VonMaximilian Kurzschließen
Frauen werden verbrannt, Kinder erschlagen. Eine furchtbare Verbrechenswelle soll Russland heimsuchen – die Täter sind ehemalige Wagner-Soldaten.
Moskau - In den letzten Monaten kehrten viele ehemalige Wagner-Söldner nach Russland zurück. Die verurteilten Verbrecher, die einst aus den Gefängnissen kamen, um an der Front zu kämpfen, verüben nun brutale Verbrechen. Darüber berichtet unter anderem der Stern.
Unfassbare Gräueltaten von Wagner-Söldnern: Frauen bei lebendigem Leib verbrannt
Im Oktober wurde die Gemeinde Ermakovskoje in der Region Krasnojarsk von einem tragischen Vorfall erschüttert. Am Morgen des 3. Oktobers stand ein Haus in Flammen. Im Feuer kamen zwei Frauen ums Leben. Kurze Zeit später wurde Denis S., ein ehemaliges Mitglied der Wagner-Gruppe vom früheren Söldner-Boss Jewgeni Prigoschin, von der Polizei festgenommen.
Bei seiner Befragung erklärte er den Beamten, dass er aus Eifersucht in Konflikt mit seiner Partnerin geraten sei. Nach dem Streit suchte die junge Frau Zuflucht im Haus ihrer Mutter. Der Söldner folgte ihr, begoss die Haustür mit Benzin und zündete diese an. Laut offiziellen Polizeiunterlagen wurde der 32-Jährige wegen schwerer Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Er wurde in einer Hochsicherheitseinrichtung untergebracht. Der Verbrecher hatte in der Vergangenheit bereits einen Mann mit einem metallischen Ofenventil attackiert. Trotz seiner Verurteilung wurde er im November 2022 begnadigt und verließ das Gefängnis vorzeitig, um sich den Wagner-Truppen anzuschließen.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte nicht. Dennoch hatten Russland-Experten stets eindringlich vor den Gefahren für die russische Gesellschaft gewarnt, wenn die Häftlinge von dem brutalen Einsatz an der Front zurückkehren sollten.
Kleines Mädchen erschlagen: Ex-Kämpfer der Wagner-Gruppe verurteilt
Am 1. Oktober ereignete sich ein weiteres tragisches Verbrechen. Ein 31-jähriger Wagner Kämpfer geriet mit seiner Frau in eine heftige Auseinandersetzung. Im Verlauf des Streits attackierte er nicht nur seine Frau, sondern auch ihre vierjährige Tochter aus einer vorherigen Beziehung.
Trotz ihrer Verletzungen konnte die Mutter einen Notruf absetzen. Am späten Sonntagnachmittag trafen Polizei und Rettungskräfte in der Wohnung ein. Der russische Söldner wurde ohne Gegenwehr festgenommen und räumte ein, sowohl seiner Frau als auch dem Mädchen erhebliche Verletzungen zugefügt zu haben. Das kleine Mädchen erlag noch an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen.
Russland: Immer brutalere Gewaltverbrechen durch Ex-Söldner
Die Vorfälle in Russland häufen sich. Für die meisten der Täter führte der Weg in die Freiheit über den Ukraine-Krieg. Viele Schwerstverbrecher wurden vom russischen Präsidenten begnadigt, um sich den Wagner-Truppen anzuschließen. Die Offiziere der Wagner-Miliz rekrutierten ihre brutalen Söldner in den russischen Gefängnissen. Erst Ende September wurde bekannt, dass ein Mann begnadigt wurde, der 2019 seine Freundin zerstückelt und anschließend im Fleischwolf gedreht hatte.
