Die verarbeiteten Informationen, insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg, stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist geschlossen. Aktuelle Meldungen zum Krieg in der Ukraine finden Sie in unserem neuen News-Ticker.
Update vom 11. Juli, 20.50 Uhr: Der hochrangige russische General Oleg Tsokow ist offenbar bei Kämpfen in der Ukraine ums Leben gekommen. Dies berichtet das belarussische Medienportal Nexta mit Verweis auf die russischen Besatzungsbehörden in Mariupol. Demnach sei Tsokow in der südukrainischen Hafenstadt Berdjansk bei einem ukrainischen Raketenangriff getötet worden.
Schwere Explosionen im Ukraine-Krieg: Russisches Militärkommando getroffen
Update vom 11. Juli, 19.10 Uhr: In den besetzten Städten Skadowsk in der Region Cherson sowie in Tokmak in der Oblast Saporischschja ist es zu mehreren Explosionen gekommen. Dies berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Wladimir Rogow, ein Mitglied der russischen Besatzungsverwaltung in Saporischschja sowie dem Sender Suspilne.
Angeblich hätten die ukrainische Armee das Mehrfachraketen-System Himars eingesetzt, um damit Tokmak anzugreifen. „Zumindest einige der Raketen wurden von der russischen Luftabwehr abgeschossen“, schrieb Rogow auf Telegram – der Rest sei jedoch in der Kleinstadt eingeschlagen. Weiter bestätigte er Berichte, denen zufolge es in weiteren Orten zu Explosionen gekommen ist. Auch ein Hotel, in dem sich das Militärkommando der russischen Armee einquartiert hatte, soll getroffen worden sein. Über mögliche Opferzahlen ist bisher nichts bekannt.
Update vom 11. Juli, 17.25 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Botschafters in Großbritannien, Vadym Prystaiko, wird die Ausbildung ukrainischer Piloten an westlichen Kampfjets in Großbritannien Ende Juli beginnen. Dies berichtete die Agentur Ukrinform. Anfangs werde man 20 Piloten ausbilden, sagte Prystaiko und betonte, die britische Armee operiere keine F-16-Kampfjets und werde die ukrainischen Piloten daher an anderen Kampfjets aus europäischer Produktion trainieren.
Mit der Entscheidung, die Ausbildung von Piloten zu starten, wolle London sicherstellen, so der Botschafter, dass man einsatzbereite ukrainische Piloten habe, sobald eine politische Entscheidung für die Lieferung von Kampfjets erfolge. Generell würden im Laufe des Jahres rund 30.000 ukrainische Soldaten ein Training in Großbritannien absolvieren.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
„Gewaltiger“ Angriff im Ukraine-Krieg: Russland stemmt sich gegen Gegenoffensive
Update vom 11. Juli, 15.20 Uhr: In der Nacht zum Dienstag hat Russland Angaben aus Kiew zufolge die Ukraine mit 28 Drohnen angegriffen. Betroffen gewesen sei unter anderem ein Getreideterminal in einem Hafen in der Region Odessa im Süden des Landes, teilten die ukrainischen Behörden mit.
Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Oleg Kiper war das Terminal Ziel eines „gewaltigen“ Angriffs. „Zwei Terminals, darunter ein Getreideterminal, fingen durch herabfallende Splitter abgeschossener Drohnen Feuer.“ Die Brände seien ohne größere Schäden oder Opfer gelöscht worden. Den Namen der Anlage nannte er zunächst nicht. In der Region Odessa gibt es drei Häfen, die Teil des am 17. Juli auslaufenden Getreideabkommens sind.
Kiper zufolge zerstörte die Luftwaffe 22 Drohnen im Süden des Landes. Zwei andere trafen demnach ein Verwaltungsgebäude in der Nähe des Hafens. Landesweit schoss die ukrainische Luftabwehr eigenen Angaben zufolge 26 Drohnen iranischer Bauart ab.
Auch in der Region Kiew gab es ukrainischen Angaben zufolge Angriffe. In der Hauptstadtregion stürzten Drohnenteile auf mehrere Ortschaften, wie es vom staatlichen Notdienst hieß. Opfer gab es demnach nicht. Vom Notdienst veröffentlichte Bilder zeigen auf dem Boden verteilte Trümmer und ein Haus mit einer durchlöcherten Decke.
Westliche Hilfe im Ukraine-Krieg: Neue Waffenlieferung für Kiew
Update vom 11. Juli, 14.14 Uhr: Die Ukraine wehrt seit mehr als 16 Monaten mit westlicher Hilfe – darunter auch modernen Flugabwehrsystemen – die russische Invasion ab. Russland hat nun ukrainischen Angaben zufolge ein Getreideterminal in einem Hafen des Gebietes Odessa mit Drohnen angegriffen.
Drei Häfen um Odessa sind Teil des sogenannten Getreideabkommens zwischen Russland, der Ukraine, der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der UN. Teil der Vereinbarung sind auch Sicherheitsgarantien für die drei Seehäfen.
Ukraine-Krieg: Russland kündigt Gegenmaßnahmen wegen Raketen-Lieferung an
Update vom 11. Juli, 13.21 Uhr: Der Kreml hat die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigte Lieferung von Raketen längerer Reichweite an die Ukraine als „Fehler“ bezeichnet und Gegenmaßnahmen angekündigt. Es handelt sich um Marschflugkörper vom Typ Scalp.
