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Paula Völkner
Nail Akkoyun
Franziska Schwarz
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Gerüchte über russische Einflussnahme auf den Friedensplan. Pistorius warnt vor falschem Eifer.
Update, 22:01 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat den Soldaten im Ukraine-Krieg für ihre Standhaftigkeit bei der Verteidigung gedankt und zum weiteren Durchhalten aufgerufen. Dies sei die Grundlage dafür, dass die Ukraine bei den Verhandlungen für ihre Interessen einstehen könne, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Er verwies auf die anhaltenden Kämpfe in Kupjansk, Pokrowsk und Huljajpole.
Russland verbreite in der Welt, dass die Ukraine sich nicht verteidigen könne. „Die täglichen Ergebnisse im Kampf sind Argumente dafür, dass es sich lohnt, an der Seite der Ukraine zu stehen und ihr zu helfen und dass es Druck für den Frieden nicht auf die Ukraine, sondern auf Russland bedarf“, erklärte Selenskyj. Russland sei der einzige Grund, warum sich der Krieg so lange hinziehe.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump informiert über Stand der Verhandlungen – „wenige strittige Punkte“
Update, 20:50 Uhr: Zum Stand der Gespräche zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs schrieb Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social am Mittwoch, es verblieben „nur noch wenige strittige Punkte“. Zu Witkoffs bevorstehendem Besuch in Moskau erklärte der US-Präsident, möglicherweise werde sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner den US-Sonderberater begleiten.
Drohnenabsturz in Moldau: Russischer Botschafter nach Vorfall nahe der Ukraine-Grenze einbestellt
Update, 20:13 Uhr: Nach dem Absturz einer Drohne in Moldau nahe der ukrainischen Grenze hat das Außenministerium in Chisinau den russischen Botschafter einbestellt und das Fluggerät vor seinem Haupteingang zur Schau gestellt. Russlands Botschafter Oleg Oserow sei „eine Protestnote hinsichtlich des illegalen Überflugs“ überreicht worden, erklärte das moldauische Außenministerium am Mittwoch. Der Vorfall sei „vollkommen inakzeptabel“ und „eine ernsthafte Verletzung der Souveränität“ Moldaus.
Russland: Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs „ernsthaft“
Update, 19:10 Uhr: Vor einem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau hat der Kreml die laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges als „ernsthaft“ bezeichnet. „Der Prozess ist im Gange, der Prozess ist ernsthaft“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch einem Journalisten eines staatlichen Fernsehsenders. „Derzeit gibt es wahrscheinlich nichts Wichtigeres als das“, fügte er hinzu.
Pistorius warnt inmitten von Verhandlungen: Ukraine keine Zugeständnisse aufzwingen
Update, 17:56 Uhr: Boris Pistorius hat davor gewarnt, die Ukraine in laufenden Verhandlungen zu einseitigen territorialen Zugeständnissen zu zwingen. Das Land müsse zudem auch zukünftig in der Lage sein, sich zu verteidigen, sagte der Verteidigungsminister im Bundestag bei einer Debatte des Verteidigungsetats. Nötig seien dafür starke Streitkräfte und robuste, zuverlässige Sicherheitsgarantien, vor allem auch der USA.
Zudem dürfe nichts, was die Zukunft europäischer Staaten, der Nato oder der EU betreffe, „über unsere Köpfe hinweg verhandelt oder entschieden werden“. Es dürfe „keinen falschen Frieden für die Ukraine geben. Es darf keinen Kapitulationsfrieden geben“, so der SPD-Politiker.
Update, 16:25 Uhr: In die hektische Diplomatie zum Ukraine-Krieg kommt durch angebliche abgehörte Telefonate zwischen Unterhändlern der USA und Russlands zusätzliche Aufregung. In die Kritik geriet der US-Sondergesandte Steve Witkoff; allerdings nahm Präsident Donald Trump ihn sofort gegen den Vorwurf übermäßiger Nähe zu Russland in Schutz.
„Das ist eine ganz normale Sache“, sagte der US-Präsident auf einem Flug nach Florida, als er zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt wurde. Diese ist nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte. Darin spricht Witkoff mit Putin-Berater Juri Uschakow.
Heikler Bericht: Russland soll „Friedensplan“ zum Ukraine-Krieg gestreut haben
Update, 13:31 Uhr: Ein heikler Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zieht Kreise. Dort wird aus einem Telefonat des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Kremlberater Juri Uschakow zitiert. Der Bericht erwähnt auch ein zweites, innerrussisches Telefonat vom Oktober. Es soll zwischen Uschakow und dem Sondergesandten Kirill Dmitrijew stattgefunden haben.
