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Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj spottet über Putins neue Offensive – „Können den März-Angriff nicht“

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  • Christian Stör
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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im News-Ticker: Moskau reagiert auf die Eskalation im Iran. Selenskyj bezweifelt eine starke russische Frühjahrsoffensive.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 3. März, 5:36 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Stoßkraft einer erwarteten russischen Frühjahrsoffensive in Zweifel gezogen. Nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus, sagte Selenskyj der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge.  „Ihre Karten stimmen nicht mit der Realität überein – wo sich unsere Streitkräfte befinden und wo ihre Streitkräfte“, so Selenskyj. „Sie können den März-Angriff nicht so beginnen, wie sie es wollten.“

Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj meldete sogar Geländegewinne: Im Februar habe die ukrainische Armee mehr Territorium zurückerobert, als sie aufgegeben habe. Der Militärblog DeepState errechnete hingegen weiterhin Verluste von 126 Quadratkilometern – aber nur halb so viel wie im Januar.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 2. März, 5:47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Ende des vierten Kriegswinters und den damit verbundenen Widerstand gegen die russischen Angriffe auf das Energiesystem seines Landes begrüßt. „Heute ist der Tag, an dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: Wir haben diesen Winter überstanden, den schwierigsten seit Beginn des Krieges“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache am ersten Tag des meteorologischen Frühlings. „Die Russen wollten diesen Winter zur Vernichtung der Ukraine und der Ukrainer nutzen, aber die Ukraine hat nicht nachgegeben.“

Update, 12.15 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem iranischen Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei kondoliert. Putin bezeichnete die Tötung als „zynischen Mord“, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete.

Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts, zitierte Reuters den Kremlchef aus dem Bericht. Die Kondolenz unterstreicht die engen Beziehungen zwischen Moskau und Teheran in der aktuellen geopolitischen Lage.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Ukraine-Krieg: Aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten in den Gefechten

Update, 10:31 Uhr: Russland hat seit Beginn seiner großangelegten Invasion am 24. Februar 2022 rund 1.266.770 personelle Verluste in der Ukraine verzeichnet, wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte heute (1. März) mitteilte. Diese Zahl enthält auch die 870 Verluste, welche die russischen Streitkräfte innerhalb der letzten 24 Stunden erlitten haben.

Dem Bericht zufolge hat Russland zudem folgendes Material verloren:

  • 11.709 Panzer und 24.108 gepanzerte Kampffahrzeuge
  • 80.510 Fahrzeuge und Treibstofftanks
  • 37.721 Artilleriesysteme und 1.662 Mehrfachraketenwerfer
  • 1.308 Luftverteidigungssysteme
  • 435 Flugzeuge und 348 Hubschrauber
  • 151.359 Drohnen auf operativ-taktischer Ebene
  • 29 Schiffe und Boote sowie zwei U-Boote

Der ukrainische Generalstab gibt eigene Verluste während der russischen Invasion unter Verweis auf die militärische Geheimhaltung weiterhin nicht bekannt.

Belgien beschlagnahmt Tanker der russischen Schattenflotte

Update, 9:37 Uhr: Belgien hat einen Öltanker der russischen Schattenflotte beschlagnahmt und zum Hafen von Zeebrügge eskortiert. „In den letzten Stunden haben unsere Streitkräfte mit Unterstützung des französischen Verteidigungsministeriums einen Öltanker der russischen Schattenflotte geentert“, schrieb Verteidigungsminister Theo Francken am frühen Sonntagmorgen auf X.

Das Schiff stehe unter Verdacht, unter falscher Flagge und mit gefälschten Dokumenten zu fahren, erläuterte Francken gegenüber Reuters. „Ohne seine Schattenflotte kann Putin keinen Krieg gegen unschuldige Ukrainer führen. Deshalb setzen wir diese Schiffe außer Gefecht. Eines nach dem anderen. Bis sein Angriffskrieg beendet ist“, sagte der Minister.

Iran unterstützt Russland im Ukraine-Krieg – Wadephul warnt vor Nuklear-Bedrohungen

Update, 8:12 Uhr: Eskalation im Iran: Das Mullah-Regime stellt nach Einschätzung von Außenminister Johann Wadephul eine Gefahr über die Region hinaus dar. „Man muss ganz nüchtern statuieren, dieses Regime ist eine wirkliche Gefährdung, nicht nur für Israel, sondern auch für andere Staaten und nicht zuletzt auch für Europa“, sagte der CDU-Politiker in einem ZDF-„Spezial“. 

Im ARD-„Brennpunkt“ erklärte er: Dieses „Regime hat auch Moskau in seinem brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt“. Das deutsche Interesse bestehe darin, dafür zu sorgen, dass „wir nicht durch eine Nuklearwaffe im Iran und durch dieses Raketenprogramm weiter gefährdet werden“. 

