Prozess in Miami

US-Geheimdokumente: Trumps persönlicher Assistent steht vor Gericht

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Walt Nauta kommt am Gericht an
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Trumps persönlicher Assistent muss sich vor Gericht verantworten. Der US-Navy-Veteran soll in die Geheimdokumenten-Affäre verwickelt sein. 

Die Ermittlungen rund um Donald Trump und Geheimdokumente in seinem Anwesen Mar-a-Lago gehen in eine neue Runde. Jetzt wird auch sein persönlicher Assistent angeklagt. Walt Nauta muss sich wegen in Miami wegen Verschwörung zur Behinderung der Justiz, Verheimlichung von Dokumenten und wegen Falschaussage über seine Rolle in der Geheimdokumenten-Affäre verantworten.

Der in der Affäre um geheime Regierungsunterlagen angeklagte Assistent hat am Donnerstag zunächst auf nicht schuldig plädiert. Walt Nauta erschien vor einem Bundesgericht in Miami, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Sein Anwalt plädierte für ihn während der Anhörung auf nicht schuldig. Die Anklage wirft Nauta vor, auf Trumps Geheiß Kisten mit Dokumenten weggeschafft zu haben. Darin sieht die Anklage ein Komplott zur Behinderung der Justiz.

Wer ist Waltine „Walt“ Nauta?

Ursprünglich stammt Nauta aus Guam, einer großen Insel im westpazifischen Ozean. Sie wurde in Folge des Spanisch-Amerikanischen Krieges 1899 zum US-amerikanischen Außengebiet.

Nauta trat 2001 als Koch der US Navy bei. Er kletterte auf der Karriereleiter nach oben, bis er den Rang des kulinarischen Spezialisten erreichte. Ab 2012 arbeitete Nauta im präsidialen Verpflegungsdienst und bereitete Mahlzeiten für die Präsidentenfamilie sowie für Staatsgäste zu. Nachdem Trump ins Weiße Haus eingezogen war, beantwortete Nauta Trumps Rufknopf und stand so regelmäßig mit dem Präsidenten in direktem Kontakt. Er wurde bekannt als Trumps „Body man“ und Trumps persönlicher Assistent. Auch nach der Präsidentschaftswahl 2020 behielt er diesen Posten und verließ den präsidialen Dienst, um Trump nach Florida zu folgen.

Nauta – Trumps loyaler Gehilfe?

Konkret wird Nauta vorgeworfen, in den letzten Tagen von Trumps Präsidentschaft die Kisten mit den Dokumenten aus dem Weißen Haus gebracht und in Mar-a-Lago auf Trumps Anweisung hin mehrfach umgestellt zu haben. Laut der Anklage habe er umgefallene Kisten mit klassifizierten Dokumenten gesehen und fotografiert und sich anschließend gegenüber Ermittlern unwissend gestellt.

Laut Recherche von The Guardian wird der Navy-Veteran als folgsamer, aber nicht politisch motivierter Mitarbeiter beschrieben. Trump selbst nennt seinen Assistenten einen „wundervollen Mann“ und wirft der Regierung vor, mit der Anklage Nautas Leben zerstören zu wollen. (Judith Goetsch)

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