Joe Biden möchte nächstes Jahr erneut zum Präsidenten der USA gewählt werden. Sein Vorgänger lobt jetzt Bidens Konkurrenten - und dieser ist stolz auf das Lob des Republikaners.
Washington, D.C. - Langsam aber sicher beginnen in den USA die Vorbereitungen auf die Präsidentschaftswahlen 2024. In der republikanischen Partei haben bereits mehrere Politiker ihren Hut in den Ring geworfen, wenn auch das entscheidende Duell sich längst abgezeichnet hat: Donald Trump und Ron DeSantis konkurrieren um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei.
In der demokratischen Partei gibt es derzeitig noch kein so hitziges Duell, wie es sich die beiden Republikaner aus Florida liefern. Der 80-jährigen Joe Biden will dem Anschein nach ein weiteres Mal Präsident der USA werden. Er hat jedoch auch einen Konkurrenten: Robert Kennedy Junior. Das Mitglied der legendären Familiendynastie fährt dabei eine Strategie, um sich klar von Biden abzugrenzen.
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Kennedy versucht sich eher, als Mann der Mitte zu geben. Das bedeutet auch: keinen klaren Konfrontationskurs mit Trump und den Republikanern. In der Vergangenheit hatte Donald Trump Kennedy als „sehr schlauen Typen“ bezeichnet, „der sehr nett zu ihm gewesen sei“, wie The Independent berichtet. Das ist wohl nicht an Kennedy vorbeigegangen:
„Ich bin stolz darauf, dass Präsident Trump mich mag, auch wenn ich mit Hinblick auf die meisten Sachthemen nicht mit ihm übereinstimme.“ Kennedy versucht dies darin zu begründen, dass er auch an die Wähler, die Menschen denkt, die hinter dem ehemaligen Präsidenten stehen. „Weil ich Menschen nicht entfremden möchte. Ich möchte Menschen zusammen bringen. Ich bin stolz darauf, dass all diese Menschen mich mögen und dass ich demokratische Unterstützer und unabhängige Unterstützer habe.“
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„Jeder Demokrat behauptet, er wolle Polarisierung beenden. Aber wie wollen sie das angehen, wenn sie nicht mit Menschen sprechen, derer Meinung sie nicht sind? Wie wollen sie diesen Menschen ein politisches Angebot machen? Meine Mission lautet es, die Werte, die Themen, die uns zusammenbringen, zu finden und nicht auf Personalfragen zu achten, die uns alle nur auseinanderbringen“, sagt Kennedy weiter, wie The Independent berichtet.
Kennedy wird mitunter vorgeworfen, er habe das falsche Parteibuch und sei nur auf dem Papier ein Demokrat. Dies werde auch damit belegt, dass Kennedy stets eine zumindest sehr skeptische Perspektive auf die Coronaimpfstoffe gehabt hat. Darüber hinaus hat er immer wieder Verschwörungstheorien über den Mord an John F. Kennedy geteilt. Die Chancen, dass Kennedy tatsächlich gegen Biden gewinnen kann, stehen jedoch ohnehin äußerst schlecht für ihn. (lp)