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Emotionale Wortgefechte bei Treffen zwischen Netanjahu und Angehörigen von Geiseln. Die Hoffnung auf eine Vereinbarung mit der Hamas zerbricht.
Tel Aviv – Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu steht unter Druck, nachdem es bei einem Treffen mit Angehörigen von israelischen Geiseln zu harschen Wortgefechten gekommen ist. Die Emotionen kochten dabei hoch. Die Angehörigen der Geiseln hatten auf eine Vereinbarung mit der Hamas zur Freilassung aller Geiseln gehofft. Doch stattdessen zerbrach die Feuerpause, die Freilassungen endeten, und die Verzweiflung der Familien wuchs weiter. Sie fühlten sich von der Regierung nicht gehört und nicht beachtet, berichteten zahlreiche Angehörige im Nachgang des Treffens mit Netanjahu der israelischen Zeitungen Haaretz und dem israelischen TV-Sender N12.
Bei dem Treffen mit Netanjahu waren auch bereits freigelassene Geiseln anwesend, die von den Schrecken während ihrer Gefangenschaft im Gazastreifen berichteten. Einige Teilnehmer verließen den Saal, andere schrien ihre Frustration heraus. Die Regierung habe versprochen, dass alle Geiseln ausnahmslos zurückgeholt würden, hieß es laut den Berichten mehrfach. Dafür sei das Kabinett im Israel-Krieg verantwortlich.
Netanjahus Erklärung zu Geiseln sorgt für Wut unter Angehörigen
Netanjahu erklärte, dass derzeit keine Chance auf eine Freilassung bestehe und dass er das Leid und die Sorge der Familien teile. Diese Aussage reichte vielen der Angehörigen jedoch nicht aus. Sie fühlten sich nicht ernst genommen und forderten weitere Maßnahmen, wie auch ein Reporter der Tagesschau berichtete. Netanjahu las seine Ausführungen von einem Blatt ab und ließ keine Fragen zu, was die Anwesenden zusätzlich verärgerte. „Schande“-Rufe waren demnach im Saal zu vernehmen.
Bei dem Terrorangriff der Hamas auf Israel wurden rund 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Israel geht davon aus, dass noch 137 Geiseln dort festgehalten werden. In einem Austausch wurden kürzlich 105 Geiseln gegen 240 palästinensische Häftlinge freigelassen.
Die Forderungen nach einer verstärkten Bemühung zur Freilassung der Geiseln werden derzeit lauter, und die Regierung steht unter Druck, handeln zu müssen, um das Leid der Familien zu lindern. (tu mit dpa/AFP)
Redakteur Tobias Utz hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.
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