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Bodenoffensive: Israelische Armee soll Gaza-Stadt „umzingelt“ haben

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Die israelische Armee soll Gaza-Stadt umzingelt haben. Treibstofflieferungen in den Gazastreifen werden diskutiert. Der Israel-Krieg im News-Ticker.

  • Bodenoffensive: Israelische Armee soll Gaza-Stadt „umzingelt“ haben
  • Kämpfe an der Grenze: Israelische Armee geht weiter gegen Hisbollah vor
  • Dieser News-Ticker zum Krieg in Israel wird laufend aktualisiert. Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Konfliktparteien. Zur besseren Einordnung und zur Transparenz nennen wir alle Quellen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben zur Situation in Israel und im Gazastreifen aber teilweise nicht. Auch in diesen Fällen bleiben wir transparent.

Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuelle Entwicklung im Israel-Krieg können Sie in unserem neuen Newsticker verfolgen.

Update vom 2. November, 21.55 Uhr: Nach Angaben des palästinensischen Roten Kreuzes sind heute 102 Lastwagen mit humanitärer Hilfe über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen gelangt. Erstmals seit Öffnung des Grenzübergangs am 21. Oktober betrug die Anzahl der Lastwagen mehr als 100. Insgesamt spricht das Rote Kreuz von 374 LKWs, die den Gazastreifen erreicht haben.

Nach Angaben der Hilfsorganisation sollen vor allem Lebensmittel, Wasser, Medikamente und medizinische Geräte in die Region gebracht worden sein, Benzin jedoch nicht. Israel hat die Einfuhr von Treibstoff in den Gazastreifen mit der Begründung verhindert, die Hamas werde versuchen, damit ihre militärische Infrastruktur in den Tunnel zu betreiben.

Update vom 2. November, 20.35 Uhr: Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge am Donnerstag mehr als 130 Terroristen „eliminiert“. Ob diese getötet wurden, war zunächst unklar. Das Militär führe „erbitterte Kämpfe“ gegen Terroristen der Hamas im Gazastreifen. Bei ihren Bodeneinsätzen im Gazastreifen hätten Streitkräfte am Donnerstag auch Militäranlagen und Infrastruktur der Hamas sowie viele Waffen zerstört. Flugzeuge hätten die Angriffe flankiert und mehrere militärische Kommando- und Kontrollzentren hochrangiger Hamas-Mitglieder angegriffen. Die „terroristische Infrastruktur“ sei gezielt in zivilen Gebieten angesiedelt worden, hieß es weiter von der Armee.

Bodenoffensive: Israelische Armee soll Gaza-Stadt „umzingelt“ haben

Update vom 2. November, 19.47 Uhr: Das israelische Militär macht im Kampf gegen die Terrormiliz weiter Forschritte - nun sollen die Streitkräfte bereits die Gaza-Stadt „umzingelt“ haben. Dies sagte Generalleutnant Herzi Halevi in einem Fernsehinterview, über das unter anderem der Sender CNN berichtet.

„Unsere Soldaten operieren seit einigen Tagen in Gaza-Stadt, umzingeln es aus verschiedenen Richtungen und vertiefen die Operation“, sagte der Generalstabschef. Man befinde sich bereits „in sehr wichtigen Gebieten von Gaza-Stadt“, so Halevi. Die israelische Armee begann am Freitag mit einer umfassenden Bodenoperation im Gazastreifen und verlegte Panzer, Bulldozer, Infanterie- und Pioniereinheiten in den Küstenstreifen.

Dieses undatierte am 2. Oktober 2023 vom israelischen Militär über AP zur Verfügung gestellte Foto soll israelische Soldaten während einer Bodenoperation im Gazastreifen zeigen.

Kämpfe an libanesisch-israelischer Grenze spitzen sich zu

Update vom 2. November, 18.55 Uhr: Die militärische Lage an der libanesisch-israelischen Grenze spitzt sich weiter zu. Als Reaktion auf Beschuss aus dem Libanon griff Israels Armee eigenen Angaben zufolge am Donnerstag Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an. Ziel seien unter anderem Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager gewesen, teilte das Militär mit.

