Israel-Krieg

Krieg in Israel: 20 Tote nach Angriff auf Schule in Gaza – PLO ruft zu Waffenruhe auf

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  • Nail Akkoyun
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  • Felix Durach
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    Christian Stör

Der Gaza-Krieg tritt in eine neue Phase ein. Israels Militär verstärkt die Offensive – und trifft möglicherweise eine Schule. Der Live-Ticker zur Lage in Israel.

  • Trotz Aufruf zur Waffenruhe: Luftangriff trifft offenbar Schule in Gaza
  • Raketenangriff im Gazastreifen: Israel soll Haus von Hamas-Chef getroffen haben
  • Dieser News-Ticker zum Krieg in Israel wird laufend aktualisiert. Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Konfliktparteien. Zur besseren Einordnung und zur Transparenz nennen wir alle Quellen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben zur Situation in Israel und im Gazastreifen aber teilweise nicht. Auch in diesen Fällen bleiben wir transparent.

Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Über aktuelle Entwicklungen informieren wir in unserem neuen News-Ticker zum Krieg zwischen Israel und der Hamas.

Update vom 4. November, 22.48 Uhr: Befürchtungen um die Geiseln im Krieg in Israel: Aktuell sind 60 der von der Hamas entführten Personen unauffindbar. Dies wurde von der Hamas am Samstagabend laut israelischen Medienberichten bekannt gegeben. Die Terrorgruppe machte die Luftangriffe der israelischen Streitkräfte auf Gaza dafür verantwortlich. Allein 23 israelische Geiseln seien unter Schutt begraben worden, so eine Mitteilung der Al-Kassam-Brigaden, der militärischen Einheit der Hamas. Eine unabhängige Überprüfung war zunächst nicht möglich. Die Anzahl der Geiseln, die sich in der Gewalt der Hamas befinden, wurde zuletzt auf etwa 240 geschätzt.

Israel-Krieg: Verteidigungsminister verspricht Eleminierung von Hamas-Führer

Update vom 4. November, 20.27 Uhr: Zwölf Kommandeure der Hamas sollen durch die Streitkräfte Israels eliminiert worden sein. Das berichtete der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant am Samstagabend. Die Belagerung von Gaza-Stadt soll in den nächsten Tagen vollendet sein: „Während des Schabbats gab es heftige Kämpfe im Gazastreifen. Wir haben mit den Kämpfen innerhalb der bebauten Gebiete begonnen, und die IDF setzt ihre ganze Kraft ein“, erklärte der Minister. Darüber hinaus plant der israelische Verteidigungsminister, den Anführer der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen aufzufinden und zu töten. „Wir werden (Jahja) Sinwar finden und eliminieren“, äußerte Gallant gegenüber Reportern in Tel Aviv.

Update vom 4. November, 17.35 Uhr: Mehrere arabische Staaten und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) haben nach einem Treffen mit US-Außenminister Antony Blinken einen „sofortigen Waffenstillstand in Gaza“ gefordert. Ein „sofortiger und bedingungsloser Waffenstillstand in Gaza“ sei dringend notwendig, sagte der jordanische Außenminister Aiman al-Safadi bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Amman am Samstag. 

Krieg in Israel: Offenbar Schule im Gazastreifen bombardiert – Aktuell 20 Tote

Update vom 4. November, 17.28 Uhr: Neue Verluste im Israel-Krieg: Bei den Kämpfen im Gazastreifen ist nach UN-Angaben am Samstag eine Schule getroffen worden. Berichten zufolge sollen bei dem Angriff rund 20 Menschen gestorben sein. Die Schule in dem Flüchtlingsviertel Dschabalia diente offenbar als Unterkunft für Familien auf der Flucht, das teilte das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge UNRWA mit. Der genaue Hintergrund war unklar. Das israelische Militär teilte mit, man prüfe die Berichte. Dschabalia liegt im Norden des Gazastreifens. Seit Tagen ruft die israelische Armee dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

Zerstörung im Gazastreifen: Die Luftangriffe im Israel-Krieg sorgen überall für Leid – auf beiden Seiten.

