Tag der offenen Tür

„Oben-ohne“-Protest bei Olaf Scholz: Aktivistinnen fordern Gasembargo

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Zwei Frauen stehen neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und haben den Slogan „Gas Embargo now“ auf dem Oberkörper stehen.
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„Oben-ohne“-Protest im Garten des Kanzleramts. Aktivistinnen zogen beim Fototermin mit Olaf Scholz blank, um ein sofortiges Gas-Embargo gegen Putin zu fordern.

Berlin – Da wirkte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kurzzeitig überrascht: Während des Tags der offenen Tür sorgten zwei Aktivistinnen für einen kleinen Zwischenfall. Bei einem Rundgang im Garten des Kanzleramtes zogen sie direkt neben dem SPD-Politiker blank, um ein sofortiges Gas-Embargo gegen Russland zu fordern. Zuvor hatte sich der Politiker den Fragen der Bürger gestellt.

„Gas Embargo now“: Aktivistinnen überraschen Scholz mit „Oben-ohne“-Protest

Hintergrund der Protestaktion im Garten des Kanzleramts war die Forderung nach einem sofortigen Gas-Embargo gegen Russlands Präsident Wladimir Putin, der seit Monaten Krieg in der Ukraine führt und durch seine Energiepolitik Deutschland in eine Gaskrise gestürzt hat. Die Aktivistinnen hatten zuvor die Gunst einer Selfie-Stunde mit dem Bundeskanzler genutzt, um in seine Nähe zu kommen. Anschließend sogen sie ihre Oberteile aus. Journalisten von RTL/ntv berichten, dass die Frauen dann auch „Gasembargo jetzt!“ brüllten.

Olaf Scholz schließlich von der Situation überrascht, blieb aber cool und lächelte den Zwischenfall weg. Nach kurzer Zeit wurden die Aktivistinnen von Personenschützern weggezogen. Im Anschluss ging der Bürgertermin ohne Zwischenfälle weiter. Derweil hoffen viele Verbraucher in Deutschland auf die Energiepreispauschale, die ab September 2022 ausgezahlt werden soll.

Protest gegen Scholz‘ Russlandpolitik: Aktivistinnen zeihen beim Tag der offenen Tür blank und fordern Gas-Embargo

Der Tag der offenen Tür mit Olaf Scholz im Kanzleramt hatte unter dem Motto „Demokratie lädt ein“ stattgefunden. Der „Oben-ohne“-Protest beim Scholz-Besuch fällt in eine Zeit, in der Deutschland seinen Bürgern wegen der hohen Inflation und einem drohenden Gasnotstand viel abverlangt. Inmitten der Krise bemüht sich die Koalition aus SPD, Grüne und FDP derweil um ein drittes Entlastungspaket, das die finanziellen Mehrkosten für die Bürger anfangen soll.

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