- VonEileen Kelpeschließen
Auch im russischen Gebiet in der Südukraine wurde aufgrund der Überschwemmungen der Notstand ausgerufen. Doch viele Menschen sitzen fest.
Cherson – Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine ergießt sich das Wasser des Stausees, der mehr als viermal größer war als der Bodensee, stromabwärts. Etwa 80 Ortschaften mit mehr als 40.000 Menschen sind betroffen von den Überschwemmungen betroffen. Bislang wurden mehr als 2700 Menschen laut Nachrichtenagentur AFP in Sicherheit gebraucht oder konnten sich selbst retten. Doch viele konnten das Gebiet noch nicht verlassen.
Evakuierung im Flutgebiet: Notstand auch auf der russischen Seite
Auf der rechten Seite des Flusses, in den ukrainischen Gebieten, evakuieren Rettungskräfte mit Booten die Menschen, die sich teilweise auf den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit gebracht haben. Auch auf der linken Flussseite, die von russischen Truppen kontrolliert wird, wurde mittlerweile der Notstand ausgerufen. Laut ntv gäbe es dort kaum noch Boote - und nur Menschen mit russischem Pass würden aus dem Gebiet gelassen. Alle anderen mit ukrainischem Pass würden sich selbst überlassen werden.
Gesprengter Staudamm: Internationale Nothilfe in der Ukraine läuft an
Auch internationale Hilfswerke sind im Einsatz, um die Betroffenen in den Überschwemmungsgebieten zu helfen. Unicef berichtet, dass an vielen Orten die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt sei und stellte unter anderem 25.000 Flaschen mit Trinkwasser, Hygieneartikel und Wasserreinigungstabletten bereit. Organisationen des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“, wie die Johanniter, unterstützen die Evakuierung mit Fahrzeugen und bereiten die Unterbringung für betroffenen Menschen vor, die ihre Häuser verlassen mussten. (eike/dpa)
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