Neue Rede von Habeck: Wirtschaftsminister ruft live zur Zerstörung der Hamas auf

Update vom 4. November, 16.32 Uhr: Klare Botschaft an die Grünen zum Israel-Kurs: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat erneut in einer Video-Botschaft zur Solidarität mit dem angegriffenen Land aufgerufen. „Die Hamas muss zerstört werden“, sagte der Minister am Samstag in einer aufgezeichneten Rede für die Landesdelegiertenversammlung der Grünen in Rheinland-Pfalz. Es sei klar, dass Israel nach dem Angriff mit aller Konsequenz gegen die Terrormiliz vorgehe.

News zum Israel-Krieg: Flucht aus Gaza nach Ägypten vorerst gestoppt

Update vom 4. November, 15.47 Uhr: Nachdem ein Krankenwagen im Gazastreifen unter Beschuss geraten war, scheint die Abreise von verletzten Palästinensern sowie von Ausländern und Palästinensern mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen vorerst unterbrochen worden zu sein. Dies wurde von der Nachrichtenagentur dpa gemeldet, die sich auf den Ägyptischen Roten Halbmond berief. Wann der Grenzübergang Rafah wieder befahrbar sein wird, war zunächst ungewiss. Es wurde betont, dass zunächst sichere Routen für die Durchfahrt von Krankenwagen vom Gazastreifen zum Grenzübergang eingerichtet werden müssten. Am Freitag hatte Israel einen Krankenwagen beschossen - angeblich, weil die Hamas darin verletzte Kämpfer nach Ägypten schleusen wollte.

Israel-Krieg: Israel ruft zur Flucht aus dem Gazastreifen auf

Update vom 4. November, 13.20 Uhr: Die israelische Armee hat den Menschen im Gazastreifen am Samstag erneut ein Zeitfenster für die Flucht in den Süden des Küstengebiets genannt. Zivilpersonen hätten von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr Ortszeit (12.00 bis 15.00 Uhr MEZ) Zeit, um eine sichere Fluchtroute zu nutzen, schrieb ein israelischer Armeesprecher auf X in arabischer Sprache rund eine Stunde vor Beginn des Zeitfensters. Die Armee veröffentlichte auch eine Karte mit der ausgewiesenen Straße.

Am vergangenen Wochenende hatte das Militär eine neue Phase im Krieg gegen die im Gazastreifen herrschende Hamas eingeläutet und seine Einsätze am Boden ausgeweitet. Israels Armee hatte die Menschen im Norden bereits mehrfach aufgefordert, in den Süden des abgeriegelten Küstenstreifens zu fliehen. Dies haben nach Militärangaben bereits mindestens rund 700.000 Menschen getan. Die Vereinten Nationen sprechen sogar von 1,4 Millionen Binnenflüchtlingen.

Update vom 4. November, 11.30 Uhr: Palästinensische Extremisten im Gazastreifen haben erneut Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Es habe Alarm in einem Kibbuz nahe dem Gazastreifen gegeben, teilte die Armee am Samstag mit. Zudem sei Raketenalarm auch im Norden ausgelöst worden. Es war zunächst unklar, woher der dortige Beschuss kam. Zuvor hatte die Armee aber Gefechte an der Grenze zum Libanon gemeldet. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Zudem hat es an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon erneut Gefechte gegeben. Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge Terrorzellen im Libanon attackiert, die versucht hätten, Ziele in Israel anzugreifen. Das Militär habe zudem mehrere Raketenstarts aus dem Nachbarland registriert und die Orte des Beschusses angegriffen, wie die Armee auf Telegram mitteilte. Berichte über Verletzte gab es den Angaben nach auch hier zunächst nicht.

Ein aus der südisraelischen Stadt Sderot aufgenommenes Foto zeigt Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel wurde.

