Private Fluggesellschaften streichen Flüge

Israel: Österreich und Spanien will Landsleute mit Militärmaschinen evakuieren

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Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer (Symbolbild).

In den nächsten Tagen werden Menschen aus Österreich und Spanien mit Militärfahrzeugen aus Israel nach Hause gebracht.

Wien in Österreich/Madrid in Spanien - Das Außenministerium in Wien erklärte am Dienstag, von Mittwoch an werde es in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesheer mehrere Evakuierungsflüge aus Israel nach Zypern geben. „Österreicherinnen und Österreicher, die die Flüge nützen wollen, werden gebeten sich bei der Österreichischen Botschaft Tel Aviv zu registrieren“, hieß es weiter.

Bundeskanzler Karl Nehammer erklärte im Onlinedienst X (vormals Twitter), es werde alles getan, „um Österreicherinnen und Österreicher, die noch in Israel sind und ausreisen wollen, nach Hause zu holen“. Eine Hercules-Maschine des Bundesheeres werde eingesetzt, um die Landsleute auszufliegen.

Auch das spanische Außenministerium in Madrid kündigte die Evakuierung von Landsleuten an. Mindestens eine Militärmaschine werde entsandt, um die in Israel sich aufhaltenden Spanier zurückzuholen, sagte Außenminister José Manuel Albares dem Sender Antena 3. Falls nötig würden noch weitere Flugzeuge entsandt.

Derzeit seien noch „einige hundert“ Spanier als Touristen oder wegen ihrer Arbeit in Israel, sagte der Außenminister. Da die privaten Fluggesellschaften alle Flüge gestrichen hatten, könnten sie auf andere Weise nicht nach Spanien zurückkommen.

Der Minister machte keine weiteren Angaben zum Schicksal zweier Spanier, die vom Großangriff der Hamas auf Israel betroffen waren. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen und aus Respekt gegenüber den Familien.

Die Hamas hatte am Samstag einen Großangriff auf Israel gestartet. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf den Gazastreifen und mobilisierte zehntausende Soldaten, um die eingedrungenen Hamas-Kämpfer zurückzuschlagen. Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf mehr als 900 auf israelischer und mehr als 680 auf palästinensischer Seite; tausende weitere Menschen wurden verletzt. Die Hamas verschleppte etwa 150 Zivilisten und Soldaten aus Israel als Geiseln in den Gazastreifen. ju/cp

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