Lage im Ukraine-Krieg

Ukraine-Krieg aktuell: USA und Kiew setzen Gespräch über Friedensplan heute fort

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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew und die USA sprechen über den Friedensplan. Klar ist: Ein Ende des Kriegs hängt von Russland ab. Der Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 6:35 Uhr: Die USA und die Ukraine sind sich nach US-Angaben einig, dass ein Ende des Ukraine-Krieges von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt. „Echte Fortschritte hin zu einer Einigung“ beruhten darauf, ob der Kreml „ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden“ zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Außenministerium nach einem Gespräch mit einer ukrainischen Delegation mit. Dazu zählten auch „Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen.“ Die USA und die Ukraine wollen nach Angaben Witkoffs heute ihre Gespräche über den Friedensplan fortsetzen.

Die USA und die Ukraine beraten weiter über Eckpunkte eines Friedensplans. (Archivbild)

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 6. Dezember, 6:00 Uhr: Das Gespräch zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umjerow war nach Angaben des US-Außenministeriums konstruktiv. Umjerow habe betont, dass der Ukraine an einer Einigung liege, die ihre Unabhängigkeit und ihre Souveränität schützt. Die Vertreter der USA und der Ukraine hätten sich auf einen Rahmen für Sicherheitsvereinbarungen geeinigt. Zudem seien notwendige Abschreckungsfähigkeiten erörtert worden. Wirkliche Fortschritte seien aber von Russland abhängig, das ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden zeigen müsse.

Merz nennt Austausch mit de Wever über russische Vermögenswerte „konstruktiv“

Update, 23:55 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sein Gespräch mit Belgiens Premierminister Bart de Wever und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über die Nutzung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Ukraine als „konstruktiv“ bezeichnet. „Die besondere Betroffenheit Belgiens in der Frage einer Nutzbarmachung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte ist unbestreitbar und muss in jeder denkbaren Lösung so adressiert werden, dass alle europäischen Staaten dasselbe Risiko tragen“, sagte Merz nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius nach dem Gespräch. An diesem hatte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilgenommen.

Die drei seien sich einig gewesen, dass in der aktuellen geopolitischen Lage die Zeit dränge, hieß es. Sie hätten festgestellt, dass die finanzielle Unterstützung der Ukraine von zentraler Bedeutung für die Sicherheit Europas sei. Merz, De Wever und von der Leyen vereinbarten nach Angaben des Regierungssprechers, ihren Austausch mit dem Ziel fortzusetzen, bis zum Europäischen Rat am 18. Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Geheimdienste prognostizieren schwere Abwehrkämpfe für Ukraine

Update, 20:18 Uhr: Estnische Geheimdienste haben für den Fall, dass es in den kommenden Monaten keine Friedenslösung für den Ukraine-Krieg gibt, schwere Abwehrkämpfe für die Ukraine prognostiziert. Ants Kiviselg, Leiter des estnischen Militärgeheimdienstes, warnte vor anhaltend schwierigen Frontverläufen, sollten Friedensverhandlungen nicht vorankommen.

Die russischen Streitkräfte hätten zuletzt kleinere Geländegewinne erzielt und das Hauptangriffsgebiet um Pokrowsk-Myrnohrad praktisch eingekesselt, wie der estnische Rundfunk ERR berichtete. „Die Versorgungslinien der ukrainischen Streitkräfte stehen unter enormem Druck“, sagte Kiviselg weiter. Verschlechternde Wetterbedingungen würden zudem die ukrainischen Drohnenoperationen einschränken und Russlands Überlegenheit bei Personal und Ausrüstung verstärken.

Ukraine-Krieg aktuell: Trumps Schwiegersohn soll mehr Verantwortung in Friedensgesprächen erhalten

Update, 19:15 Uhr: Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll eine größere Rolle in den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine einnehmen. Eine Beteiligung, die ukrainische Offizielle „positiv optimistisch“ in die Zukunft blicken lässt, wie Kyiv Independent meldet. „Die Tatsache, dass Trump Kushner hinzugefügt hat, ist ein gutes Zeichen“, zitiert das Portal Oleksandr Merezhko, Vorsitzender des Außenausschusses des ukrainischen Parlaments. Er scheint nicht „unter Putins Bann zu stehen“, fügte Merezhko hinzu.

Update, 18:30 Uhr: Verhandlungsteams der Ukraine und der USA sollen heute in Miami zu neuen Gesprächen über einen amerikanischen Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zusammenkommen. „Ja, heute wird ein weiteres Treffen erwartet“, sagte der Präsidialamtsberater Oleksander Bews der Nachrichtenagentur AFP in Kiew.

Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow war bereits vor Ort eingetroffen. „Die Ukraine will ein Ende des Krieges und ist zu Gesprächen bereit“, schrieb Präsidentenberater Michailo Podoljak auf X. Grundlage der Verhandlungen ist ein vor drei Wochen von den USA vorgelegter Plan, der nach ukrainischem und europäischem Drängen überarbeitet wurde.

Update, 17:31 Uhr: Fünf unbekannte Drohnen haben den französischen Atom-U-Boot-Stützpunkt Île Longue bei Brest überflogen. Die Marine-Infanteristen gaben mehrere Abwehrschüsse ab, eine Gefahr für die kritische Infrastruktur habe jedoch nicht bestanden, wie ein Sprecher der Präfektur mitteilte.

Die Militärstaatsanwaltschaft in Rennes leitet nun Ermittlungen ein. An dem Stützpunkt werden die vier französischen Atom-U-Boote gewartet, die zur nuklearen Abschreckung zählen. Auch in Deutschland registrierten die Behörden seit Jahresbeginn rund 850 verdächtige Drohnensichtungen über militärischen und zivilen Einrichtungen – Regierungen vermuten teils Russland im Kontext des Ukraine-Kriegs dahinter.

Ukraine-Krieg aktuell: Norwegen will zwei U-Boote von Deutschland kaufen

Update, 16:52 Uhr: Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs: Norwegen will in Deutschland zwei weitere U-Boote kaufen. Die U-Boote seien „für die Verteidigung unseres Landes absolut unerlässlich“, erklärte Verteidigungsminister Tore O. Sandvik heute (5. Dezember). Er verwies auf „eine Zunahme der Aktivitäten der russischen Streitkräfte im Nordatlantik und in der Barentssee“.

Als „Augen und Ohren der NATO“ in Nordeuropa müsse Norwegen seine Fähigkeit ausbauen, Präsenz zu zeigen, die Region zu überwachen und „abzuschrecken“, erklärte Sandvik. Norwegen und Russland teilen eine 198 Kilometer lange Landgrenze in der Arktis und eine Seegrenze in der Barentssee.

Putin verspricht in Indien im Ukraine-Krieg „kontinuierliche Öllieferungen“

Update, 16:16 Uhr: Vor dem Hintergrund westlichen Drucks auf Indien wegen des Ukraine-Kriegs hat Wladimir Putin heute demonstrativ reagiert. Nach einem Treffen mit dem indischen Regierungschef Narendra Modi sagte der Kremlchef heute in Neu Delhi, Russland sei „bereit, die kontinuierlichen Öllieferungen für die schnell wachsende indische Wirtschaft fortzusetzen“.

Die westlichen Länder werfen Indien vor, trotz des Ukraine-Konflikts weiterhin billiges Öl aus Russland zu kaufen. US-Präsident Donald Trump hatte deshalb im August 50 Prozent Zölle auf die meisten Importe aus Indien verhängt. Modi nannte Putin „meinen Freund“ und bezeichnete die Energiesicherheit als „eine starke und wichtige Säule der indisch-russischen Partnerschaft“. Er verwies dabei auf Atomenergie, bezog sich aber nicht ausdrücklich auf Öl.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Sprecher gibt Westen Schuld am Andauern des Krieges

Update, 15:45 Uhr: Schuld am Andauern des Ukraine-Kriegs tragen nach einer aktuellen Darstellung Moskaus die Europäer und die Ukrainer. Russland wolle Frieden und seine Ziele auf friedlichem Wege erreichen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow heute russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

„Aber leider werden diese friedlichen Mittel und der Weg politischer Verhandlungen von den Europäern und den Ukrainern abgelehnt.“ Eben darum habe Russlands Präsident Wladimir Putin den Befehl zum Beginn der „militärischen Spezialoperation“ gegeben, sagte Peskow.

Update, 15:07 Uhr: Die USA haben in ihrer neuen nationalen Sicherheitsstrategie eine umfassende außenpolitische Neuausrichtung angekündigt. Das spielt auch eine tragende Rolle für den Ukraine-Krieg. US-Präsident Trump beschwört im Vorwort eine stärkere Konzentration auf nationale Interessen – und weniger militärisches Engagement weltweit. 

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg heißt es in dem Dokument, es sei ein Kerninteresse der USA, „eine rasche Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Wirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern“. Die Ukraine müsse nach dem Krieg wiederaufgebaut werden und als „überlebensfähiger Staat“ erhalten bleiben.

