Drohnen überm Roten Meer

Lage im Roten Meer spitzt sich zu: US-Zerstörer schießt 14 vom Jemen aus abgefeuerte Drohnen ab

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Die USA verstärken wegen der Huthi-Attacken ihre Präsenz im Roten Meer.
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Ein Zerstörer der US-Marine greift mehrere Drohnen an, die aus einem von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiet im Jemen gestartet worden sein sollen.

Sanaa – Ein Kriegsschiff der US-Marine hat im Roten Meer mehr als ein Dutzend vom Jemen aus abgefeuerte Drohnen abgefangen. Das zuständige Militärkommando für den Nahen Osten (Centcom) teilte auf der Online-Plattform X mit, 14 „Einweg-Angriffsdrohnen“ abgeschossen zu haben. Es habe keine Berichte über Schäden an Schiffen oder Verletzte gegeben. Die Drohnen seien aus Gebieten im Jemen abgefeuert worden, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert werden, hieß es weiter.

Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor erklärt, Gebiete in Israel angegriffen zu haben. Eine große Anzahl von Drohnen sei auf das Gebiet um Eilat im Süden Israels abgefeuert worden, teilten die vom Iran unterstützten Rebellen auf ihrem Telegram-Kanal mit.

Britisches Kriegsschiff schießt Drohne über Rotem Meer ab

Zuvor hatte bereits ein britisches Kriegsschiff im Roten Meer eine mutmaßliche Angriffsdrohne abgeschossen. Das Fluggerät habe die Handelsschifffahrt im Visier gehabt, schrieb Verteidigungsminister Grant Shapps im Kurznachrichtendienst X. Der Zerstörer „HMS Diamond“ habe eine Rakete vom Typ Sea Viper abgefeuert und das Ziel zerstört. Großbritannien werde weiterhin die Attacken abwehren und den freien Welthandel schützen. Weitere Angaben etwa zur Herkunft der Drohne machte Shapps zunächst nicht.

Die Huthi-Rebellen greifen die israelischen Truppen seit Ausbruch des Kriegs in Israel immer wieder unter anderem mit Drohnen und Raketen an. Zuletzt haben sie auch Schiffe im Roten Meer attackiert. Sie erklärten Schiffe jeglicher Nationalität auf dem Weg nach Israel so lange zu einem „legitimen Ziel“ ihrer Streitkräfte, bis der Gazastreifen die benötigten Lebensmittel und Medikamente erhalte. (dpa/afp/cs)

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