„Heuchelei und rasende Russophobie“

Medwedew poltert: Putin-Vertrauter sieht Russland „im Kampf gegen ganzes Imperium von Feinden“

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Putins Vertrauter Medwedew wird nicht müde, Russlands Propaganda gegen die Ukraine und den Westen voranzutreiben. (Archivbild)
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Russlands Ex-Präsident wird nicht müde, die Ukraine und den Westen zu attackieren. Erneut warf er den „Neonazis“ vor, sein Land von der Landkarte wischen zu wollen.

Moskau – Kaum ein Tag vergeht, an dem sich Dimitrij Medwedew nicht zum Ukraine-Krieg äußert oder dem Feind im Westen eine verbale Schelte verpasst. Auch einen Tag nach dem Jahrestag des russischen Einmarsches in der Ukraine zeigte sich der Ex-Präsident und enge Vertraute von Wladimir Putin nicht zimperlich oder gar um ein harsches Wort verlegen. Nach „wird kein Russland mehr geben“, zündet er eine weitere Stufe der Propaganda-Eskalation.

In einem Samstag im Magazin National Defense erschienen Artikel ging Medwedew erneut hart mit dem Westen und der Ukraine ins Gericht. Der Ex-Präsident war sich nicht zu schade, für Russlands Krieg in der Ukraine einen historischen Vergleich heranzuziehen.

Medwedew poltert ein Jahr nach Beginn des Ukraine-Kriegs erneut gegen den Westen

„Ein Jahr nach dem Start der Spezialoperation, feiern wir erneut ein sehr wichtiges Datum im Februar 2023 in unserer Geschichte: die 80. Jahrestag des Sieges in der Schlacht um Stalingrad – die wichtigste Schlacht im 20. Jahrhundert“, erklärte Medwedew und fügte hinzu, „worauf hin die Niederlage der Armeen von Hitler unausweichlich wurde.“

„Die Geschichte wiederholt sich“, startet Medwedew, für den Verhandlungen im Ukraine-Krieg „nicht das Gewicht des Papiers wert sind“, seine Tirade in dem veröffentlichten Artikel. „Wir sehen uns erneut mit einem ganzen Imperium an diversen Feinden konfrontiert: Ukrainische und europäische Neonazis, den Vereinigten Staaten, anderen Angelsachsen und deren Günstlingen (fast eine halbe Hundertschaft).“

Medwedew attackiert den Westen: „Russland vom Angesicht der Erde zu tilgen“

Die Feinde hätten es sich seinen Worten nach zur Aufgabe gemacht, „Russland vom Angesicht der Erde zu tilgen“, führte der enge Vertraute von Wladimir Putin seine Attacke aus, bevor er deutlich machte, dass Russland nicht unterliegen werde. „Doch ihre Versuche werden misslingen.“

„Wir sind stärker, das ist jetzt auch klar. Und diese sogenannte westliche Welt sei nur ein kleiner Teil der internationalen Gemeinschaft. Nur etwa 15 Prozent der Erdbevölkerung.

Medwedew wirft dem „demokratischem“ Westen Heuchelei und rasende Russophobie vor

Medwedew zeigte sich auch nicht müde, daraufhin zu weisen, dass die „Spezialoperation“ in der Ukraine den Russen viele Dinge gelehrt hätte und die Bürger des Landes im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind zusammengeschweißt hätte. Und genau dieser Kampf hätte „schlussendlich geholfen, alle Illusionen über den ‚demokratischen‘ Westen wegblasen, dessen Heuchelei und rasende Russophobie über alle denkbaren Grenzen hinausgegangen sind.“

Doch all dieser Schwierigkeiten zum Trotz habe Russland nach Aussage von Medwedew ein „standhaftes Selbstbewusstsein in die eigene Kraft und in den Sieg“ gewonnen. Nach diesen Worten wird der enge Vertraute von Kreml-Machthaber Wladimir Putin wohl besonders gerne vernommen haben, dass Scholz und Macron mit Selenskyj über ein Ende im Ukraine-Krieg sprechen. Obwohl er ja schon längst gesagt hat, dass Russland „normale Beziehungen mit dem Westen vergessen“ kann. (mst)

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