Israelische Streitkräfte sollen Haus von Hamas-Chef bombardiert haben

Update vom 4. November, 10.30 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat sich „entsetzt“ über den Beschuss von Krankenwagen im Gazastreifen gezeigt. Die Bilder von auf der Straße liegenden Leichen vor dem Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza seien erschütternd, hieß es in einer Stellungnahme von Guterres vom späten Freitagabend. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, einen Krankenwagen angegriffen zu haben, der von der islamistischen Hamas benutzt worden sei. Dabei seien mehrere Terroristen getötet worden.

Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium gab dagegen an, es seien Verwundete zum Grenzübergang transportiert worden, damit diese in Ägypten behandelt werden können. 13 Menschen seien getötet und 26 weitere verletzt worden, erklärte das Ministerium weiter. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Update vom 4. November, 9.30 Uhr: Die israelische Armee soll das Haus des Hamas-Chefs Ismail Haniyya bombardiert haben. Dies berichten mehrere arabische Medien. Auch die Times of Israel berichtet von einem Raketenangriff auf das Haus im Ort Al-Shathi im Norden des Gazastreifens, weist zudem aber darauf hin, dass Haniyaa im Exil in Katar leben soll.

Bislang gab es keine Informationen über Opfer des Angriffs. Die IDF gab dazu bisher keinen Kommentar ab. Zu Beginn des Israel-Kriegs berichteten palästinensische Medien, dass 14 Familienmitglieder Haniyaas bei einem israelischen Luftangriff auf ein anderes Familienhaus getötet wurden, darunter sein Bruder und sein Neffe.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Israelische Armee verstärkt Bodeneinsatz und tötet offenbar „dutzende Terroristen“

Update vom 4. November, 7.45 Uhr: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem weiteren Bodeneinsatz gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen „Dutzende Terroristen“ getötet. Es habe am Vortag zahlreiche Versuche gegeben, die israelischen Truppen aus Tunnelschächten und militärischen Einrichtungen im nördlichen Gazastreifen anzugreifen, teilte die Armee am Samstagmorgen mit. Die Soldaten hätten Terroristen getötet, Waffen der Hamas gefunden und Tunnelschächte freigelegt, die für Terrorzwecke genutzt würden.

Darüber hinaus hätten israelische Panzer im Norden des Gazastreifens drei Beobachtungsposten der Hamas zerstört und bei Gefechten mit 15 Terroristen mehrere von ihnen getötet. In der Nacht habe die israelische Armee zudem im südlichen Gazastreifen eine gezielte Razzia durchgeführt, um Gebäude zu räumen und Sprengsätze zu entschärfen. Während des Einsatzes seien die Truppen auf eine Terrorzelle gestoßen, die aus einem Tunnelschacht gekommen sei. Die Truppen hätten auf die Terroristen gefeuert und sie getötet, hieß es.

Update vom 4. November, 6.15 Uhr: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Terroristen aus dem Libanon abgewehrt. Wie die Armee in der Nacht zum Samstag auf Telegram bekannt gab, habe eine „Terrorzelle“ am Vortag versucht, Panzerabwehrraketen auf das Gebiet des Kibbuz Yiftah im Norden Israels abzuschießen. Ein Panzer der israelischen Armee habe die Terrorzelle getroffen. Zudem habe sich ein Terrorist aus dem Libanon dem Grenzgebiet in der Nähe der Gemeinde Schelomi genähert und sei von einem israelischen Kampfflugzeug getötet worden.