Auch ein von der Hisbollah benutztes Militärgelände hätten israelische Streitkräfte attackiert. Die Armee betonte, die Schiitenmiliz Hisbollah sei „für die aktuelle Situation im Libanon verantwortlich“. Die Hisbollah bekannte sich bislang zu 19 Angriffen gegen israelische Posten in Grenznähe.

Update vom 2. November, 17.50 Uhr: Nach Darstellung des israelischen Armeechefs wird Israel Treibstofflieferungen unter Aufsicht in den Gazastreifen zulassen, sofern es dort in den Krankenhäusern keinen mehr gibt. Seit mehr als einer Woche heiße es jedoch, dass den Kliniken der Treibstoff ausgehe, dies sei aber noch nicht passiert, sagte Herzi Halevi am Donnerstag laut einer Erklärung zur Presse. „Wir werden sehen, wann dieser Tag kommt.“

Dann werde Treibstoff unter Aufsicht an die Krankenhäuser geliefert. Israel wolle alles tun, damit dieser nicht in die Hände der Hamas gelange. Die Lage im Gazastreifen werde jeden Tag überprüft, sagte Halevi. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums können 16 von insgesamt 35 Krankenhäusern in dem Küstengebiet wegen Treibstoffmangels keine Patientinnen und Patienten mehr behandeln. Andere Kliniken könnten nur noch sehr eingeschränkte Versorgung leisten. Treibstoff werde „verzweifelt benötigt für den Einsatz lebensrettender Ausrüstung“, teilte auch das UN-Nothilfebüro OCHA mit.

Krieg in Israel: Erneuter Raketenbeschuss im Süden Israels

Update vom 2. November, 16.30 Uhr: Extremistische Palästinenser im Gazastreifen haben erneut Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Es habe Alarm in der Wüstenstadt Beerscheva sowie in einem Kibbuz nahe dem Gazastreifen gegeben, teilte die Armee am Donnerstag mit. Zudem sei mehrfach Raketenalarm im Norden ausgelöst worden. Es war unklar, woher der dortige Beschuss kam. Laut Rettungsdienst gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. 

Update vom 2. November, 15.20 Uhr: Bei Einsätzen des israelischen Militärs im Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben drei Menschen getötet worden. Ein Palästinenser sei in Kalkilia im Norden des von Israel besetzten Palästinensergebietes getötet worden, zwei weitere bei Ramallah, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah am Donnerstag mit.

Soldaten hatten nach Angaben der Armee bei zahlreichen Anti-Terroreinsätzen im Westjordanland 49 gesuchte Personen festgenommen und Waffen beschlagnahmt. Von den Festgenommenen seien 21 Mitglieder der islamistischen Hamas gewesen, hieß es. Bei einem der Einsätze in Ramallah seien die Soldaten mit Steinen beworfen worden und hätten daraufhin geschossen. Auch in Kalkilia seien die Truppen beschossen worden und hätten zurückgeschossen.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Gaza-Krieg: Erneute Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah

Update vom 2. November, 14.10 Uhr: Erneut ist es an der Grenze zwischen dem Libanon und Israel zu Gefechten gekommen. Die israelische Armee beschoss und traf nach eigenen Angaben eine „Terrorzelle“ im Grenzgebiet. Zusätzlich hätten Soldaten zwei Stellungen zum Abschuss von Panzerabwehrraketen im Libanon beschossen, hieß es. Die Hisbollah-Miliz erklärte, ein israelisches „Spionagesystem“ getroffen zu haben. Einer libanesischen Sicherheitsquelle zufolge beschoss das israelische Militär als Reaktion Dörfer im Grenzgebiet.

