Einem Medienbericht zufolge schoss der mutmaßliche Attentäter des früheren japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe aus Unzufriedenheit auf den Politiker.
Tokio/London - Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag berichtete, soll der 41-Jährige nach seiner Festnahme gesagt haben, er sei «unzufrieden» mit Abe und habe ihn «töten» wollen. Bei dem Mann soll es sich um ein Ex-Mitglied der Selbstverteidigungsstreitkräfte des Landes handeln. Der Japaner soll mit einer selbstgebastelten Schusswaffe von hinten zwei Schüsse auf Abe abgefeuert haben, als dieser in der Stadt Nara gerade eine Wahlkampfrede hielt. Abe sei in der linken Brust getroffen worden. Der rechtskonservative Politiker soll einen Herz-Lungen-Stillstand erlitten haben. Er befinde sich in einem ernsten Zustand, sagte Premier Fumio Kishida.
Boris Johnson: „entsetzt“ und „traurig“
Der scheidende britische Premierminister Boris Johnson hat sich entsetzt gezeigt über den Anschlag auf den früheren japanischen Ministerpräsident Shinzo Abe. «Vollkommen entsetzt und traurig über den verabscheuungswürdigen Angriff auf Shinzo Abe», schrieb Johnson am Freitag auf Twitter. Er fügte hinzu: «Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen geliebten Menschen». Auf Abe wurden zuvor bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Nara zwei Schüsse abgefeuert. Der Ex-Premier ist nach Angaben des amtierenden Regierungschef Fumio Kishida in einem «ernsten Zustand». (dpa)