Eigene Avionik und Software

Iran-Israel-Konflikt: F-35-Kampfjets rücken in den Fokus

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Bei Israels Luftangriffen gegen den Iran kommen F-35-Kampfjets zum Einsatz. Eine spezielle Fähigkeit macht sie zu einem strategischen Game Changer.

Teheran – Die F-35-Kampfjets sind vor allem aus den Reihen der Verteidigungsallianz Nato und im Speziellen aus den USA bekannt, wo die hochmodernen Flugzeuge mit Tarnkappen-Eigenschaften vom riesigen Rüstungskonzern Lockheed Martin gebaut werden.

Iran-Israel-Konflikt: F-35-Kampfjets spielen maßgebliche Rolle bei Luftangriffen

Seit Israel im Krieg mit dem Mullah-Regime aus dem Iran ist, spielen die F-35 auf israelischer Seite bei den Luftangriffen auf Atomanlagen, Teheran allgemein und die militärische Infrastruktur des Gegners eine erhebliche Rolle. Davon berichtet das amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek, während US-Präsident Donald Trump einen zweiten Flugzeugträger in die Krisenregion im Nahen Osten entsandt hat.

Newsweek verweist auf Einschätzungen des Militär-Analysten Justin Bronk vom britischen ThinkTank Royal United Services Institute (RUSI), wonach die Israelis ihre F-35 nutzen, um Radarsysteme von Flugabwehrsystemen sowie die Luftverteidigungssysteme selbst zu finden und zu markieren und diese dann mit von F-16- oder F-15-Kampfjets abgeschossenen Langstreckenraketen sowie Gleitbomben aus sicherer Entfernung anzugreifen.

F-35-Kampfjets spielen bei den Luftangriffen Israels auf den Iran eine entscheidende Rolle. (Symbolfoto)

F-35-Kampfjets der Israelis: Eigene Avionik und Raketen bei Angriffen gegen den Iran

Die F-35-Kampfjets der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) sind in dieser Baureihe als eigener Waffen-Typ namens F-35I „Adir“ eine Besonderheit. Laut der britischen Denkfabrik International Institute for Strategic Studies wurden bislang 39 von 50 Kampfflugzeugen ausgeliefert, die das vergleichsweise kleine Land mit seinen rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern bestellt hat. Bei der eigenständigen Modifikation wird einer maßgeblichen Leitlinie der israelischen Verteidigungspolitik Folge geleistet, sich unabhängig von Lieferanten zu machen, sollten diese sich dazu entschließen, arabische Nachbarn mit demselben Modell zu beliefern.

So haben die Israelis in ihre F-35-Kampfjets, die ersten wurden schon 2010 bestellt, eigene Avionik und Software eingebaut. Und die F-35 der Israelis können neben amerikanischen auch israelische Raketen abfeuern, sie sind ferner laut Online-Portalen wie flugrevue.de zusätzlich mit israelischer Stör- und Kommunikationsausrüstung ausgerüstet. Zum Beispiel gibt es einen rein israelischen Datenlink in der Technik des Kampfflugzeuges. Das alles soll im Iran-Israel-Konflikt den israelischen Piloten in der Luft und ihren Kommandeuren am Boden Vorteile verschaffen. Die verwendete Tarnkappentechnologie macht die F-35 selbst für Radar schwerer detektierbar. Das im F-35 verbaute AESA-Radar kann wiederum mehrere Ziele gleichzeitig erfassen.

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Wie die deutsche Bundeswehr auf ihrer Website zur F-35 schreibt, ist „ihr eigenes fortschrittliches Radar, das Active Electronically Scanned Array (AESA) namens AN/APG-81, in der Lage, mehrere Ziele gleichzeitig zu erkennen und zu verfolgen, während es gleichzeitig die eigenen Signale minimiert, die vom Gegner empfangen werden können“. 

Verschiedenen Einordnungen zufolge kann die F-35 durch Kombination ihrer Technologien feindliche Radare auf eine größere Entfernung erkennen, ohne dass sich der Pilot der Gefahr aussetzt, von der feindlichen Luftabwehr erfasst zu werden. Die Iraner mussten dies offenbar leidvoll erfahren, während weiter über mögliche US-Angriffe auf Irans Atom-Festung Fordo unter Präsident Donald Trump spekuliert wird. (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto

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