Update vom 2. November, 13.30 Uhr: Einen Tag nach der Öffnung des Grenzübergangs Rafah für Verletzte und Ausländer haben weitere ausländische Bürger den Gazastreifen verlassen. „Hundert Reisende mit ausländischer Staatsangehörigkeit“ seien am Morgen in zwei Bussen nach Ägypten gelangt, sagte Grenzsprecher Wael Abu Mohsen. Seinen Angaben zufolge sollen bis Ende des Tages insgesamt bis zu 400 Menschen mit ausländischem Pass sowie 60 Verletzte die Grenze nach Ägypten passieren.

Opferzahlen steigen: Mehr als 9.000 Tote in Gaza im Hamas-Israel-Krieg

Update vom 2. November, 12.30 Uhr: Die Zahl der getöteten Palästinenserinnen und Palästinensern im Gazastreifen ist seit Beginn des Kriegs laut dem von der Hamas kontrolliertem Gesundheitsministerium auf 9.061 gestiegen. Davon seien 3.760 Kinder und Jugendliche sowie 2.326 Frauen, berichtete das Ministerium. Zudem seien mehr als 32.000 Menschen verletzt worden. Die Zahlen der Behörde lassen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 2. November, 11.40 Uhr: Das israelische Militär dringt mit Panzern und Truppen auf Gaza-Stadt vor. Die Anwohner berichteten laut Reuters, dass das Gebiet die gesamte Nacht über mit Mörsergranaten beschossen worden sei. Panzer und Bulldozer sind demnach dabei, immer weiter vorzustoßen. Der israelische Brigadegeneral Ido Mizrahi sagte im Armee-Radio, die israelischen Truppen seien in einem ersten Schritt dabei, den Zugang zu Gaza zu sichern. Allerdings sei das Gelände teilweise vermint und mit Sprengfallen gesichert. „Hamas hat gelernt und sich gut vorbereitet“, sagte er. 

Zahl der Hamas-Geiseln in Gaza steigt weiter

Update vom 2. November, 10.45 Uhr: Das israelische Militär gibt die Zahl der von der Hamas in den Gazastreifen verschleppten Geiseln mit 242 an. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hatte es bislang geheißen, darunter seien in acht Fällen auch deutsche Staatsbürger. Die verschleppte Deutsch-Israelin Shani Louk wurde Anfang der Woche als tot gemeldet.

Update vom 2. November, 09.45 Uhr: Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat die Situation in Gaza nach den Luftangriffen auf das Flüchtlingslager Dschabalia als „schrecklich und entsetzlich“ beschrieben und in einer Erklärung seine Forderung nach einem sofortigen humanitären Waffenstillstand bekräftigt. Hunderte Menschen seien dabei offenbar verletzt und getötet worden, unter ihnen auch viele Kinder. Insgesamt seien in dem Krieg bisher etwa 3.500 Kinder getötet und 6.800 verletzt worden, was mehr als 400 getöteten oder verletzten Kinder pro Tag entspreche, 25 Tage lang. „Das kann nicht zur neuen Normalität werden. Das Töten und die Gefangenschaft von Kindern muss aufhören. Kinder sind kein Ziel.“

Soldaten aus Israel und Hamas-Terroristen liefern sich heftige Kämpfe in Gaza

Update vom 2. November, 08.25 Uhr:  Im Norden von Gaza ist es in der Nacht zu heftigen Gefechten zwischen israelischen Soldaten und Hamas-Terroristen gekommen. Die Kassam-Brigaden der Hamas berichteten, sie hätten Soldaten im Nordwesten und südöstlich von der Stadt Gaza mit Panzerabwehrgranaten angegriffen. Die israelische Armee teilte mit, im Verlauf der Nacht seien Soldaten auf Terrorzellen gestoßen, die mit Panzerabwehrraketen, Sprengsätzen und Handgranaten angegriffen hätten. Es kam demnach zu langen Kämpfen, bei denen die Soldaten Unterstützung durch Artillerie und Luftwaffe bekamen. „Dutzende Terroristen“ seien dabei getötet worden. Es sei auch Infrastruktur der Hamas zerstört worden.

