Demonstration neuer Waffensysteme

Militärparade in Peking mit Putin und Kim Jong Un: Neue Laserwaffe LY-1 soll Drohnenschwärme abwehren

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Wladimir Putin und Kim Jong-un sind zu Gast bei Xi Jinping. Der chinesische Machthaber will Freunden und Feinden seine militärische Macht zeigen.

Update, 15.50 Uhr: Kreml-Chef Wladimir Putin spricht über die Ergebnisse seines Besuchs in China. Die Reise sei „sehr positiv“ verlaufen. Er habe sich mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping über die „wichtigsten Themen“ austauschen können. Die Abmachungen mit China seien vorteilhaft für beide Seiten. Er verkündete außerdem, Russlands Gaslieferungen an China könnten auf bis zu 100 Milliarden Kubikmeter ansteigen.

Chinesisches Militär rüstet auf: Wadephul betont Kooperation mit Indien

Update, 13.50 Uhr: Deutschland und Indien vertiefen ihre Kooperation – unter anderem wegen China. „Wir wollen die Herausforderungen, mit dem unsere beiden Länder konfrontiert sind, gemeinsam angehen und die Zusammenarbeit stärken“, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.

Indien habe als aufstrebende Wirtschaftsmacht, bevölkerungsreichstes Land und größte Demokratie der Erde geostrategisch eine besondere Bedeutung, sagte Wadephul. Chinas zunehmend aggressives Auftreten im Indopazifik sorge beide Länder. „Insgesamt wollen wir auch im Bereich der Verteidigung, Sicherheit und Rüstung unsere Kooperation weiter ausbauen“, fügte der Bundesaußenminister hinzu.

Vor dem Hintergrund der Teilnahme des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi am Gipfeltreffen des Sicherheitsbündnisses Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) vor wenigen Tagen im chinesischen Tianjin sagte Wadephul, Deutschland begrüße es immer, wenn zwei Länder zueinander einen Weg der noch größeren Verständigung fänden. „Ich weiß mich trotzdem einig mit Indien und vielen anderen Ländern, dass die internationale, regelbasierte Ordnung verteidigt werden muss und dass sie zuweilen auch gegen China verteidigt werden muss.“

Update, 11.05 Uhr: China hat bei der großen Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes Zweiten Weltkrieges eine Reihe neuer Waffen gezeigt. Große Aufmerksamkeit erregten unter anderem unbemannte Kampfjets. Während der Parade in Peking zogen Laster auch Unterwasser-Drohnen über die Straße des ewigen Friedens. Laut Experten könnte China diese torpedoförmigen Kolosse als Tarnkappen-U-Boote einsetzen.

Chinesische Militärparade: Zahlreiche neue Waffen vorgestellt und demonstriert

Große Beachtung fand auch die mobile Laserwaffe LY-1. Beobachter gehen davon aus, dass der sogenannte Hochenergie-Laser (HEL) Schwärme kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen abwehren kann. Zudem zeigte Peking sogenannte „loyal Wingmans“ - also Drohnen, die mit Menschen besetzte Kampfjets im Einsatz unterstützen oder Aufklärungsmissionen fliegen können. Gesteuert werden könnten sie aus einem Kommandoflugzeug wie dem Kampfjet J-20, Chinas erstem selbst entwickelten Tarnkappen-Kampfflugzeug. Die sogenannten Collaborative Combat Aircrafts (CCA) gelten als der Zukunft im Luftkrieg.

Im Paradezug waren auch Hyperschallraketen zu sehen. Die Marschflugkörper vom Typ YJ (kurz für „Ying Ji“, das heißt Adler-Angriff) können etwa auf dem Wasser gegen feindliche Schiffe eingesetzt werden. Je nach Typ können sie von verschiedenen Abschussvorrichtungen in unterschiedlichen Flughöhen mit jeweils eigenen Flugeigenschaften operieren. Auf meterlangen mobilen Abschussrampen zeigte die Armee zudem Raketen vom Typ DF. Diese Interkontinentalraketen, die mit Atomsprengköpfen besetzt das US-amerikanische Festland oder Europa erreichen könnten, sind schon länger im chinesischen Bestand.

