Vor der US-Wahl

„Gott hat mich aus einem Grund gerettet“: Trump umwirbt gläubige Zuhörer

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Im Vorfeld der US-Wahlen findet Donald Trump seinen Weg zur Religion. Nach dem Attentat im Sommer hat sein Glaube eine neue Dimension erlangt.

Concord, USA – Bis zur US-Wahl sind es nur noch zwei Wochen. Dann wird sich entscheiden, wer die Wahl gewinnt und ins Weiße Haus einzieht. Für den Republikaner Donald Trump und die Demokratin Kamala Harris geht es nun in den Abschluss ihres Wahlkampfs.

Vor allem in den Swing States, den umkämpften US-Bundesstaaten, versuchen beide Kandidaten die Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen. Jetzt hat Trump eine ganz bestimmte Wählergruppe ins Visier genommen: In North Carolina trat er vor einem christlichen Publikum auf.

US-Wahl: Trump wirft Harris vor, die Religionsfreiheit einschränken zu wollen

Donald Trump rief die christlichen Wählerinnen und Wähler dazu auf, an der US-Wahl teilzunehmen. Er behauptete, eine Regierung unter Kamala Harris würde die Religionsfreiheit einschränken und inszenierte sich selbst als Beschützer der Christinnen und Christen, berichtete The Guardian

Der ehemalige Präsident sagte, Vizepräsidentin Kamala Harris würde im Falle ihrer Wahl christliche Werte bedrohen, und lehnte sich damit an die zunehmenden Angriffe seines Wahlkampfteams auf die Demokraten an, die sich für Transgender-Rechte einsetzen. 

Die Demokraten konnten sich in North Carolina zuletzt 2008 mit Barack Obama als Kandidat durchsetzen. Aktuelle Umfragen in North Carolina zeigen aber nur einen knappen Vorsprung für Trump an. Der Bundesstaat bringt 16 Wahlleute ein.

Trump über Attentat vor US-Wahl: „Gott hat mich aus einem bestimmten Grund gerettet‘“

Trump sprach in seiner Rede auch über das Attentat während einer Kundgebung in Butler, Pennsylvania, und bezog sich dabei auf die von vielen christlichen Konservativen vertretene Vorstellung, dass Gott eingegriffen habe, um Trumps Leben zu retten.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber und ehemalige Präsident Donald Trump wird bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, angeschossen.

„Mein Glaube bekam am 13. Juli in Butler, Pennsylvania, eine neue Bedeutung, als ich von einer Art übernatürlicher Hand zu Boden geschlagen wurde“, sagte Trump. „Und ich möchte glauben, dass Gott mich aus einem bestimmten Grund gerettet hat, nämlich um unser Land größer zu machen als je zuvor.“

Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident

US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden.
US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania.
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Kurze Zeit später fielen die Schüsse. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht.
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump.
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump. Im Hintergrund decken Secret-Service-Mitarbeiter den Ex-Präsidenten hinter dem Pult. © dpa/AP | Evan Vucci
Auf Videos ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert.
Auf Aufnahmen ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter.
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe.
Ein Bild, das wohl auch im US-Wahlkampf immer wieder auftauchen wird. Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe. © dpa/AP | Evan Vucci
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen.
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen. © dpa/AP | Evan Vucci
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne.
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust.
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust. Zuvor rief er noch „fight“ in das Pult-Mikrofon. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr.
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren.
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren. © dpa/AP | Evan Vucci
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben.
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump – das Chaos lässt auf die entstandene Panik deuten. © dpa/AP | Evan Vucci
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.  © dpa/AP | Evan Vucci

Wie schon oft in der Vergangenheit versprach der ehemalige Präsident, den Johnson Amendment aufzuheben – ein Gesetz, das gemeinnützigen Organisationen, einschließlich Kirchen, untersagt, politische Kandidaten zu unterstützen. „Innerhalb der ersten Woche werden Sie dieses Recht haben“, sagte Trump. (jal)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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