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Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Statement zum Friedensplan – Trump verteidigt seinen Mann in Moskau

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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Gerüchte über russische Einflussnahme auf den Friedensplan. Pistorius warnt vor falschem Eifer.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 22:01 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat den Soldaten im Ukraine-Krieg für ihre Standhaftigkeit bei der Verteidigung gedankt und zum weiteren Durchhalten aufgerufen. Dies sei die Grundlage dafür, dass die Ukraine bei den Verhandlungen für ihre Interessen einstehen könne, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Er verwies auf die anhaltenden Kämpfe in Kupjansk, Pokrowsk und Huljajpole. 

Russland verbreite in der Welt, dass die Ukraine sich nicht verteidigen könne. „Die täglichen Ergebnisse im Kampf sind Argumente dafür, dass es sich lohnt, an der Seite der Ukraine zu stehen und ihr zu helfen und dass es Druck für den Frieden nicht auf die Ukraine, sondern auf Russland bedarf“, erklärte Selenskyj. Russland sei der einzige Grund, warum sich der Krieg so lange hinziehe.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump informiert über Stand der Verhandlungen – „wenige strittige Punkte“

Update, 20:50 Uhr: Zum Stand der Gespräche zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs schrieb Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social am Mittwoch, es verblieben „nur noch wenige strittige Punkte“. Zu Witkoffs bevorstehendem Besuch in Moskau erklärte der US-Präsident, möglicherweise werde sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner den US-Sonderberater begleiten.

Drohnenabsturz in Moldau: Russischer Botschafter nach Vorfall nahe der Ukraine-Grenze einbestellt

Update, 20:13 Uhr: Nach dem Absturz einer Drohne in Moldau nahe der ukrainischen Grenze hat das Außenministerium in Chisinau den russischen Botschafter einbestellt und das Fluggerät vor seinem Haupteingang zur Schau gestellt. Russlands Botschafter Oleg Oserow sei „eine Protestnote hinsichtlich des illegalen Überflugs“ überreicht worden, erklärte das moldauische Außenministerium am Mittwoch. Der Vorfall sei „vollkommen inakzeptabel“ und „eine ernsthafte Verletzung der Souveränität“ Moldaus.

Russland: Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs „ernsthaft“

Update, 19:10 Uhr: Vor einem Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau hat der Kreml die laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges als „ernsthaft“ bezeichnet. „Der Prozess ist im Gange, der Prozess ist ernsthaft“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch einem Journalisten eines staatlichen Fernsehsenders. „Derzeit gibt es wahrscheinlich nichts Wichtigeres als das“, fügte er hinzu.

Pistorius warnt inmitten von Verhandlungen: Ukraine keine Zugeständnisse aufzwingen

Update, 17:56 Uhr: Boris Pistorius hat davor gewarnt, die Ukraine in laufenden Verhandlungen zu einseitigen territorialen Zugeständnissen zu zwingen. Das Land müsse zudem auch zukünftig in der Lage sein, sich zu verteidigen, sagte der Verteidigungsminister im Bundestag bei einer Debatte des Verteidigungsetats. Nötig seien dafür starke Streitkräfte und robuste, zuverlässige Sicherheitsgarantien, vor allem auch der USA.

Zudem dürfe nichts, was die Zukunft europäischer Staaten, der Nato oder der EU betreffe, „über unsere Köpfe hinweg verhandelt oder entschieden werden“. Es dürfe „keinen falschen Frieden für die Ukraine geben. Es darf keinen Kapitulationsfrieden geben“, so der SPD-Politiker.

Update, 16:25 Uhr: In die hektische Diplomatie zum Ukraine-Krieg kommt durch angebliche abgehörte Telefonate zwischen Unterhändlern der USA und Russlands zusätzliche Aufregung. In die Kritik geriet der US-Sondergesandte Steve Witkoff; allerdings nahm Präsident Donald Trump ihn sofort gegen den Vorwurf übermäßiger Nähe zu Russland in Schutz. 

„Das ist eine ganz normale Sache“, sagte der US-Präsident auf einem Flug nach Florida, als er zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt wurde. Diese ist nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte. Darin spricht Witkoff mit Putin-Berater Juri Uschakow.

Heikler Bericht: Russland soll „Friedensplan“ zum Ukraine-Krieg gestreut haben

Update, 13:31 Uhr: Ein heikler Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zieht Kreise. Dort wird aus einem Telefonat des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Kremlberater Juri Uschakow zitiert. Der Bericht erwähnt auch ein zweites, innerrussisches Telefonat vom Oktober. Es soll zwischen Uschakow und dem Sondergesandten Kirill Dmitrijew stattgefunden haben.

