VonPatrick Mayerschließen
Horror am Gazastreifen: Bei dem Überfall der Terrormiliz Hamas auf Israel sollen im Kibbutz Kfar Azza Berichten zufolge etliche Babys geköpft worden sein.
Kfar Azza - Die Bilder aus Israel sind schrecklich. Nach dem Überfall der radikalislamistisch palästinensischen Terrormiliz Hamas auf elf israelischen Siedlungen und die Kleinstadt Sderot (rund 27.000 Einwohner) gehen sie seit Tagen um die ganze Welt.
Kibbutz Kfar Azza in Israel: Hamas enthauptete angeblich Babys
Zum Beispiel vom „Nature Party Festival“ beim Kibbutz Re‘im, wo in den frühen Morgenstunden des Samstag (7. Oktober) 260 junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren kaltblütig ermordet wurden und Dutzende weitere verschleppt wurden, wie etwa die 22-jährige Deutsche Shani Louk.
Auch die kleine Siedlung (Israelisch: Kibbutz) Kfar Azza mit seinen rund 800 Einwohnern wurde an jenem Tag geradezu bestialisch heimgesucht. Laut US-amerikanischen Medienberichten sollen dabei unter anderem 40 Babys ermordet und teils geköpft worden sein. Die Berichte lassen sind nicht unabhängig überprüfen, sollen demnach von der israelischen Armee stammen.
How exactly do you proceed from this? This is one of the most horrific things that ever happened in my lifetime. THIS is what people are celebrating in the streets? THOSE are the people you are backing? https://t.co/c7p8UZW86v
— Shahak Shapira (@ShahakShapira) October 10, 2023
Diese hatte das Kibbutz, fünf Kilometer östlich des Gazastreifens gelegen, nach Gefechten geräumt und gesichert. Wie der Sender i24NEWS berichtet, sollen es nach Angaben der israelischen Streitkräfte einzig in dieser Siedlung bis zu 70 Angreifer gewesen sein.
Israel-Krieg: Massaker in der Siedlung Kfar Azza an der Grenze zum Gazastreifen
Eine Reporterin des Senders war mit anderen Journalisten vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Den Erzählungen der israelischen Soldaten nach, wurden ganze Familien in ihren Betten erschossen, heißt es in ihrem Bericht vom Tatort (siehe X-Video oben). Die Soldaten hätten bei ihrer Ankunft zum Beispiel Leichen in Vorgärten gefunden, nach den Schusswechseln sollen später dort auch tote Hamas-Freischärler gelegen haben.
„Sie kamen in jedes Haus, in jeden Raum, einfach überall hin. Sie erschossen Kinder, Babys, Alte - niemand war vor ihnen sicher“, erzählte ein Überlebender im Interview mit dem ZDF. Die Reporterin des US-Senders i24NEWS konnte, schwer geschützt mit kugelsicherer Weste und Militärhelm, während ihres Beitrags derweil ihre Tränen kaum zurückhalten. Kfar Azza war in den vergangenen Jahren wegen seiner Grenznähe immer wieder Ziel von Raketenangriffen.
Kibbutz Kfar Azza: Israelische Soldaten erzählen von Gräueltaten der Hamas
Israelische Soldaten hätten ihr erzählt, dass sie sowas wie nun in Jahren ihres Militärdienstes jedoch noch nie erlebt hätten, schilderte die amerikanische Journalistin. Währenddessen hält die Hamas im Gazastreifen nach wie vor geschätzt 130 israelische und internationale Geiseln (Stand Dienstagabend, 10. Oktober) fest. Und das Leiden geht weiter. (pm)
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