Israelisches Außenministerium warnt Bürger vor Auslandsreisen

Update vom 3. November, 22.20 Uhr: Israel empfiehlt seinen Bürgern angesichts des weltweit zunehmenden Antisemitismus, Reisen ins Ausland zu überdenken. Aufgrund des Ausmaßes gewalttätiger Vorfälle gegen Israelis und Juden sollten Israelis „die Notwendigkeit von Auslandsreisen neu bewerten“, mahnten das israelische Außenministerium sowie der Nationale Sicherheitsrat am Freitagabend. Israelischen Bürgern im Ausland rieten sie, keine israelischen und jüdischen Symbole zur Schau zur stellen. Soldaten und andere Sicherheitskräfte sollen demnach nicht mit Fremden über ihre Tätigkeit sprechen. Weiter mahnten die Behörden, Reisen in arabische Länder und Länder des Nahen Ostens, in den Nordkaukasus und in an den Iran grenzende Staaten zu verschieben.

Update vom 3. November, 20.30 Uhr: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge im Norden des Gazastreifens einen Krankenwagen angegriffen, der ihrer Erkenntnis nach von der Hamas benutzt wurde. Dabei seien mehrere Terroristen getötet worden, teilte die Armee am Freitag mit. Man habe Informationen, die belegten, dass die „Vorgehensweise der Hamas darin besteht, Terroristen und Waffen in Krankenwagen zu transportieren“, hieß es weiter.

Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, bei dem Angriff seien 13 Menschen getötet und 26 weitere verletzt worden. Die Behörde behauptete, es seien Verwundete zum Grenzübergang transportiert worden, damit diese in Ägypten behandelt werden können. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Das Gesundheitsministerium erklärte weiter, der Angriff habe sich vor dem Eingang des Schifa-Krankenhauses in der Stadt Gaza ereignet. Von Israels Armee hieß es, bei dem beschossenen Gebiet handele es sich um eine „Kampfzone“. Das Militär hatte Zivilisten mehrfach aufgefordert, zu ihrer eigenen Sicherheit in den Süden zu fliehen. Das Schifa-Krankenhaus dient nach israelischer Darstellung auch als Hamas-Kommandozentrum. Israelische Medien berichteten zuletzt unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Hamas soll rund 30.000 Menschen im Umkreis der Klinik konzentriert haben, damit diese als „menschliche Schutzschilde“ dienten.

Update vom 3. November, 18.50 Uhr: Mehr als 30 Deutsche haben am Freitag nach Angaben der Bundesregierung den Gazastreifen verlassen können. Darunter seien auch Familien mit Kindern, teilte das Auswärtige Amt am Abend über X, vormals Twitter, mit.

Krieg in Israel: Netanjahu warnt Hisbollah nach Kriegs-Drohung ihres Chefs

Update vom 3. November, 18.20 Uhr: Nach der Rede des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah, in der er Israel mit einem möglichen ausgeweiteten Krieg drohte, antwortete der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit einer Warnung. „Sollte die Hisbollah einen Fehler machen, werden sie einen großen Preis zahlen“, zitierte der Sender Kan News. Die Hisbollah und Nasrallah würden einen Preis zahlen, „den sie sich nicht einmal vorstellen können“, so Netanjahu.

Gleichzeitig gab der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant an, die Bodenoperation im Gazastreifen verlaufe nach Plan. „Unsere Soldaten rücken vor und fügen dem Feind schwere Schläge zu“, erklärte er laut der Zeitung Times of Israel. Er sprach von „systematischen Angriffen gegen Hamas-Terroristen“.

Update vom 3. November, 16.50 Uhr: Das Büro der französischen Nachrichtenagentur AFP im Gazastreifen ist durch den Einschlag eines Geschosses schwer beschädigt worden. Keiner der acht normalerweise in Gaza stationierten Mitarbeiter befand sich zum Zeitpunkt des Einschlags vor Ort, da alle bereits in den südlichen Gazastreifen evakuiert wurden, berichtete AFP am Freitag.