Dieser schlug laut Bloomberg vor, ein inoffizielles Dokument als angeblichen Friedensplan durchsickern zu lassen. Selbst wenn die USA dies nicht vollständig übernehmen sollten, seien immer noch genügend Moskauer Gesichtspunkte berücksichtigt, argumentierte Dmitrijew. Diese Passage stärkt Vermutungen, dass der US-Friedensplan zumindest teilweise russische Wurzeln hat.

Update, 12:36 Uhr: Moskau hält es für verfrüht, über ein baldiges Friedensabkommen für die Ukraine zu sprechen. Dies meldete zuerst die Nachrichtenagentur Interfax, wie Reuters berichtet. Die Aussage tätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass wurde Peskow darauf angesprochen, die Ukraine und Russland seien so nah wie nie an einer Einigung auf einen Friedensplan. „Moment, es ist zu früh, das zu sagen“, soll der Kremlsprecher daraufhin entgegnet haben.

Der russische Kremlsprecher Dmitri Peskow hat sich knapp zu den Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland geäußert. (Archivbild)

Update, 11:31 Uhr: Bei einem Treffen russischer und ukrainischer Vertreter in Abu Dhabi diese Woche ist der neue US-Friedensplan nicht thematisiert worden. Das sagte jetzt Kremlberater Juri Uschakow laut Reuters. „Wir haben ihn gesehen, er wurde uns übergeben, aber es gab noch keine Gespräche“, erklärte Uschakow. Die Vorschläge erforderten eine „wirklich ernsthafte Analyse“.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

In Abu Dhabi trafen sie auch den US-Heeresstaatssekretär Daniel Discroll, wie ein US-Vertreter Reuters mitteilte. Das Treffen mit Driscoll sei „unerwartet“ gewesen, sagte Uschakow im russischen Staatsfernsehen dazu. Was dabei besprochen wurde, dazu schwieg er.

NATO-Chef warnt vor russischen Raketen: Litauen und Spanien trennen nur „fünf Minuten“

Update, 11:13 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte ist der Meinung, dass ein möglicher Ukraine-Friedensplan die kritische Lage zwischen Russland und Europa nicht entschärfen werde – und warnt vor russischen Raketen: Litauen und Spanien trennen nur „fünf Minuten“.

Friedensplan für die Ukraine: Kanzler Merz sieht „schicksalhaften Moment“

Update, 10:54 Uhr: Der Ukraine-Friedensplan ist auch Thema in der Generaldebatte mit Friedrich Merz. Der Kanzler bezeichnete die aktuelle Lage als „schicksalhaften Moment“ für die Ukraine und Europa. „Europa ist kein Spielball, sondern souveräner Akteur für seine eigenen Interessen und Werte“, betonte Merz laut Reuters mit Blick auf die Gespräche der USA über einen möglichen Waffenstillstand.

Trump spricht bei aktuellem Friedensplan bereits über „Zugeständnisse“ Russlands

Update, 10:39 Uhr: US-Präsident Trump soll vor dem Hintergrund eines Ukraine-Friedensplans gesagt haben, dass Russland bereits Zugeständnisse mache. Das berichtet die Ukrajinska Prawda. Das „wichtigste Zugeständnis“ sei, dass die russischen Soldaten „die Kämpfe einstellen und kein weiteres Land mehr in Besitz nehmen“, zitierte das Portal Trump aus einem anderen Medienbericht. Trump äußerte sich gegenüber Reportern an Bord der „Air Force One“.

Friedensplan aktuell: Putin-Berater beklagt Witkoff-Mitschnitt – „Vertrauliche Gespräche“

Update, 10:13 Uhr: Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass thematisiert aktuell den Bloomberg-Bericht über ein heimlich mitgeschnittenes Telefonat mit dem Trump-Gesandten Witkoff. Telefonate mit Witkoff fänden „häufig“ statt, schreibt Tass, aber Russland gäbe derartige Inhalte „niemals“ an die Medien weiter. „Ich kommentiere den Inhalt der Gespräche nicht, da sie vertraulich sind“, zitierte sie Putins Berater Uschakow. „Niemand sollte solche Dinge kommentieren.“

Trump zu aktueller Kritik an Friedensplan im Ukraine-Krieg: „Das war nur eine Karte“

Update, 9:56 Uhr: Trump hat die Kritik am 28-Punkte-Plan für die Ukraine abgeschmettert: „Das war nur eine Karte.“ Es habe sich um keinen Friedensplan, sondern um ein „Konzept“ gehandelt, so der US-Präsident, berichtet unter anderem der Kyiv Independent. „Von da an gehen sie alle 28 Punkte einzeln durch, bis nur noch 22 übrig sind. Viele davon wurden bereits gelöst, und zwar sehr günstig“, zitierte das Portal Trump.