Update vom 2. November, 07.45 Uhr: Die israelischen Luftangriffe haben am Morgen weiter zugenommen. So ist das Flüchtlingslager Dschabalia zum dritten Mal innerhalb weniger Tage attackiert worden. Bei der Bombardierung eines Hauses wurden laut Al Jazeera mindestens drei Palästinenser getötet und viele verletzt. Zudem wurden bei einem Angriff auf ein Haus im Stadtteil Zeitoun in Gaza-Stadt mehrere Opfer gemeldet. Auch das Viertel Tal al-Hawa in Gaza-Stadt wurde zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden von einem israelischen Luftangriff getroffen.

Israel bestätigt weiteren gefallenen Soldaten im Gazastreifen

Update vom 2. November, 07.15 Uhr: Das israelische Militär hat bestätigt, dass ein weiterer seiner Soldaten bei Kämpfen im nördlichen Gazastreifen getötet wurde. Damit steigt die Zahl der getöteten israelischen Soldaten seit der Ausweitung der Bodenoperationen im Gazastreifen in Gaza auf 17.

Update vom 2. November, 07.00 Uhr: Das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat angesichts zahlreicher ziviler Opfer und der angespannten Versorgungslage während der israelischen Angriffe auf Stellungen der Hamas erneut eine Feuerpause gefordert. „Das Ausmaß der Tragödie ist beispiellos“, sagte UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini nach seinem ersten Besuch im Gazastreifen seit Kriegsbeginn. „Eine humanitäre Feuerpause ist längst überfällig“, so Lazzarini. „Ohne sie werden noch mehr Menschen getötet, die Lebenden werden weitere Verluste erleiden, und die einst pulsierende Gesellschaft wird für immer in Trauer versinken.“

Update vom 2. November, 06.50 Uhr: Bei israelischen Angriffen auf das Flüchtlingslager Dschabalia sind nach Angaben der Hamas mindestens 195 Palästinenser getötet worden. Rund 120 Menschen würden noch unter den Trümmern vermisst, mindestens 777 weitere seien verletzt, teilte die Pressestelle der von der Hamas geführten Verwaltung im Gazastreifen mit. Israel hat nach eigenen Angaben Hamas-Führer in dem Lager angegriffen und getötet. Die Hamas verschanze sich dort absichtlich hinter ziviler Infrastruktur, sagte Israels Militärsprecher Daniel Hagari. „Sie wollen dieses Bild der Zerstörung.“

Biden fordert „Pause“ im Konflikt zwischen Israel und der Hamas

US-Präsident Joe Biden plädierte derweil erneut für eine „Pause“ im Konflikt zwischen Israel und der Hamas in Gaza. „Wir brauchen wohl eine Pause. Eine Pause bedeutet Zeit, um die Gefangenen herauszuholen“, antwortete Biden bei einer Rede auf einen Zwischenruf, wonach er zu einem sofortigen Waffenstillstand aufrufen solle. Das Weiße Haus stellte klar, dass sich Biden auf die Geiseln und nicht auf Gefangene bezog, die die Hamas nach ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober festgehalten hatte.

Papst fordert Zwei-Staaten-Lösung im Gaza-Krieg

Update vom 1. November, 21.32 Uhr: Papst Franziskus fordert eine Zweistaatenlösung für Israel und Palästina, um Kriege wie den derzeitigen zu beenden. Es gehe um „zwei Völker, die zusammenleben müssen. Mit dieser klugen Lösung, zwei Staaten“, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche dem italienischen Sender RAI. Zudem sei ein Sonderstatus für Jerusalem nötig. Israel lehnt dies ab.

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen schließt unterdessen nicht aus, dass der Luftangriff auf das Flüchtlingslager Dschabalia Gaza ein Kriegsverbrechen darstellen könnte. „Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer und des Ausmaßes der Zerstörung (...) sind wir ernsthaft besorgt, dass es sich um unverhältnismäßige Angriffe handelt, die Kriegsverbrechen darstellen könnten“, erklärte das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte auf X (ehemals Twitter).

