Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Mehrheit traut Özdemir laut Umfrage Nachfolge Kretschmanns nicht zu – Konkurrent ist Favorit für Wahlsieg

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Cem Özdemir wird als Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg antreten. Einer Umfrage zufolge hat aber ein CDU-Politiker derzeit die größten Chancen auf den Wahlsieg.

Update vom 25. Oktober, 14.54 Uhr: Am heutigen Freitag hat Cem Özdemir bekanntgegeben, dass er Ministerpräsident werden will. Mit den Worten „Jetzt kann es losgehen“ – im besten Schwäbisch ausgesprochen – bestätigte der Bundeslandwirtschaftsminister die Neuigkeit auf der Plattform X.

Özdemir kann auf eine lange politische Erfahrung zurückgreifen und wird wie Kretschmann zum pragmatischen „Realo“-Flügel seiner Partei gezählt. Der in Bad Urach geborene 58-Jährige gilt unter vielen Grünen als Idealbesetzung für Kretschmanns Nachfolge. Bei der Bundestagswahl gewann er seinen Stuttgarter Wahlkreis mit 40 Prozent der Stimmen und wurde Stimmenkönig seiner Partei – kein Direktkandidat und keine Direktkandidatin der Grünen schnitt besser ab als er. Zudem ist er 89 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg bekannt.

Erstmeldung vom 24. Oktober, 8.56 Uhr: Stuttgart - Der Erhebung zufolge zweifelt die Mehrheit der Menschen daran, dass Cem Özdemir (Grüne) auf Winfried Kretschmann als Ministerpräsident folgen wird. In der von Kantar durchgeführten Studie glauben 55 Prozent der Befragten nicht an diesen Ausgang, wie der kürzlich in Mannheim veröffentlichte „Baden-Württemberg Report“ für Oktober im Auftrag von Privat.Radio zeigt. Nur 23 Prozent sehen Özdemir als möglichen Wahlsieger.

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Landeswappen Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das durch eine Volksabstimmung entstanden ist. © Sebastian Gollnow/dpa
Bei Sonnenschein genießen Menschen am Santiago-de-Chile-Platz die Aussicht über Stuttgart. Hoch Olenka sorgt in der kommenden Woche für schönes und trockenes Spätsommerwetter in Deutschland.
Was die Fläche und die Einwohnerzahl angeht, ist Baden-Württemberg das drittgrößte Bundesland Deutschlands. © Christoph Schmidt/dpa
Mitarbeiter von Rolls-Royce Power Systems bei der Motoren-Montage im Werk Kluftern bei Friedrichshafen.
Im Ländle gibt es kaum Bodenschätze, dafür hat das Bundesland aber schon zahlreiche Erfindungen und innovative Ideen hervorgebracht. © Felix Kästle/dpa
Spieluhr Badnerlied
Baden-Württemberg hat keine eigene Hymne. In den drei historischen Landesteilen haben sich jedoch Lieder erhalten: Das Badnerlied, die Hymne der Württemberger und das Hohenzollernlied. © IMAGO/Arnulf Hettrich
Beschilderung in der Zentrale der Mercedes-Benz Group AG in Stuttgart-Untertürkheim.
Dank zahlreicher Großkonzerne, Familienunternehmen sowie Start-ups, zählt Baden-Württemberg zu Deutschlands führenden Wirtschaftsregionen. © Corporate Communication (MS/CC)
Winfried Kretschmann hebt die rechte Hand zum Eid.
Mit Winfried Kretschmann hat Baden-Württemberg den ersten grünen Ministerpräsidenten Deutschlands. © Uwe Anspach/dpa

CDU-Politiker Manuel Hagel soll bessere Chancen als Cem Özdemir auf Wahlsieg haben

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet im Frühjahr 2026 statt. Der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wird nicht erneut kandidieren. Özdemir wird als möglicher Nachfolger gehandelt, hat jedoch als Bundeslandwirtschaftsminister noch keine Aussage darüber getroffen, ob er als Spitzenkandidat auf Landesebene antreten will.

Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass der vergleichsweise noch wenig bekannte CDU-Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel bessere Aussichten auf den Wahlsieg hat. Fast die Hälfte (46 Prozent) derjenigen, die ihn kennen, glauben an seinen Wahlsieg.

Laut einer aktuellen Umfrage glaubt die Mehrheit an einen Sieg von Manuel Hagel (CDU, l.) bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg. Cem Ödzemir (Grüne, r.) trauen es nur 23 Prozent zu. (Fotomontage)

Privat.Radio, ein Verbund privater Radiosender im Land, beauftragte für den „Baden-Württemberg Report“ das Marktforschungsinstitut Kantar, das im Oktober 2024 insgesamt 1.057 Frauen und Männer befragte. Laut Kantar ist die Online-Erhebung repräsentativ. (df mit dpa)

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa & Philip Dulian/dpa

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