Zu Putin-freundlich? Trump stellt sich hinter Witkoff: „So arbeitet ein Dealmaker“

Update, 9:27 Uhr: Einem Bloomberg-Bericht zufolge hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff dem Kremlberater Juri Uschakow Tipps zum Umgang mit Donald Trump gegeben – und zwar vor der Veröffentlichung des ersten Entwurfs des US-28-Punkte-Friedensplans. Der Bericht schlägt hohe Wellen. Trump hat bereits reagiert.

„So arbeitet ein Dealmaker“, sagte Trump, wie unter anderem die Ukrajinska Prawda berichtet. Trump erklärte demnach, er sehe „nichts Ungewöhnliches“ in Witkoffs Vorgehen. Das sei „üblich“ und gehöre zum Vorgehen eines Verhandlungsführers.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin unterzeichnet Dekret zu russisch besetzten Gebieten

Update, 8:55 Uhr: Wie Reuters berichtet, hat Kremlchef Wladimir Putin ein neues Dekret zur Russifizierung der besetzten ukrainischen Gebiete unterzeichnet. Bis 2036 sollen sich 95 Prozent der Bevölkerung in den seit 2022 annektierten Regionen als Russen identifizieren und Russisch sprechen.

Das Dekret fordert die russischen Behörden auf, die Zahl der Menschen zu erhöhen, die sich ethnisch als Russen sehen. Putin setzt damit seine Politik der kulturellen Assimilierung in den besetzten ukrainischen Territorien fort.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml tobt wegen Witkoff-Aufnahmen

Update, 8:20 Uhr: Der Kreml hat die Veröffentlichung eines Telefonats zwischen hochrangigen US- und russischen Vertretern als Sabotageversuch gegen Ukraine-Friedensgespräche bezeichnet. Bloomberg hatte eine Aufzeichnung des Gesprächs vom 14. Oktober zwischen dem US-Gesandten Steve Witkoff und Juri Uschakow, dem außenpolitischen Berater von Präsident Wladimir Putin, veröffentlicht.

„Wahrscheinlich, um zu behindern. Es ist unwahrscheinlich, dass dies zur Verbesserung der Beziehungen geschah“, sagte Uschakow dem russischen Staatsfernsehen laut Reuters zur Frage nach dem Grund für das Durchsickern. Witkoff soll in dem Telefonat eine Zusammenarbeit bei einem Friedensplan für die Ukraine vorgeschlagen haben.

Ukraine-Friedensplan aktuell: USA bedienten sich laut Insidern bei russischem Papier

Update, 7:47 Uhr: Der ursprüngliche 28-Punkte-Friedensplan der USA ist inzwischen überarbeitet, und Trump dementiert eine russische Einflussnahme bei dem Dokument vehement. Die Debatte schwelt aber weiter. Wie Reuters jetzt erfahren haben will, wurde das 28-Punkte-Papier offenbar „auf Basis russischer Vorschläge“ entwickelt.

Das berichtet die Nachrichtenagentur jetzt unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Insider. Demnach übergab Moskau der Trump-Regierung bereits im Oktober ein Papier mit seinen Kriegsende-Bedingungen. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen stehen laut dem Bericht noch aus.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin verliert laut NATO 20.000 Soldaten im Monat

Erstmeldung: Moskau – Zuletzt hatte Russland ungeachtet der anhaltenden diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges erneut schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verübt. Sieben Menschen wurden nach Behördenangaben bei den Attacken in der Nacht zum Dienstag (25. November) getötet.

Russland erzielt nach den Worten von NATO-Generalsekretär Mark Rutte trotz enormer personeller Verluste an der Front in der Ukraine keine wesentlichen Fortschritte. „Russland verliert jeden Monat rund 20.000 Soldaten. Können Sie sich das vorstellen: 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte den Zeitungen des RND und El País (Ausgaben vom 26. November).

„Bislang sind etwa eine Million Russen getötet oder schwer verwundet worden“, fuhr Rutte fort. In diesem Jahr habe Russland etwa ein Prozent ukrainisches Territorium eingenommen und rücke täglich „nur wenige Meter“ vor.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump reagiert auf heiklen Bericht über Witkoff

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen seinen Sondergesandten Steve Witkoff gegen den Vorwurf in Schutz genommen, dieser agiere im Ringen um eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu russlandfreundlich. „Das ist eine ganz normale Sache“, sagte der Republikaner während eines Flugs nach Florida, nachdem ihn eine Journalistin zu einem heiklen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg befragt hatte.

Diese war nach eigenen Angaben an den Mitschnitt eines etwa fünfminütigen Telefonats vom 14. Oktober gelangt, den sie als schriftliches Transkript veröffentlichte. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Artyom Geodakyan/Imago

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