Update vom 1. November, 20.45 Uhr: Israel hat eigenen Angaben zufolge den Chef der Panzerabwehrraketen-Einheit der Hamas im Gazastreifen getötet. Der hochrangige Kommandeur Mohammed Asar sei bei einem Angriff eines Kampfflugzeuges ums Leben gekommen, teilte das Militär mit. Die israelische Armee veröffentlichte ein Video, das die Explosion eines Gebäudes aus der Luft zeigt. Asar sei für alle Panzerabwehrraketen-Einheiten der Hamas im gesamten Gazastreifen zuständig gewesen. Die durch ihn in Auftrag gegebenen Einsätze zielten auf Soldaten sowie israelische Zivilisten.

Derweil konnte Israels Armee nach eigener Darstellung noch nicht sagen, wie viele Zivilpersonen bei ihren Angriffen im Flüchtlingslager Dschabalia getötet wurden. Die im Gazastreifen herrschende Hamas verschanze sich dort absichtlich hinter ziviler Infrastruktur, sagte Militärsprecher Daniel Hagari am Mittwoch vor Journalisten. „Sie wollen dieses Bild der Zerstörung“, fügte er hinzu.

Fortschritte der israelischen Armee: „Wir stehen vor den Toren von Gaza-Stadt“

Update vom 1. November, 19.45 Uhr: Die israelische Armee kommt nach Angaben eines ranghohen Kommandeurs bei ihren Bodenangriffen im Gazastreifen voran. „Wir stehen vor den Toren von Gaza-Stadt“, sagte der Befehlshaber der 162. Division, Itzik Cohen, am Mittwoch in einem Pressestatement. Die Soldaten seiner Einheit befänden sich mitten im Einsatz und seien tief in den Gazastreifen vorgedrungen. Gaza-Stadt ist die größte Stadt in dem abgeriegelten Küstenstreifen.

Update vom 1. November, 18.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden erwartet noch für heute eine Ausreise amerikanischer Bürger aus dem Gazastreifen. „Wir erwarten, dass amerikanische Staatsbürger heute ausreisen, und wir erwarten, dass in den nächsten Tagen noch mehr ausreisen werden“, schrieb Biden auf der Plattform X. „Dank amerikanischer Führung haben wir heute dafür gesorgt, dass verwundete Palästinenser und ausländische Staatsangehörige den Gazastreifen sicher verlassen können.“

Während des Kriegs: Erste Deutsche verlassen Gazastreifen

Update vom 1. November, 18.05 Uhr: Die ersten deutschen Bürger haben den Gazastreifen verlassen. Diese Information bestätigte das Auswärtige Amt auf X (ehemals Twitter). „Nach intensiven Bemühungen konnte ein Team unserer Botschaft Kairo soeben die ersten ausgereisten Deutschen am Grenzübergang in Rafah in Empfang nehmen. Es handelt sich um Mitarbeiterinnen internationaler Hilfsorganisationen“, schrieb das Ministerium von Annalena Baerbock (Grüne).

Tote nach Angriff auf Dschabalia: Hamas werfen Israel Bombardement auf Flüchtlingslager vor

