Dramatische Videos von Ukraine-Front: Elite-Truppe entkommt nur knapp dem Awdijiwka-Kessel
VonHelmi Krappitz
schließen
Eine Eliteeinheit half anderen ukrainischen Truppen aus Awdijiwka zu entkommen. Videos geben Einblick in die heftigen letzten Kämpfe in der Stadt.
Awdijiwka – Lange kämpften ukrainische Streitkräfte im Ukraine-Krieg, um die Stadt Awdijiwka im Osten der Ukraine zu halten – am Ende erfolglos. Um die von Russland bereits umzingelten Soldaten zu retten, rief der neue Militärchef der Ukraine Oleksandr Syrsky seine Truppen auf, die Stadt zu verlassen. Doch das war gar nicht so einfach: Videos zeigen Kämpfe einer ukrainischen Eliteeinheit.
„Bedrohlich und instabil“: Eliteeinheit musste festsitzenden Truppen helfen
Als die Lage in der ostukrainischen Stadt verschlechterte, wurde eine Eliteeinheit eilig dorthin verlegt. Sie sollten die festsitzenden Truppen unterstützen. Die 3. Sturmbrigade, einer der wichtigsten ukrainischen Kampfeinheiten, beschrieb die Lage in der „Awdijiwka Hölle“ als „bedrohlich und instabil.“ Das teilten sie auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Kurze Zeit später waren sie vollständig eingekesselt – doch ihnen gelang es, sich vollständig zu befreien, stellvertretende Kommandeur Maksym Zhorin auf der Plattform. „Kein einziger Soldat von uns“ sei dort geblieben. Damit antworte er auf Russlands Behauptung, dass sich ukrainische Soldaten in einer Chemiefabrik verstecken, so Kyiv Post.
Drohnenangriffe: 13-Minuten-Video zeigt Kämpfe gegen russische Besetzer
Die 3. Brigade teilte ein weiteres 13-minütiges Video auf ihrem YouTube-Kanal. Gezeigt werden Aufnahmen von Kampfhandlungen während des Angriffs des 1. mechanisierten Bataillons der Brigade, das als erstes Awdijiwka erreichte. Die Soldaten waren ständigem russischem Artilleriefeuer, Luftangriffen und FPV-Drohnenangriffen ausgesetzt. Selbst setzten sie unter anderem Granatwerfer gegen feindliche Ziele ein. Das Video zeigt auch, wie die ukrainischen Streitkräfte FPV-Drohnen für Aufklärung und Angriffe einsetzten und verwundeten Kameraden Erste Hilfe leisteten.
Ukraine-Krieg reicht jetzt bis nach Moskau: Fotos zeigen den Schaden durch Drohnen-Angriffe