Waffen und Ausrüstung

Italien schickt neue Waffen in die Ukraine - Luftabwehrsystem soll Kiew schützen

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Italien bereitet offenbar ein neues Hilfspaket für die Ukraine vor. Darin könnten sich wichtige Luftabwehrsysteme befinden, die Kiew einen Vorteil verschaffen.

Rom/Kiew - Italien wird der Ukraine im Kampf gegen Russland ein weiteres Hilfspaket schicken. Laut Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA legte Italiens Verteidigungsminister, Guido Crosetto, am 30. Mai während einer Anhörung im parlamentarischen Ausschuss für die Kontrolle der Sonderdienste einen neuen Beschluss über Waffenlieferungen an Kiew vor.

Welche Waffen die Regierung von Premierministerin Giorgia Meloni genau schicken wird, ist bislang nicht bekannt. Auch die Inhalte von Crosettos Rede am Freitag (2. Juni) würden geheim gehalten werden. Bei den geplanten Lieferungen handelt es sich insgesamt um das siebte italienische Militärhilfspaket, seit Russland die Ukraine im Februar 2022 angegriffen hat. Unter Melonis Regierung ist es das zweite. Seit dem 22. Oktober 2022 ist sie Italiens Ministerpräsidentin und vertritt eine starke Position hinsichtlich der Unterstützung der Ukraine. Zuletzt wurde Meloni sogar laut, als Abgeordnete einer populistischen Partei Italiens Regierung aufforderten, die Waffenlieferungen an die Ukraine zu stoppen.

Giorgia Meloni (r.), Ministerpräsidentin von Italien, und Wolodymyr Selenskyj. (Archivfoto)

Italien beschließt neues Hilfspaket für Ukraine - Luftabwehrsystem soll Kiew schützen

Spekulationen der italienischen Tageszeitung Il Messaggero zufolge könnte das Militärpaket ein bodengestütztes Flugabwehrraketensystem SAMP/T sowie andere Luftabwehrsysteme enthalten, da das Flugabwehrraketensystem SAMP/T bereits Teil des vorherigen Hilfspaket im Februar gewesen sei. Später ergänzte die Zeitung, dass sich zudem Ausrüstung gegen biologische, chemische und radiologische (NBCR) Angriffe im Paket befände. Die Zeitung verweist dabei auf die Rede des Verteidigungsministers, offiziell bestätigt wurden die Informationen jedoch nicht.

Erst Mitte Mai war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während seiner Europa-Reise zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs in Italien zu Besuch. Auch wenn das Land keine milliardenteuren Waffenlieferungen wie die USA oder Deutschland bieten kann, sicherte die Premierministerin der Ukraine beim Besuch erneut ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. Unter anderem warb Meloni dafür, Kiew in die EU aufzunehmen, denn das Land kämpfe auch für die Zukunft Europas. (nz/dpa)

Rubriklistenbild: © Alessandra Tarantino/AP/dpa

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