Update, 6.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump wirft China, Nordkorea und Russland eine Verschwörung gegen die USA vor. Anlass ist die Militärparade in Peking zum 80. Jahrestag der japanischen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg. Trump schrieb auf Truth Social an Präsident Xi gerichtet: „Richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong Un meine herzlichsten Grüße aus, während Sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika konspirieren.“ China hatte zuvor eine Militärparade mit tausenden Soldaten abgehalten. An der Veranstaltung nahmen auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Kreml-Chef Wladimir Putin teil. Es war das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich auftraten.

Update 4.12 Uhr: Tausende Soldaten, Panzer und Raketen in einer Stunde präsentiert: Die pompöse Militärparade von Chinas Armee zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ist nach rund 70 Minuten bereits wieder Geschichte. Staats- und Parteichef Xi Jinping nahm die Schau mit mehr als 10.000 Soldaten, Hunderten Fahrzeugen und Flugzeugen ab. Xi rief zu Frieden auf und warnte vor neuen Gefahren. „Heute steht die Menschheit erneut vor der Wahl zwischen Frieden und Krieg, Dialog und Konfrontation, Win-Win und Nullsummenspiel“, sagte er laut AFP. Die Propaganda-Schau fand im Zentrum der Hauptstadt statt.

Militärparade in Peking: China präsentiert unter den Augen von Putin und Kim neue Superwaffen

Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt.
Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt. © Andy Wong/AP/dpa
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking.
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking. © Hector RETAMAL / AFP
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking.
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking. © GREG BAKER / AFP
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt.
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt. © GREG BAKER / AFP
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte.
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen.
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen. © Pedro PARDO / AFP
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking.
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking. © Pedro PARDO / AFP
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking.
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking. © Greg Baker/AFP
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.  © Johannes Neudecker/dpa
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin © Sergei Bobylev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache © Jade Gao/AFP
Vor Militärparade in Peking
Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat zur Militärparade am 3. September illustre Gäste geladen. Darunter ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Schon vor der Parade haben sie bei einem Treffen in Peking ihr gutes Verhältnis betont. Putin und Xi betonten außerdem, zur Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges der jeweils anderen Seite gekommen zu sein. © Sergei Bobylev/dpa
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Am 1. September hatten sich Xi und Putin beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) für eine neue Weltordnung ausgesprochen. Die russlandfreundliche SOZ gilt Gegengewicht zu westlichen Bündnissen. Putin hatte erklärt, das eurozentrische und euroatlantische Modell habe sich überlebt. © dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
544732808.jpg © Pang Xinglei/dpa
Kim Jong un
Kim Jong-un verlässt sein Land überaus selten. Die Militärparade in Peking ist für ihn das erste Treffen mehrerer Staatschefs überhaupt. Es wird erwartet, dass er Xi Jinping und Wladimir Putin in Peking auch zu persönlichen Gesprächen trifft.  © afp
Vor Militärparade in Peking
Wichtige Vertreter aus dem Westen werden bei der Militärparade in Peking nicht im Publikum sein. Dabei ist aber der serbische Präsident Aleksandar Vučić (hier bei seiner Ankunft). © Lintao Zhang/dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
Auch der slowakische Regierungschef Robert Fico ist vor Ort (hier am Flughafen von Peking). Beide stehen vor allem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe. © Jade Gao/dpa
Militärparade China
China erinnert am 3. September an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg. Nach 2015 zum 70. Jahrestag hält die Volksrepublik damit zum zweiten Mal eine Militärparade anlässlich des Gedenkens an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg ab. Die letzte große Militärparade in Peking fand 2019 statt. Damals erinnerte die herrschende Kommunistische Partei an den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik 1949. © Wang Zhao/afp
Militärparade China
Mit Zehntausenden Männern und Frauen will China bei der diesjährigen Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges im Widerstandskrieg gegen Japan seine Kampffähigkeit unter Beweis stellen.  © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Insgesamt sollen 45 Formationen über den Platz des Himmlischen Friedens in Peking laufen und fliegen. Darunter sind ausgewählte Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe, aber auch der Luftabwehrtruppen.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Zudem will die Staatsführung in der rund 70-minütigen Vorführung Hunderte Panzer und Militärfahrzeuge sowie Kampfflugzeuge und Hubschrauber zur Schau stellen.  © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Schon seit geraumer Zeit trainieren am Stadtrand von Peking Einheiten in der Sommerhitze für die Militärparade.  © Pesro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade fällt in eine Zeit, in der Peking im Südchinesischen Meer und der Taiwanstraße unter westlicher Kritik zunehmend militärischen Druck aufbaut.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Alle gezeigten Waffensysteme sollen aus chinesischer Herstellung stammen. Darunter soll neue, bisher nicht gezeigte Ausrüstung sein, unter anderem Drohnen, elektronische Störsysteme, Hyperschallwaffen sowie Raketen- und Luftabwehrsysteme. © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Die bei der Parade zur Schau gestellten Waffen könnten Hinweise auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit Taiwan liefern. Es wird erwartet, dass dabei eine neue Serie von Anti-Schiffs-Raketen, die Ying Ji („Adlerangriff“), vorgestellt wird. Diese Marschflugkörper sowie ballistische und Hyperschallraketen könnten entscheidend sein in einem Gefecht mit der US-Marine. © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade wird auch die Rolle der Kommunistischen Partei der Volksrepublik beim Sieg über Japan herausstellen. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Dabei sind sich die Historiker außerhalb Chinas weitgehend einig, dass das Hauptverdienst für diesen Sieg Chiang Kai-sheks Nationalisten zukommt, die damals den größten Teil Chinas regierten © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
2015 würdigte die Kommunistische Partei die nationalistischen Soldaten, indem sie Veteranen zur Parade einlud. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Auch ausländische Mächte trugen zur Niederlage Japans bei, darunter die als „Flying Tigers“ bekannten US-Piloten. Sie einzubeziehen, wäre eine versöhnliche Geste gegenüber der Regierung in Washington. © Johannes Neudecker/dpa
Siegesparade Moskau
Als Anerkennung der damaligen Unterstützung der Sowjetunion könnten russische Soldaten mitmarschieren – so wie auch chinesische Soldaten an der Moskauer Parade im Mai teilnahmen. © Kirill Kudryavtsev/afp
Übung zur Militärparade in Peking
In der Militärkapelle spielen laut staatlichen Medien 80 Hornisten mit, die für die 80 Jahre seit der Kapitulation Japans stehen.  © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Die insgesamt mehr als 1000 Musiker stehen in 14 Reihen – Sinnbild für die Jahre des chinesischen Widerstands.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
In der offiziellen Geschichtsschreibung Chinas begann der Krieg mit der japanischen Invasion der Mandschurei 1931. © Wang Zhao/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Groß angelegte Militärparaden in China sind selten. Peking selbst will die Parade und seine wachsende militärische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
AFP__20250820__69ZJ7G6__v2__HighRes__TopshotChinaJapanHistoryWwiiMilitaryParade.jpg © Pedro Pardo/afp
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Nach der Parade wird Xi voraussichtlich eine Ansprache halten. Beobachter erwarten Kommentare zu den USA und zu Taiwan, das China als Teil der Volksrepublik betrachtet. © Sergei Bobylev/dpa

Update, 3.46 Uhr: Große Kulisse für die Militärparade in Peking: China präsentiert eine Stunde lang Tausende Soldaten und Hunderte Militärfahrzeuge in Dutzenden Formationen. Insgesamt sollen mehr als 50.000 Zuschauer an der Parade teilnehmen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Hubschrauber mit großen Bannern flogen während der 70-minütigen, von Symbolik und Propaganda geprägten Zeremonie in Formation über den Platz.