Dieser schlug laut Bloomberg vor, ein inoffizielles Dokument als angeblichen Friedensplan durchsickern zu lassen. Selbst wenn die USA dies nicht vollständig übernehmen sollten, seien immer noch genügend Moskauer Gesichtspunkte berücksichtigt, argumentierte Dmitrijew. Diese Passage stärkt Vermutungen, dass der US-Friedensplan zumindest teilweise russische Wurzeln hat.
Update, 12:36 Uhr: Moskau hält es für verfrüht, über ein baldiges Friedensabkommen für die Ukraine zu sprechen. Dies meldete zuerst die Nachrichtenagentur Interfax, wie Reuters berichtet. Die Aussage tätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass wurde Peskow darauf angesprochen, die Ukraine und Russland seien so nah wie nie an einer Einigung auf einen Friedensplan. „Moment, es ist zu früh, das zu sagen“, soll der Kremlsprecher daraufhin entgegnet haben.
Update, 11:31 Uhr: Bei einem Treffen russischer und ukrainischer Vertreter in Abu Dhabi diese Woche ist der neue US-Friedensplan nicht thematisiert worden. Das sagte jetzt Kremlberater Juri Uschakow laut Reuters. „Wir haben ihn gesehen, er wurde uns übergeben, aber es gab noch keine Gespräche“, erklärte Uschakow. Die Vorschläge erforderten eine „wirklich ernsthafte Analyse“.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




In Abu Dhabi trafen sie auch den US-Heeresstaatssekretär Daniel Discroll, wie ein US-Vertreter Reuters mitteilte. Das Treffen mit Driscoll sei „unerwartet“ gewesen, sagte Uschakow im russischen Staatsfernsehen dazu. Was dabei besprochen wurde, dazu schwieg er.
NATO-Chef warnt vor russischen Raketen: Litauen und Spanien trennen nur „fünf Minuten“
Update, 11:13 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte ist der Meinung, dass ein möglicher Ukraine-Friedensplan die kritische Lage zwischen Russland und Europa nicht entschärfen werde – und warnt vor russischen Raketen: Litauen und Spanien trennen nur „fünf Minuten“.
Friedensplan für die Ukraine: Kanzler Merz sieht „schicksalhaften Moment“
Update, 10:54 Uhr: Der Ukraine-Friedensplan ist auch Thema in der Generaldebatte mit Friedrich Merz. Der Kanzler bezeichnete die aktuelle Lage als „schicksalhaften Moment“ für die Ukraine und Europa. „Europa ist kein Spielball, sondern souveräner Akteur für seine eigenen Interessen und Werte“, betonte Merz laut Reuters mit Blick auf die Gespräche der USA über einen möglichen Waffenstillstand.
Trump spricht bei aktuellem Friedensplan bereits über „Zugeständnisse“ Russlands
Update, 10:39 Uhr: US-Präsident Trump soll vor dem Hintergrund eines Ukraine-Friedensplans gesagt haben, dass Russland bereits Zugeständnisse mache. Das berichtet die Ukrajinska Prawda. Das „wichtigste Zugeständnis“ sei, dass die russischen Soldaten „die Kämpfe einstellen und kein weiteres Land mehr in Besitz nehmen“, zitierte das Portal Trump aus einem anderen Medienbericht. Trump äußerte sich gegenüber Reportern an Bord der „Air Force One“.
Friedensplan aktuell: Putin-Berater beklagt Witkoff-Mitschnitt – „Vertrauliche Gespräche“
Update, 10:13 Uhr: Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass thematisiert aktuell den Bloomberg-Bericht über ein heimlich mitgeschnittenes Telefonat mit dem Trump-Gesandten Witkoff. Telefonate mit Witkoff fänden „häufig“ statt, schreibt Tass, aber Russland gäbe derartige Inhalte „niemals“ an die Medien weiter. „Ich kommentiere den Inhalt der Gespräche nicht, da sie vertraulich sind“, zitierte sie Putins Berater Uschakow. „Niemand sollte solche Dinge kommentieren.“
Trump zu aktueller Kritik an Friedensplan im Ukraine-Krieg: „Das war nur eine Karte“
Update, 9:56 Uhr: Trump hat die Kritik am 28-Punkte-Plan für die Ukraine abgeschmettert: „Das war nur eine Karte.“ Es habe sich um keinen Friedensplan, sondern um ein „Konzept“ gehandelt, so der US-Präsident, berichtet unter anderem der Kyiv Independent. „Von da an gehen sie alle 28 Punkte einzeln durch, bis nur noch 22 übrig sind. Viele davon wurden bereits gelöst, und zwar sehr günstig“, zitierte das Portal Trump.