Die Raketen – ein britisch-französisches Gemeinschaftsprojekt – sind auch unter dem Namen „Storm Shadows“ bekannt und haben eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Großbritannien hatte bereits im Mai die Lieferung solcher Raketen an die Ukraine angekündigt. Russland hatte dies damals als einen „extrem feindlichen“ Akt bezeichnet.
Fünf Fronten im Ukraine-Krieg: Mehrere Abschnitte hart umkämpft
Update vom 11. Juli, 12.10 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat auf Facebook mitgeteilt, an welchen Fronten im Ukraine-Krieg die Kämpfe aktuell am intensivsten sind. Die russischen Angreifer konzentrierten sich demnach am Vortag auf:
Awdijiwka (Donezk, Ostukraine)
Bachmut (Donezk, Ostukraine)
Kupjansk (Charkiw, Ostukraine)
Lyman (Donezk, Ostukraine)
Marinka (Donezk, Ostukraine)
Es soll dabei zu etwa 30 Zusammenstößen zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften gekommen sein.
Deutschland sagt Kiew im Ukraine-Krieg Militärgüter im Wert von 700 Millionen Euro zu
Update vom 11. Juli, 11.16 Uhr: Deutschland liefert der Ukraine weitere Waffen und Munition im Wert von knapp 700 Millionen Euro. Das wurde jetzt am Rande des Nato-Gipfels in Vilnius aus Regierungskreisen bekannt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Russlands Rekrutierung im Ukraine-Krieg: Baufirmen unter Druck
Update vom 11. Juli, 10.29 Uhr: Russland mangelt es an „Freiwilligen“ im Ukraine-Krieg: Nach Einschätzung des britischen Geheimdiensts könnte die Moskauer Stadtverwaltung Baufirmen nun unter Druck setzen. Sie drohe höchstwahrscheinlich damit, Baufirmen die Aufträge zu entziehen, wenn sie die Quoten für die Bereitstellung von Rekruten nicht erfüllten, teilte das Verteidigungsministerium jetzt mit.
Berichten zufolge sei einem Unternehmen ein Ziel von 30 „Freiwilligen“ bis Ende August gesetzt worden. Betroffen sein könnten vor allem ethnische Minderheiten aus ärmeren Regionen Russlands wie Dagestan und zentralasiatischen Staaten, die den Großteil der Moskauer Bauarbeiter ausmachten.
Gegenoffensive im Ukraine-Krieg: Erfolgreicher als Russlands Winteroffensive
Update vom 11. Juli, 9.37 Uhr: Nach Einschätzung westlicher Militärbeobachter kommt die ukrainische Gegenoffensive nur langsam voran – die jüngsten ISW-Zahlen legen aber nahe, dass sie erfolgreicher verläuft als die russische Winteroffensive. Ein Medienportal hat nun untersucht, wo die russischen Gefallenen tatsächlich herkommen, um folgende Frage zu beantworten: Wer stirbt im Ukraine-Krieg?
US-Institut zum Ukraine-Krieg: Wichtige Geländegewinne bei Gegenoffensive
Erstmeldung: Kiew – Alle Zahlen zu Verlusten im Ukraine-Krieg sind mit großer Vorsicht zu genießen. Es gibt aber Schätzungen von unabhängigen Militärexperten, wie etwa dem US-Institut für Kriegsstudien ISW. Das hat nun ermittelt, dass die ukrainischen Streitkräfte seit Beginn ihrer Gegenoffensive etwa 253 Quadratkilometer an besetzten Gebieten zurückerobert haben.
Im Vergleich dazu hätten die Truppen von Wladimir Putin in den vergangenen sechs Monaten im Ukraine-Krieg etwa 282 Quadratkilometer erobert. Die ukrainische Gegenoffensive läuft seit gut fünf Wochen.
Gegenoffensive im Ukraine-Krieg: „Feind befindet sich in der Falle“
Die jüngsten Meldungen zur Lage im Ukraine-Krieg beziehen sich auf das besetzte Bachmut in der Region Donezk – aber auch auf andere Frontabschnitte. „In Bachmut halten unsere Verteidiger seit mehreren Tagen die Eingänge, Ausgänge und Feindbewegungen in der Stadt unter Feuerkontrolle“, schrieb am Montag (10. Juli) Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar bei Telegram.
„Der Feind befindet sich in der Falle“, teilte der Generaloberst Olexander Syrskyj mit. Die stark zerstörte Stadt mit einst über 70.000 Einwohnern war im Mai nach monatelangen Kämpfen von russischen Einheiten erobert worden. In der Ostukraine hat die ukrainische Armee Maljar zufolge seit dem Beginn ihrer Gegenoffensive insgesamt 24 Quadratkilometer befreit. In der Südukraine seien es gut 169 Quadratkilometer.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Zweifel an den Zahlen
Nach einer aktuellen Datenanalyse unabhängiger russischer Medien sind im Ukraine-Krieg bereits mindestens 47.000 russische Soldaten getötet worden. Die Analyse stütze sich auf die Zahl der eröffneten Erbfälle und die Statistik der Übersterblichkeit in Russland im Jahr 2022, berichtete das an der Auswertung beteiligte Internetportal Meduza. Offiziell gibt es keine Statistik für russische Verluste.
Auch ukrainische Angaben über russische Verluste im Ukraine-Krieg sind wenig glaubhaft. Die Angaben von derzeit mehr als 230.000 russischen Gefallenen betrachten Beobachter als Übertreibung. Zu eigenen Verlusten schweigt sich Kiew weitgehend ebenso aus wie Moskau. (frs/nak mit AFP und dpa)