Ukraine-Krieg aktuell: Moskau will laut Budanow US-Sicherheitsgarantien für Kiew akzeptieren

Update, 1. März, 5:31 Uhr: Russland hat nach ukrainischen Angaben zugesagt, US-amerikanische Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu akzeptieren. „Bei den letzten Gesprächen erklärte die russische Seite beispielsweise, dass sie die Sicherheitsgarantien akzeptieren würde, die die Vereinigten Staaten der Ukraine angeboten haben“, sagte Kyrylo Budanow, Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, im ukrainischen Fernsehen laut Reuters.

Welche konkreten Garantien gemeint sind, blieb zunächst unklar. Die jüngsten Verhandlungen in Genf wurden von beiden Seiten als schwierig eingestuft, während die USA von „bedeutenden Fortschritten“ sprachen. Selenskyj steht nach eigenen Angaben unter wachsendem Druck aus Washington, Zugeständnisse zu machen.

Update, 20:04 Uhr: Irans Verbündeter Russland hat den Angriff der USA und Israels auf Teheran scharf verurteilt. Die Regierungen in Washington und Tel Aviv hätten „wieder einmal ein gefährliches Abenteuer gestartet, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und – das kann nicht ausgeschlossen werden – radiologischen Katastrophe bringt“, hieß es aus dem russischen Außenministerium am Samstag.

Auch der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew meldete sich zu Wort und schrieb laut ntv auf Telegram in Bezug auf Trump: „Der Friedensstifter hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt.“ Die Gespräche mit dem Iran seien nur ein Deckmantel gewesen, daran habe keiner gezweifelt, so der Putin-Vertraute.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte den Angriff. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland erreichen. Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des „Terrorregimes zu entledigen“ und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter vom Iran ausgehendem Terror gelitten haben, führte er aus.

„Obwohl die Ukraine den Iran nie bedroht hat, hat sich die iranische Führung entschieden, Putins Komplize zu sein“, sagte Selenskyj. Russland habe in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.

Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine löst Feuer in russischer Ölraffinerie aus

Update, 12:15 Uhr: Ein ukrainischer Drohnenangriff hat ein Feuer in einer Ölraffinerie im südrussischen Krasnodar-Gebiet ausgelöst. Die Albashneft-Raffinerie in Novominskaya wurde nach Angaben der örtlichen Behörden getroffen, wobei Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne das Feuer entzündeten. Flammen erfassten einen Tank der Anlage und brannten auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern, teilte das Operative Hauptquartier der Region mit. 39 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Verletzte gab es nicht.

Update, 10:45 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht mit einer Iskander-M-Rakete und 105 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass 96 Flugkörper abgefangen oder zerstört wurden. Sechs Drohnen trafen demnach ihre Ziele. Am frühen Morgen griffen russische Kräfte auch die Stadt Dnipro an, wobei Explosionen in der ganzen Stadt zu hören waren und ein Feuer ausbrach.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew meldet Verluste für Russland

Update, 9.15 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 770 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,26 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen:

  • Soldaten: 1.265.900 (+770 zum Vortag)
  • Panzer: 11.707 (+1)
  • Artilleriesysteme: 37.663 (+32)

Ukraine-Krieg aktuell: Krim-Brücke in der Nacht gesperrt

Update, 8:30 Uhr: Russische Behörden haben der Ukrainska Pravda zufolge die Krimbrücke in der Nacht zum zweiten Mal hintereinander für den Verkehr gesperrt. Die Sperrung erfolgte ohne offizielle Begründung. Bereits in der Nacht zuvor war der Verkehr über die strategisch wichtige Verbindung zwischen Russland und der besetzten Krim unterbrochen worden.

Update, 28. Februar, 6:15 Uhr: Mehr als vier Jahre Krieg in der Ukraine haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auch Auswirkungen auf dessen Familienleben. „Während des Krieges bin ich nicht der beste Vater“, sagte Selenskyj in einem Interview des britischen Senders Sky News. Er habe nicht allzu viel Zeit für seine Kinder. „Ich bin der Präsident der Ukraine, ich vergleiche meine Arbeit nicht“, sagte Selenskyj demnach weiter. Er habe seine Pflicht gewählt. „Meine Wahl ist die Ukraine. Deshalb habe ich gesagt, ich bin während des Krieges kein guter Vater.“

Ukraine-Krieg aktuell: Raketenalarm in mindestens 13 Regionen Russlands

Update, 17:49 Uhr: Russland hat erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs gleichzeitig in mindestens 13 Regionen Raketenwarnungen ausgegeben. Das berichtet die Exil-Zeitung Moscow Times. Betroffen waren überwiegend Gebiete fernab der Grenze zur Ukraine, darunter Tatarstan, Baschkortostan, Samara und Swerdlowsk. In mindestens acht Regionen erklangen die Sirenen zum ersten Mal seit Kriegsbeginn. Der öffentliche Nahverkehr wurde teilweise eingestellt, Studenten in Kasan und Ischewsk sowie Flughafenmitarbeiter in Samara evakuiert. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass wurde eine ukrainische Flamingo-Rakete über Tschuwaschien abgeschossen, während eine weitere „ihren Kurs änderte“.