Update vom 1. November, 17.25 Uhr: Bei einem erneuten Angriff Israels auf das Flüchtlingslager Dschabalia im Gazastreifen sind nach Hamas-Angaben „Dutzende“ Menschen getötet und verletzt worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten das Flüchtlingslager am Mittwoch bombardiert, erklärte das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium im Gazastreifen. Rettungskräfte sagten, es seien „ganze Familien“ getötet worden. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten große Zerstörungen durch den erneuten Angriff. Die Angaben des Gesundheitsministeriums zur Zahl der Toten und Verletzten konnten aber zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Bei einer ersten Bombardierung des Flüchtlingslagers im Norden des Gazastreifens waren am Dienstag mindestens 47 Menschen getötet worden, wie AFP auf Bildern feststellen konnte. Die israelische Armee erklärte, Ziel des Angriffs seien Hamas-Stellungen gewesen, unter den Toten sei ein Hamas-Kommandeur. Nach Angaben der Hamas kamen bei dem Angriff in dem größten Flüchtlingslager im Gazastreifen auch sieben der von ihr aus Israel verschleppten Geiseln ums Leben. UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths verurteilte den Angriff vom Dienstag scharf. Es handele sich um die neueste „Grausamkeit“, welche die Bevölkerung des Gazastreifens treffe.

Zahl der Toten im Gazastreifen steigt weiter – auch 13 israelische Soldaten getötet

Update vom 1. November, 16.25 Uhr: Bei Kämpfen mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen sind nach Angaben der Armee 13 israelische Soldaten getötet worden. Sie seien am Mittwoch im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens ums Leben gekommen, teilte das Militär mit. Bereits am Dienstag waren zwei Soldaten bei Kämpfen ums Leben gekommen. Seitdem die Armee den Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen vorangetrieben hat, wurden demnach insgesamt 15 Soldaten getötet.

Derweil hat das Palästinensische Gesundheitsministerium neue Zahlen zu Todesopfern im Gazastreifen veröffentlicht. 8796 Menschen seien getötet worden, darunter 3648 Kinder und 2290 Frauen, heißt es.

Israel greift „Terrorzelle“ im Libanon an

Update vom 1. November, 14.10 Uhr: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut eine „Terrorzelle“ im Süden des Libanons angegriffen. Diese habe versucht, mehrere Panzerabwehrraketen auf den Norden Israels abzufeuern, teilte das Militär am Mittwoch mit. Außerdem hat sie demnach zusätzlich das Feuer auf israelisches Staatsgebiet in der Nähe der Stadt Kiriat Schmona eröffnet und mit Panzerabwehrraketen geschossen. Die Armee reagiere auf den Beschuss, hieß es weiter. Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober kommt es an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon immer wieder zu Gefechten zwischen der israelischen Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah. Auf beiden Seiten gab es bereits Tote.

Berichte über neuen Beschuss des Lagers Dschabalia im Gazastreifen

Update vom 1. November, 13 Uhr: Al Jazeera berichtet, dass das Flüchtlingslager Dschabalia in Gaza nach dem Angriff am Dienstag erneut beschossen wurde. Wegen eines Ausfalls der Internet- und Mobilfunkverbindung im Gazastreifen am Mittwoch sei es derzeit schwierig, Informationen zu erhalten.

Derweil meldet das Gesundheitsministerium im Gazastreifen mindestens 8796 Tote seit dem 7. Oktober, darunter 3648 Kinder. Mehr als 2000 Personen gelten demnach als vermisst.

Hamas meldet nach Israels Angriff auf Dschabalia tote Geiseln

Update vom 1. November, 11.25 Uhr: Beim israelischen Angriff auf das Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gazastreifen sind nach Angaben der radikal-islamischen Hamas auch sieben von ihr aus Israel verschleppte Geiseln getötet worden. Unter ihnen seien drei Geiseln mit ausländischen Pässen, erklärte die Gruppe am Mittwochmorgen. Nach Hamas-Angaben wurden bei dem Angriff mindestens 50 Menschen getötet und 150 weitere verletzt. In einem AFP-Video ist zu sehen, dass mindestens 47 Tote aus den Trümmern geholt wurden. Der Hamas-Vertreter Ghazi Hamad sagte laut Al Jazeera, Israel kümmere sich bei seinen „wahllosen Bombardierungen“ nicht um die „Sicherheit der Gefangenen im Gazastreifen, unabhängig von ihrer Nationalität“. Die Angaben der Terrororganisation lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Israel hatte infolge des Angriffs der Hamas auf Israel eigenen Angaben zufolge am Dienstag ein großes Tunnelsystem unter dem dicht besiedelten Flüchtlingslager Dschabalia im Norden des Palästinensergebiets bombardiert. Dabei seien der führende Hamas-Vertreter Ibrahim Biari und zahlreiche weitere Kämpfer der den Gazastreifen beherrschenden Palästinenserorganisation getötet worden.