Militärparade in Peking: China-Präsident Xi fährt Truppen in Limousine ab

Update, 3.10 Uhr: Bei der Militärparade in China sparen die Machthaber nicht an Symbolen: Seine Eröffnungsrede hält Präsident Xi im Schatten eines riesigen Abbildes von Mao Zedong auf dem Tor vor dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Anschließend steigt er in eine offene Limousine, um die aufgereihten Truppen abzufahren – ohne seine beiden Ehrengäste, Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkorea-Diktator Kim Jong Un.

Drohnen, Raketen, Panzer: China demonstriert mit Militärparade seine Armee-Stärke

Update, 3.00 Uhr: Hochmoderne Unterwasserdrohnen, Raketenabwehrsysteme und Anti-Schiffs-Raketen – mit einer großen Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg will China seine militärische Stärke demonstrieren. Zur Eröffnung bezeichnete Präsident Xi Jinping sein Land bei einer Rede als „unaufhaltsam“, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Der erste gemeinsame Auftritt: Chinas Präsident Xi empfängt Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Nordkorea-Diktator Kim Jong Un zur großen Militärparade.

Die Wiedergeburt „der chinesischen Nation ist unaufhaltsam und die Sache des Friedens und der Entwicklung der Menschheit wird triumphieren“, sagte er am Mittwoch. „Heute steht die Menschheit erneut vor einer Wahl zwischen Frieden oder Krieg, Dialog oder Konfrontation.“ Zu den Gästen der Militärparade gehören auch Kreml-Chef Wladimir Putin und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un.

Militärparade in Peking: China-Präsident Xi begrüßt Putin und Kim Jong Un

Update, 2.50 Uhr: Kurz vor Beginn der großen Militärparade in Peking hat Chinas Präsident Xi Jinping Kreml-Chef Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un begrüßt. Xi gab beiden am Mittwoch die Hand und unterhielt sich mit den beiden Ehrengästen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Danach gingen alle gemeinsam über einen roten Teppich zum Tiananmen-Platz, wo die knapp einstündige Veranstaltung eröffnet werden soll. Es ist das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich auftreten. Pjöngjang pflegt auch zu Moskau enge Beziehungen und unterstützt den russischen Krieg in der Ukraine mit Soldaten

Erstmeldung: Peking – Machtdemonstration Chinas und öffentlicher Schulterschluss zu wichtigen Verbündeten: Am Mittwoch (3. September) findet in Peking eine riesige Militärparade anlässlich des 80. Jahrestags der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg statt. Dabei will die chinesische Armee militärische Stärke demonstrieren und wird mutmaßlich neue Waffensysteme präsentieren. Zu der Parade empfängt Chinas Präsident Xi Jinping 26 Staats- und Regierungschefs, darunter Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.

Es ist das erste Mal, dass Putin, Kim und Xi gemeinsam öffentlich bei einer Veranstaltung auftreten. Nach Einschätzung der Geopolitik-Expertin und ehemaligen CIA-Mitarbeiterin Soo Kim dürfte der nordkoreanische Machthaber versuchen, bei dem Treffen die keimenden trilateralen Beziehungen zu den beiden wichtigsten Verbündeten Moskau und Peking vor der Öffentlichkeit zu „formalisieren“ - und möglicherweise eine prominentere Rolle auf der internationalen Bühne zu spielen.

Es gebe kaum einen „besseren Weg, um der übrigen Welt, insbesondere den USA, Japan und Südkorea“, auch bildlich die Botschaft zu übermitteln, dass mit der russisch-chinesisch-nordkoreanischen Allianz fortan zu rechnen sei, erklärt die Expertin.