Zu Putin-freundlich? Trump stellt sich hinter Witkoff: „So arbeitet ein Dealmaker“
Update, 9:27 Uhr: Einem Bloomberg-Bericht zufolge hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff dem Kremlberater Juri Uschakow Tipps zum Umgang mit Donald Trump gegeben – und zwar vor der Veröffentlichung des ersten Entwurfs des US-28-Punkte-Friedensplans. Der Bericht schlägt hohe Wellen. Trump hat bereits reagiert.
„So arbeitet ein Dealmaker“, sagte Trump, wie unter anderem die Ukrajinska Prawda berichtet. Trump erklärte demnach, er sehe „nichts Ungewöhnliches“ in Witkoffs Vorgehen. Das sei „üblich“ und gehöre zum Vorgehen eines Verhandlungsführers.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin unterzeichnet Dekret zu russisch besetzten Gebieten
Update, 8:55 Uhr: Wie Reuters berichtet, hat Kremlchef Wladimir Putin ein neues Dekret zur Russifizierung der besetzten ukrainischen Gebiete unterzeichnet. Bis 2036 sollen sich 95 Prozent der Bevölkerung in den seit 2022 annektierten Regionen als Russen identifizieren und Russisch sprechen.
Das Dekret fordert die russischen Behörden auf, die Zahl der Menschen zu erhöhen, die sich ethnisch als Russen sehen. Putin setzt damit seine Politik der kulturellen Assimilierung in den besetzten ukrainischen Territorien fort.
Ukraine-Krieg aktuell: Kreml tobt wegen Witkoff-Aufnahmen
Update, 8:20 Uhr: Der Kreml hat die Veröffentlichung eines Telefonats zwischen hochrangigen US- und russischen Vertretern als Sabotageversuch gegen Ukraine-Friedensgespräche bezeichnet. Bloomberg hatte eine Aufzeichnung des Gesprächs vom 14. Oktober zwischen dem US-Gesandten Steve Witkoff und Juri Uschakow, dem außenpolitischen Berater von Präsident Wladimir Putin, veröffentlicht.
„Wahrscheinlich, um zu behindern. Es ist unwahrscheinlich, dass dies zur Verbesserung der Beziehungen geschah“, sagte Uschakow dem russischen Staatsfernsehen laut Reuters zur Frage nach dem Grund für das Durchsickern. Witkoff soll in dem Telefonat eine Zusammenarbeit bei einem Friedensplan für die Ukraine vorgeschlagen haben.
Ukraine-Friedensplan aktuell: USA bedienten sich laut Insidern bei russischem Papier
Update, 7:47 Uhr: Der ursprüngliche 28-Punkte-Friedensplan der USA ist inzwischen überarbeitet, und Trump dementiert eine russische Einflussnahme bei dem Dokument vehement. Die Debatte schwelt aber weiter. Wie Reuters jetzt erfahren haben will, wurde das 28-Punkte-Papier offenbar „auf Basis russischer Vorschläge“ entwickelt.
Das berichtet die Nachrichtenagentur jetzt unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Insider. Demnach übergab Moskau der Trump-Regierung bereits im Oktober ein Papier mit seinen Kriegsende-Bedingungen. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen stehen laut dem Bericht noch aus.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin verliert laut NATO 20.000 Soldaten im Monat
Erstmeldung: Moskau – Zuletzt hatte Russland ungeachtet der anhaltenden diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges erneut schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verübt. Sieben Menschen wurden nach Behördenangaben bei den Attacken in der Nacht zum Dienstag (25. November) getötet.
Russland erzielt nach den Worten von NATO-Generalsekretär Mark Rutte trotz enormer personeller Verluste an der Front in der Ukraine keine wesentlichen Fortschritte. „Russland verliert jeden Monat rund 20.000 Soldaten. Können Sie sich das vorstellen: 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte den Zeitungen des RND und El País (Ausgaben vom 26. November).
„Bislang sind etwa eine Million Russen getötet oder schwer verwundet worden“, fuhr Rutte fort. In diesem Jahr habe Russland etwa ein Prozent ukrainisches Territorium eingenommen und rücke täglich „nur wenige Meter“ vor.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump reagiert auf heiklen Bericht über Witkoff
US-Präsident Donald Trump hat unterdessen seinen Sondergesandten Steve Witkoff gegen den Vorwurf in Schutz genommen, dieser agiere im Ringen um eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu russlandfreundlich. „Das ist eine ganz normale Sache“, sagte der Republikaner während eines Flugs nach Florida, nachdem ihn eine Journalistin zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt hatte.
Diese war nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
Rubriklistenbild: © Artyom Geodakyan/Imago