„AFP verurteilt den Schlag gegen ihr Büro in Gaza-Stadt auf das Schärfste“, sagte Agenturchef Fabrice Fries. „Der Standort des Büros ist allen bekannt und daran wurde in den letzten Tagen mehrfach erinnert, um einen solchen Angriff zu verhindern und zu ermöglichen, dass wir weiterhin mit Bildern vor Ort berichten können.“

Update vom 3. Oktober, 15.20 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat die Hisbollah vor einem Angriff auf Israel gewarnt. Auch die Menschen im Libanon wollten nur in Frieden leben und keine weitere Eskalation in der Region, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag nach einem Treffen mit ihrem armenischen Kollegen Ararat Mirsojan in der Hauptstadt Eriwan. Sie ergänzte: „Deswegen ist es so unglaublich wichtig, dass alle Akteure gemeinsam dafür sorgen, dass ein Flächenbrand in der Region verhindert wird.“

Baerbock hatte bereits am Mittwoch in einem ZDF-Interview erklärt, dass ein Einstieg der Hisbollah in den Israel-Krieg das „allerschlimmste“ Szenario wäre.

Hamas-Angriff „weise und mutig“ – Hisbollah-Chef spricht erstmals seit Kriegsbeginn

Update vom 3. November, 15.15 Uhr: Der Generalsekretär der Schiitenorganisation Hisbollah im Libanon, Hassan Nasrallah, hat den USA vorgeworfen, die alleinige Verantwortung für den anhaltenden Gaza-Krieg zu tragen. Israel sei nur ein „ausführendes Instrument“, sagte Nasrallah am Freitag in seiner ersten öffentlichen Rede seit dem Hamas-Terrorangriff am 7. Oktober auf Israel. Die USA seien der „große Teufel“, so der Hisbollah-Chef. „Die USA sind die Hauptverantwortlichen für alle Massaker, von Hiroshima über Vietnam bis Afghanistan“, sagte er. „Sie müssen den Preis für ihre Aggression zahlen.“

Die Angriffe der Hamas seien „zu hundert Prozent palästinensisch“ geplant gewesen. Die Operation sei vor der „Achse des Widerstands“ geheimgehalten worden. „Die Tatsache, dass niemand davon wusste, beweist, dass diese Schlacht ausschließlich palästinensischer Natur ist“, so Nasrallah weiter. Ein Sieg der islamistischen Hamas im Gazastreifen über Israel ist nach den Worten des Hisbollah-Chefs auch im Interesse arabischer Nachbarländer. „Der Sieg Gazas heute liegt auch im nationalen Interesse Ägyptens, Jordaniens und Syriens“, sagte Nasrallah. Vor allem wäre ein Erfolg der Hamas aber „im nationalen Interesse des Libanons“.

Die Entscheidung für diesen Einsatz sei „weise, mutig und zur richtigen Zeit“ gekommen, sagte Nasrallah bei einer Rede am Freitag weiter. Schon in den ersten Stunden des Angriffs sei klar gewesen, dass der „Feind abgelenkt, verloren und erstaunt“ gewesen sei, sagte Nasrallah. Der Angriff habe eine „neue historische Phase des Konflikts“ eingeläutet.

Update vom 3. November, 14.31 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will offenbar an seiner Position festhalten, Treibstoff-Lieferungen in den Gazastreifen weiterhin zu blockieren. Das berichtet das Portal Times of Isreal mit Verweis auf verschiedene hebräische Medien. Der Besuch von US-Außenminister Anthony Blinken habe nichts an der Position Netanjahus geändert.

Gaza-Gefechte: Israel zeigt Video von Schlag gegen Hamas-Tunnel

Update vom 3. November, 12.53 Uhr: Die israelischen Streitkräfte haben auf der Plattform X ein Video geteilt, das einen erfolgreichen Schlag gegen die Tunnelsysteme der Hamas zeigen soll. „IDF-Truppen legten während Spezialoperationen im Gazastreifen Tunnelschächte frei, rüsteten sie mit Sprengstoff aus und neutralisierten die Terrortunnel der Hamas“, schrieb das israelische Militär. Die Aufnahmen zeigen Schwarz-Weiß-Bilder von Explosionen und aufsteigenden Rauchsäulen. Aufnahmezeitpunkt und Ort können jedoch nicht unabhängig bestätigt werden.