Söldner aus Ghana kämpfen für Russland im Ukraine-Krieg

Update, 16:09 Uhr: Laut Angaben des ghanaischen Außenministers Samuel Ablakwa sind im Ukraine-Krieg vermutlich 55 Bürger des westafrikanischen Landes im Fronteinsatz für Russland getötet worden. Das teilte der Außenminister Ghanas bei einem Besuch in Kiew mit. Sein ukrainischer Amtskollege Andrij Sybiha habe ihn über die Todesopfer informiert. Insgesamt seien wohl 272 Ghanaer „in den Krieg gelockt worden“, zwei davon befänden sich nun in Kriegsgefangenschaft.

Die Informationen seien „bedrückend und beängstigend“, fügte Ablakwa an. Ghana könne seine Augen vor diesen „erschütternden Zahlen“ nicht verschließen. Seine Regierung sei „entschlossen, alle illegalen Rekrutierungsprogramme im Dark Web, die innerhalb unserer Zuständigkeit betrieben werden, aufzuspüren und zu zerschlagen“.

Frankreich spricht von „lächerlicher Provokation“ Russlands durch Drohne

Update, 15:25 Uhr: Nach der Sichtung einer mutmaßlich russischen Drohne nahe eines französischen Flugzeugträgers hat Paris den Vorfall als mögliche „Provokation“ eingeordnet. Es wäre eine „lächerliche Provokation“, falls die gesichtete Drohne wirklich russischer Herkunft sei, erklärte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag an Bord des betroffenen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“. Zuvor hatte der Kreml entsprechende Vorwürfe von schwedischer Seite als „absurd“ zurückgewiesen.

Die schwedische und französische Armee hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass in schwedischen Gewässern nahe des französischen Flugzeugträgers eine verdächtige Drohne gesichtet worden sei. Der Flugkörper wurde demnach am Mittwoch in mehreren Seemeilen Entfernung von der im Hafen von Malmö ankernden „Charles de Gaulle“ entdeckt und von schwedischen Abwehrsystemen in seinem Betrieb gestört.

Selenskyj lädt Fico in die Ukraine ein, um über Energielieferungen zu sprechen

Update, 14:16 Uhr: Im Konflikt um Energielieferungen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag mit dem slowakischen Regierungschef Robert Fico telefoniert. Der Präsident der Ukraine lade Fico „in die Ukraine ein, um alle Themen zu besprechen“, teilte das Büro von Selenskyj mit. Die Slowakei ist weiter von russischen Ölimporten abhängig und wirft der Ukraine vor, Reparaturen an der Druschba-Pipeline zu verzögern. Die Slowakei erwartet nach Angaben von Fico, dass am kommenden Dienstag wieder Öl durch die Pipeline fließt.

Update, 12:56 Uhr: Der neue ukrainische Verteidigungsminister, Mychajlo Fedorow, hat bei einem Pressetermin über die Erfolge des ersten Monats seiner Amtszeit berichtet. Er sagte dabei laut der Kyiv Post, dass die russische Drohnen-Konnektivität nach intensiven Gesprächen mit SpaceX um das Elffache reduziert worden sei.

Das Verteidigungsministerium hat demnach ein „After-Action-Review-System“ eingeführt, um die Luftverteidigung gegen russische Angriffe zu verbessern. Durch die Vereinbarung mit Elon Musk und SpaceX wurden russische Starlink-Terminals deaktiviert, was zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte beitrug.

Erstmeldung: Die Ukraine hat nach Angaben aus Bukarest eine russische Drohne nur 100 Meter von der rumänischen Grenze entfernt abgeschossen. Der Flugkörper ging während eines russischen Angriffs auf ukrainische Hafen-Infrastruktur in unmittelbarer Nähe zum rumänischen Dorf Chilia Veche nieder, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Das NATO-Land ließ Kampfjets aufsteigen, um die Lage zu beobachten, berichtet Reuters. Rumänien hat bereits mehrfach Verletzungen seines Luftraums durch russische Drohnen gemeldet.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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