Ägypten öffnet Grenze zu Gaza - zumindest teils

Update vom 1. November, 9.30 Uhr: Erstmals seit Kriegsbeginn am 7. Oktober hat Ägypten den Grenzübergang Rafah geöffnet, allerdings nicht für alle Menschen im Gazastreifen. Dutzende schwer verletzte Palästinenser sowie eine erste Gruppe Ausländer oder Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft sollen ausreisen können, berichtet neben Al Jazeera auch der britische Außenminister James Cleverly auf X.

Update vom 1. November, 09.15 Uhr: Der Iran hat den Angriff des israelischen Militärs auf das palästinensische Flüchtlingslager Dschabalia in Gaza scharf verurteilt. Außenamtssprecher Nasser Kanaani sprach von einer „brutalen Attacke“ und warf dem Erzfeind der Islamischen Republik Kriegsverbrechen vor, wie aus einer Erklärung des Außenministeriums hervorgeht.

Israel hat mehr als 11.000 Hamas-Ziele in Gaza angegriffen

Update vom 1. November, 08.50 Uhr: Das israelische Militär hat seit Beginn des Gaza-Kriegs nach eigener Darstellung mehr als 11.000 Stellungen von Hamas-Terroristen angegriffen. Auch in der Nacht hätten die Bodentruppen im Verbund mit der Luftwaffe und der Marine mehrere „Terrorziele“ attackiert. Das teilte die israelische Armee am Morgen mit. Zu dem Großangriff auf das Flüchtlingslager Dschabalia erklärte das Militär, dass Bodentruppen dort in der Gegend mehrere Hamas-Terroristen aufgespürt hätten, die sich in einem Gebäude nahe einer Schule, eines medizinischen Zentrums und in Regierungsbüros verschanzt hatten. Daraufhin habe die Luftwaffe die Terroristen angegriffen. Bei dem Großangriff kamen Dutzende von Menschen ums Leben.

Israel attackiert Dschabalia: Rund 50 Hamas-Terroristen in Gaza getötet

Erstmeldung vom 1. November: Bei einem Großangriff der israelischen Armee auf das Flüchtlingslager Dschabalia wurden nach Angaben des Militärs rund 50 Terroristen getötet. Das melden sowohl Israels Militär, als auch die Hamas. Laut Israel waren die Toten Mitglieder der Terrormiliz. Bei dem Einsatz wurde demnach der Hamas-Kommandeur Ibrahim Biari getötet, der den Angaben nach unter anderem an den Hamas-Massakern im israelischen Grenzgebiet vom 7. Oktober beteiligt gewesen war. Nach Darstellung des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden „Hunderte Menschen“ bei dem Angriff verletzt und getötet. Eine exakte Angabe zur Zahl der Toten machte die Behörde nicht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Auf die zivilen Opfer des Großangriffs angesprochen, sagte ein Sprecher der israelischen Armee dem US-Fernsehsender CNN: „Das ist die Tragödie des Krieges.“

Nach Angaben der israelischen Armee hätten Bodentruppen knapp 50 Menschen getötet. Es seien jedoch auch Flugzeuge im Einsatz gewesen, berichtet unter anderem die Tagesschau. Der Großangriff habe der Hamas-Infrastruktur gegolten. Nach Angaben eines Militärsprechers sei eine unterirdische Hamas-Anlage unter einem Gebäude bei dem Angriff eingestürzt. Auch Tunnel seien eingestürzt. Dadurch seien auch andere Häuser in der Nähe eingebrochen. Unter den Trümmern werden weitere Tote vermutet. (mit Agenturen)

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