Krieg in Israel: Drei Tote bei israelischen Einsätzen im Westjordanland

Update vom 3. November, 12.08 Uhr: Bei einer Reihe von Einsätzen der israelischen Armee im Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben sechs Palästinenser getötet worden. Drei der Opfer im Alter zwischen 17 und 26 Jahren wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums und der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa am Freitag in Dschenin getötet. Zwei weitere Palästinenser im Alter von 33 und 36 Jahren wurden demnach bei einer Razzia im Flüchtlingslager Al-Fawwar nahe der Stadt Hebron getötet.

Die israelische Armee erklärte, man gehe im Westjordanland „gegen Hamas“ vor. Ein Sprecher des israelischen Militärs teilte der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf Dschenin mit, dass israelische Streitkräfte „derzeit Terrorismusbekämpfungsmaßnahmen in dem Gebiet ausführen“, ohne nähere Angaben zu machen.

Israels Armee an Grenze zum Libanon in „höchster Alarmbereitschaft“.

Update vom 3. November, 11.20 Uhr: Nach Angaben von Militärsprecher Daniel Hagari befinden sich die israelischen Streitkräfte na der Nordgrenze des Landes in „höchster Alarmbereitschaft“. Das bestätigte Hagari gegenüber der israelischen Zeitung Haaretz. Man werde dort „auf jedes Ereignis“ reagiere, erklärte der Armee-Sprecher weiter. Für den Nachmittag wird eine Ansprache des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah erwartet. Bereits in den vergangenen Wochen ist es wiederholt zu Angriffen in der Grenzregion zwischen Israel und dem Libanon gekommen.

Update vom 3. November, 10.30 Uhr: Die israelischen Streitkräfte haben auf der Plattform X (ehemals Twitter) eine Audioaufnahme veröffentlicht, die ein Gespräch mit einem Mitarbeiter in der Gesundheitsversorgung Gazas zeigen soll. Aus dem Gespräch geht hervor, dass die Hamas Treibstoff unter dem al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt lagert. Wie das israelische Militär mit Verweis auf einen Informanten aus der Gesundheitsversorgung weiter erklärt, stehle die Hamas den Treibstoff von Zivilisten in der Region, um ihn dann für terroristische Zwecke zu nutzen. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Hisbollah greift israelische Stellungen im Grenzgebiet an

Update vom 3. November, 9.49 Uhr: Das israelische Militär hat einen weiteren Angriff der radikal-islamistischen Hisbollah im Grenzgebiet zwischen dem Libanon und Israel gemeldet. Bei einem Drohnenangriff, der der Hisbollah zugeschrieben wird, wurden zwei israelische Soldaten verletzt. Die IDF gab an, als Reaktion darauf Hisbollah-Anhänger an einem Standort der Terrorgruppe angegriffen und getötet zu haben.

Update vom 3. November, 09.00 Uhr: Die Bodenoffensive des israelischen Militärs konzentriert sich weiter auf den Norden von Gaza, wo die Hamas ihre Zentrale hat. Wichtige Ereignisse im kurzen Überblick:

  • Nach Angaben der israelischen Armee wurden bei Kämpfen in Gaza vier Soldaten getötet, sodass sich die Gesamtzahl seit Beginn der Bodenoffensive auf 23 erhöht
  • Israelische Streitkräfte starten neue Luftangriffe in der Nähe des Al-Quds-Krankenhauses in Gaza
  • Die israelischen Razzien gehen im gesamten besetzten Westjordanland weiter, Berichten zufolge wurden mehrere Palästinenser getötet

