) Nähe demonstriert. China und Russland nutzen die Organisation unter anderem, um ein Gegengewicht zu Zusammenschlüssen westlicher Staaten wie der Nato zu etablieren.
Die riesige Militärparade in Peking am Mittwoch findet kurz nach Abschluss des SCO-Gipfels statt. „Mit der Anwesenheit Putins zeigt die Veranstaltung eine sozialistische Allianz zwischen Nordkorea, China und Russland, wobei Pjöngjang versucht, sich als wichtiger Akteur in diesem trilateralen Rahmen zu positionieren“, sagt Nordkorea-Experte Yang.
Bei der Militärparade wird China voraussichtlich mit der Präsentation neuer Waffen militärische Stärke demonstrieren: Militärexperten untersuchten in Onlinediensten veröffentlichte Fotos und Videos von hochmodernen Unterwasserdrohnen, Raketenabwehrsystemen und Anti-Schiffs-Raketen, die mutmaßlich bei der Parade auf dem Tiananmen-Platz zu sehen sein werden.
Laut Militärexperten wurden im Vorfeld vier neue Anti-Schiffs-Raketen gesichtet. Dieser Raketentyp ist darauf ausgelegt, große Schiffe anzugreifen und kann aus der Luft oder vom Wasser aus abgefeuert werden. Die neuen Modelle könnten hyperschallfähig sein und damit mehr als fünfmal so schnell wie der Schall fliegen können. Gesichtet wurden bei Militärübungen außerdem neue, leistungsstarke Panzer sowie zwei besonders große, unbemannte Unterwasserdrohnen.
Militärparade in Peking: Xi demonstriert Macht mit neuen Waffen
Ebenfalls präsentiert wird mutmaßlich das geheimnisumwitterte Raketenabwehrsystem „HQ-29“. Nach Ansicht chinesischer Experten könne das als „Satellitenjäger“ beschriebe Abwehrsystem Raketen außerhalb der Erdatmosphäre in einer Höhe von bis zu 500 Kilometern abfangen sowie Satelliten mit niedriger Umlaufbahn treffen. Damit wäre HQ-29 eines der leistungsstärksten Raketenabwehrsysteme der Welt.
Laut der Zeitung „South China Morning Post“ könnte zudem eine leistungsstarke Laserwaffe präsentiert werden. Bei einem riesigen rechteckigen Fahrzeug in Tarnfarben, das mit einer Plane abgedeckt war, könne es sich um ein Laser-Luftabwehrsystem zum Abschuss von Raketen und Drohnen handeln.
Auch Interkontinentalraketen, die Atomsprengköpfe tragen können und als ultimative Symbole militärischer Macht gelten, werden voraussichtlich eine wichtige Rolle bei der Parade spielen. „China wird eine neue Generation von Atomwaffen präsentieren“, sagt der chinesische Militärexperte Song Zhongping. Die bei der Parade gezeigten Waffen würden „dazu beitragen, das militärische Kräfteverhältnis zwischen China und den USA auszugleichen“. (bb mit Agenturen)
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