Wie Reuters berichtet, erhebt die US-Regierung in dem Dokumente scharfe Vorwürfe gegen Deutschland. „Der Krieg in der Ukraine hat den perversen Effekt gehabt, die Abhängigkeit Europas, insbesondere Deutschlands, vom Ausland zu verstärken“, heißt es dort laut der Nachrichtenagentur. Deutsche Chemieunternehmen würden einige „der weltweit größten Verarbeitungsanlagen“ in China bauen und dabei russisches Gas nutzen, so die Anklage.

Ukraine-Krieg aktuell: Macron warnt – „USA verraten Kiew beim Thema Territorium“

Update, 14:25 Uhr: Mit Spott und Häme hat der russische Präsidenten-Berater Kirill Dmitrijew auf einen Spiegel-Bericht reagiert. Laut dem Bericht äußerte aber nicht nur Kanzler Friedrich Merz Zweifel an der Aufrichtigkeit der US-Vermittlungsbemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs (siehe vorherige Updates).

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll sich in einer Telefonkonferenz misstrauisch zur Rolle der US-Unterhändler geäußert haben. Es bestehe die Gefahr, „dass die USA die Ukraine beim Thema Territorium verraten, ohne Klarheit über Sicherheitsgarantien“, sagte er laut dem Spiegel in einer Telefonkonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj..

Update, 13:58 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in Sysran tief im russischen Hinterland sowie den Hafen von Temrjuk am Asowschen Meer angegriffen. Die Schäden der nächtlichen Attacken würden noch ausgewertet, teilte der ukrainische Generalstab mit. Zuvor hatten russische Behörden von einem Brand im Hafen von Temrjuk in der Region Krasnodar nach einem Drohnenangriff berichtet.

Derweil droht Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, dass Russland die Kämpfe fortsetzen werde, sollte sich Kiew weigern, über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu verhandeln. Peskow betonte in dem Zusammenhang auch die „hohe Dynamik der russischen Truppen“, schreibt Tass

Neue nationale Sicherheitsstrategie der USA: NATO-Erweiterung bremsen

Update, 13:33 Uhr: Die Trump-Regierung will augenscheinlich eine NATO-Erweiterung bremsen. In der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA heißt es, dass eines der Ziele der US-Außenpolitik darin bestehe, „die Wahrnehmung der NATO als ein ständig wachsendes Bündnis zu beenden“. Das Dokument wurde nach Angaben der European Pravda gestern (4. Dezember) auf der Webseite des Weißen Hauses veröffentlicht.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Abschuss von 60.000 Drohnen in diesem Jahr

Update, 12:46 Uhr: Russische Medien präsentieren jetzt eine hohe Zahl abgeschossener ukrainischer Drohnen als Erfolg. Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche 1120 Drohnen abgewehrt. Alle offiziell vermeldeten Abschüsse zusammengerechnet summieren sich seit Jahresbeginn auf mehr als 60.000 abgeschossene ukrainische Drohnen, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.

Da das russische Militär die Zahl der seit Kriegsbeginn 2022 abgewehrten Drohnen mit gut 100.000 angibt, wurden in diesem Jahr mehr unbemannte Flugkörper abgeschossen als in all den vorherigen Kriegsjahren zusammen. Die Ukraine hat im laufenden Jahr ihre Angriffe auf das russische Hinterland deutlich ausgebaut. 

Drohnenalarm bei Selenskyj-Reise im Ukraine-Krieg? Irland will keine Details nennen

Erstmeldung: Gab es in Irland einen Drohnenangriff auf das Flugzeug von Selenskyj? Drei Tage nach dem Besuch des Ukrainers in Dublin äußern sich die irischen Streitkräfte: Sie haben von einem „sicheren und erfolgreichen“ Besuch des ukrainischen Präsidenten gesprochen. „Einzelheiten mutmaßlicher Vorfälle“ würden nicht kommentiert, teilten die Defence Forces der Nachrichtenagentur dpa mit.

Störungsversuche durch Drohnen hatten zuletzt in Europa für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Flughäfen in Nordeuropa, darunter Kopenhagen, mussten beispielsweise den Betrieb zeitweise einstellen, weil Drohnen unbekannter Herkunft im Sicherheitsbereich aufgetaucht waren. Die dänische Regierung sprach von einem „hybriden Angriff“, der Russland zugeordnet wird.

Rubriklistenbild: © Pavlo Bahmut/imago-images

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