Kämpfe unter schwerem Beschuss: Langes Gefecht mit Hamas-Terroristen

Update vom 3. November, 07.55 Uhr: Israels Militär hat nach eigenen Angaben bei heftigen Kämpfen in Gaza mehrere Hamas-Terroristen getötet. Soldaten des 13. Bataillons der Golani-Brigade und gepanzerte Truppen des 53. Bataillons hätten in der Nacht gegen verschiedene Terrorkommandos gekämpft, gab das Militär auf Telegram bekannt. Die Soldaten hätten sich unter schwerem Beschuss ein langes Gefecht geliefert, hieß es ohne Angaben zum Ort der Kämpfe. Die Terroristen hätten Panzerabwehrraketen abgefeuert, Sprengsätze gezündet und versucht, auf Fahrzeuge der israelischen Soldaten zu klettern. Dabei seien sie getötet geworden. Zugleich hätten die Einsatzkräfte Luftangriffe mit Kampfflugzeugen und Artillerie angeleitet. „Das Ergebnis war, dass sie (die Terroristen) getötet wurden und wir unsere Operation fortsetzen. Bis zum Sieg“, schrieb die Armee.

Update vom 3. November, 07.15 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken besucht heute erneut Israel. Dabei wird er unter anderem mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und anderen Vertretern der israelischen Regierung zusammenkommen, um sich über deren weitere Pläne zu informieren.

Israels Armee umstellt die Stadt Gaza 

Erstmeldung vom 3. November: Tel Aviv/Gaza – Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Stadt Gaza eingekreist. „Die Truppen haben die Umzingelung von Gaza-Stadt, dem Zentrum der Hamas-Terrororganisation, abgeschlossen“, sagte Militärsprecher Daniel Hagari am Donnerstag vor der Presse, während schwere Explosionen zu hören waren. Die Stadt Gaza sei der „Brennpunkt der Terrororganisation Hamas“, sagte Hagari.

Zugleich spitzen sich auch die Gefechte an Israels Grenze zum Libanon weiter zu – und die erste Rede des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah seit Ausbruch des Gaza-Krieges könnte die Lage zusätzlich verschärfen. Als Reaktion auf Beschuss aus dem Libanon griff Israels Armee eigenen Angaben zufolge am Donnerstagabend militärische Stellungen von Nasrallahs proiranischer Miliz an.

Hisbollah-Chef will sein Schweigen zum Gaza-Krieg zwischen Israel und Hamas brechen

Israels Armee werde sich weiter auf die Gefechte im Gazastreifen fokussieren, auch wenn der Iran seine Stellvertreter dazu dränge, Israel davon abzulenken, sagte Militärsprecher Hagari. „Wir konzentrieren uns darauf, die Hamas zu zerstören.“ Der Generalsekretär der vom Iran geförderten Hisbollah im Libanon wird sich heute Nachmittag zum ersten Mal seit Beginn des Gaza-Kriegs an die Öffentlichkeit wenden. Angekündigt ist offiziell eine Gedenkzeremonie für die getöteten Hisbollah-Kämpfer – Nasrallahs Aussagen könnten aber auch darauf hinweisen, ob die Hisbollah-Miliz verstärkt in den Krieg zwischen Israel und der Hamas einsteigen wird. 

Israel geht in Gaza weiter gegen Hamas vor

Israels Militär zufolge wurden am Donnerstag im Gazastreifen mehr als 130 Terroristen „eliminiert“. Wie viele von ihnen noch leben, war unklar. Soldaten töteten Terroristen im Nahkampf überall dort, wo Kämpfe erforderlich seien, erklärte der israelische Militärsprecher Hagari, ohne konkrete Orte zu nennen.

Israels Armee hatte die Menschen, die sich noch im nördlichen Gazastreifen und in der Stadt Gaza befinden, mehrfach zur Flucht in den Süden des Küstengebiets aufgerufen. Die Stadt Gaza hat nach Schätzung des palästinensischen Zentralamts für Statistik knapp 750.000 Einwohner, was grob einem Drittel der Bevölkerung des Gazastreifens entspricht. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Abed Rahim Khatib/dpa

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