Kommunalwahlen in Großbritannien

GB: Johnsons Partei stürzt bei Kommunalwahlen ab

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Premierminister Boris Johnson am Mittwoch auf dem Weg zum Wahllokal.

Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien haben die Tories einen Dämpfer kassiert. Symbolträchtige Wahlbezirke gingen erstmals an die oppositionelle Labour-Partei.

London - Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien haben die Konservativen von Premierminister Boris Johnson ersten Ergebnissen am Freitagmorgen zufolge schmerzhafte Verluste hinnehmen müssen. So konnte die oppositionelle Labour-Partei erstmals die Kontrolle über den Bezirksrat im Londoner Innenstadtbezirk Westminster erringen, in dem sich die Regierungsgebäude und viele Wahrzeichen der Stadt befinden. Auch der Bezirk Wandsworth ging erstmals seit vier Jahrzehnten an die Sozialdemokraten. Zumindest symbolisch gilt das als schwere Niederlage für den Premier.

In anderen Teilen Englands waren die Verluste der Tories zunächst begrenzt. Ob der durch die Affäre um illegale Lockdown-Partys im Regierungssitz in der Kritik stehende Premier durch die Kommunalwahlen weiter unter Druck geraten wird, stand daher am Morgen noch nicht fest.

Auch in Schottland und Wales waren die Wähler am Donnerstag zur Wahl neuer Gemeinde- und Bezirksräte aufgerufen. In Nordirland wurde ein neues Regionalparlament gewählt. Mit der Auszählung der Stimmen sollte aber erst am Freitag begonnen werden. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Tages erwartet. Umfragen zufolge dürfte die katholisch-republikanische Partei Sinn Fein erstmals stärkste Kraft in der früheren Unruheprovinz Nordirland werden. (dpa)

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