VonFelicitas Breschendorfschließen
Viele Schüler:innen leiden unter dem Druck, gute Noten zu schreiben. Eine Erziehungspädagogin erklärt, was Eltern dagegen tun können.
„Und, was hatte deine beste Freundin in der Klasse? Aha, und warum bist du dann nicht besser?“ Unangenehme Sprüche der Eltern, der erste Streit mit der besten Freundin, Matheaufgaben, die uns trotz Abitur vor Rätseln stellen – alles Dinge, mit denen Grundschulkindern (und Eltern) umgehen müssen.
Wenn Kinder in der Schule leiden, schadet das der Beziehung zu den Eltern
„Wenn es um die Schule geht, neigen Eltern sehr schnell dazu, sich auf schulische Leistungen zu konzentrieren. Sie fragen, ob ihr Kind gut bewertet wird und sich in der Klasse anpasst“, sagt Erziehungspädagogin Inke Hummel. Du musst keine strenge Tiger-Mama oder -Papa sein, damit dir das passiert. Oft meinen Eltern es gut und wollen ihre Kinder unterstützen.
Wirklich helfen tun sie laut Hummel damit aber nicht. Im Gegenteil: Die Kinder setzen sich unter Druck. Vor allem aber kann das Verhalten „für Stress in Familien sorgen“, sagt sie. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind könne leiden.
3 Tipps, um Kindern durch die Grundschule zu helfen:
Wie können Eltern ihre Kids durch die Schulzeit begleiten, ohne der Bindung zu schaden? Die Erziehungspädagogin nennt drei Möglichkeiten, die vor allem bei Grundschüler:innen Sinn ergeben:
1. Noten sind nicht das Wichtige
Geht es meinem Kind gut in der Schule? „Für das Kind wäre es eine enorm große Hilfe, wenn der Fokus auf seinem Wohlergehen liegt“, sagt Hummel. So werden am ehesten die Themen oder Probleme sichtbar, die im Schulkontext wirklich Aufmerksamkeit erfordern.
2. Kinder brauchen das Gefühl, dass sie etwas gut gemacht haben
„Kinder sind wahnsinnig stolz auf sich, wenn sie etwas schon allein können. Deshalb ist es wichtig, ihnen die Kraft und Fähigkeit zuzugestehen, kleine oder auch größere Herausforderungen selbst zu meistern“, sagt die Expertin. Das gebe ihnen ein Gefühl von Optimismus und Kompetenz. Wenn ein Kind seine Eltern hinter sich wisse, falle es ihm zudem leichter, Lösungsideen für Probleme zu entwickeln.
3. Lust am Lernen ist wichtig
„Egal, welche Schulthemen anstehen, der Druck sollte für Kinder nie so groß werden, dass die Freude am Lernen verloren geht. Eltern sollten immer versuchen, einen Weg zu finden, der die Lernlust fördert“, sagt Hummel. Sie sei eine wichtige Grundlage für die weiteren Schuljahre und sollte deshalb auch nicht schon in den ersten Schuljahren aufs Spiel gesetzt werden.
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