Das atomar bewaffnete Nordkorea und Russland sind traditionelle Verbündete. Nach Informationen der Geheimdienste in Südkorea und westlichen Ländern hat Nordkorea Russland für dessen Angriffskrieg in der Ukraine Raketen und andere Rüstungsgüter geliefert und mit tausenden Soldaten unterstützt. Nordkoreas wichtigster Partner ist allerdings China. Die Volksrepublik unterstützt das mit umfangreichen internationalen Sanktionen belegte Land wirtschaftlich und politisch. Auch China hat den Krieg in der Ukraine nicht verurteilt und unterstützt Russland stillschweigend.

Mit seiner Teilnahme an der Militärparade unternehme Kim „einen neuen Vorstoß, um die Beziehungen Pjöngjangs zu Peking nach dessen Kontaktaufnahme zu Moskau zu verbessern“, sagt der ehemalige Präsident der Universität für Nordkorea-Studien in Seoul, Yang Moo-jin.

Militärparade in Peking: Putin und Xi zeigen starkes Bündnis nach SCO-Gipfel

Gerade erst haben Putin und Xi beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) Nähe demonstriert. China und Russland nutzen die Organisation unter anderem, um ein Gegengewicht zu Zusammenschlüssen westlicher Staaten wie der Nato zu etablieren.

Die riesige Militärparade in Peking am Mittwoch findet kurz nach Abschluss des SCO-Gipfels statt. „Mit der Anwesenheit Putins zeigt die Veranstaltung eine sozialistische Allianz zwischen Nordkorea, China und Russland, wobei Pjöngjang versucht, sich als wichtiger Akteur in diesem trilateralen Rahmen zu positionieren“, sagt Nordkorea-Experte Yang.

Bei der Militärparade wird China voraussichtlich mit der Präsentation neuer Waffen militärische Stärke demonstrieren: Militärexperten untersuchten in Onlinediensten veröffentlichte Fotos und Videos von hochmodernen Unterwasserdrohnen, Raketenabwehrsystemen und Anti-Schiffs-Raketen, die mutmaßlich bei der Parade auf dem Tiananmen-Platz zu sehen sein werden.

Laut Militärexperten wurden im Vorfeld vier neue Anti-Schiffs-Raketen gesichtet. Dieser Raketentyp ist darauf ausgelegt, große Schiffe anzugreifen und kann aus der Luft oder vom Wasser aus abgefeuert werden. Die neuen Modelle könnten hyperschallfähig sein und damit mehr als fünfmal so schnell wie der Schall fliegen können. Gesichtet wurden bei Militärübungen außerdem neue, leistungsstarke Panzer sowie zwei besonders große, unbemannte Unterwasserdrohnen.

Militärparade in Peking: Xi demonstriert Macht mit neuen Waffen

Ebenfalls präsentiert wird mutmaßlich das geheimnisumwitterte Raketenabwehrsystem „HQ-29“. Nach Ansicht chinesischer Experten könne das als „Satellitenjäger“ beschriebe Abwehrsystem Raketen außerhalb der Erdatmosphäre in einer Höhe von bis zu 500 Kilometern abfangen sowie Satelliten mit niedriger Umlaufbahn treffen. Damit wäre HQ-29 eines der leistungsstärksten Raketenabwehrsysteme der Welt.

Laut der Zeitung „South China Morning Post“ könnte zudem eine leistungsstarke Laserwaffe präsentiert werden. Bei einem riesigen rechteckigen Fahrzeug in Tarnfarben, das mit einer Plane abgedeckt war, könne es sich um ein Laser-Luftabwehrsystem zum Abschuss von Raketen und Drohnen handeln.

Auch Interkontinentalraketen, die Atomsprengköpfe tragen können und als ultimative Symbole militärischer Macht gelten, werden voraussichtlich eine wichtige Rolle bei der Parade spielen. „China wird eine neue Generation von Atomwaffen präsentieren“, sagt der chinesische Militärexperte Song Zhongping. Die bei der Parade gezeigten Waffen würden „dazu beitragen, das militärische Kräfteverhältnis zwischen China und den USA auszugleichen“. (bb mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Alexander Kazakov/dpa

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